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Mittwoch, 28. Juni 2017

Was steckt hinter der Rußland-Hetze der USA?

(von Ernst Wolff) Wenn es um Rußland geht, werden amerikanische Politiker hysterisch. Egal, was auf der Welt geschieht – es gibt kaum eine negative Meldung, deren Ursache nicht umgehend Rußland oder dem russischen Präsidenten zugeschrieben wird. Ob es sich um einen Flugzeugabsturz in der Ukraine, die Manipulation der Präsidentenwahl in den USA oder Massendoping bei internationalen Sportereignissen handelt – US-Politiker und US-Medien deuten sofort mit dem Finger auf Rußland. (Redaktion quer-denken.tv: Oder das neueste Hacking der britischen Parlaments-Datenbanken …)





Diese permanente Schuldzuweisung ist nicht neu: Gleich nachdem sie das nationalsozialistische Deutschland im Zweiten Weltkrieg gemeinsam mit der Sowjetunion besiegt hatten, änderten die USA den Kurs gegenüber dem Verbündeten und eröffneten die jahrzehntelange Phase des „Kalten Krieges“. Wer immer in den USA auch nur ein positives Wort über die Sowjetunion fallen ließ, wurde in der „McCarthy-Ära“ der Fünfziger Jahre als „Kommunistenfreund“ verfolgt. Wer sich dem staatlichen Diktat nicht beugte, verlor – wie u.a. Charlie Chaplin – die US-Staatsbürgerschaft oder wanderte ins Gefängnis.

Warum? Wieso wurde aus dem Verbündeten im Zweiten Weltkrieg plötzlich der Staatsfeind Nr. 1? Und wieso wird heute wieder solche Hetze gegen Rußland betrieben?

Das neue Finanzsystem: Die Diktatur des US-Dollars

Die USA gingen aus dem Zweiten Weltkrieg als wirtschaftlich und militärisch stärkste Macht der Welt hervor. In Bretton Woods legten sie 1944 ein neues Weltwährungssystem fest, das den US-Dollar zur ersten globalen Leitwährung machte. Es gab nur eine wirtschaftlich bedeutende Nation, die sich dem Diktat des US-Dollars nicht unterwarf: die Sowjetunion. Sie ging sogar noch einen Schritt weiter und sorgte dafür, daß ihre Satellitenstaaten (die Länder des „Ostblocks“) dem Abkommen ebenfalls fernblieben.

Damit wurde mehr als ein Sechstel der Erde dem Einfluß des US-Dollars und dem ungehemmten Export von US-Waren entzogen. Für die neue Supermacht USA Grund genug, den ehemaligen Verbündeten umgehend zum Feind zu erklären und mit Hilfe der Medien nach allen Regeln der Kunst zu verteufeln.

Auch die amerikanische Rüstungsindustrie trug zum Kurswechsel bei: Da sie im Zweiten Weltkrieg gegeneinander kämpfende Kriegsparteien mit Waffen versorgt hatten, war sie zu einer Wirtschaftsmacht erster Ordnung angewachsen. Nach Kriegsende geriet sie schnell in die roten Zahlen und lechzte daher nach Absatzmöglichkeiten und weiteren Kriegen. Da gegenüber der eigenen Bevölkerung ein passendes Feindbild benötigt wurde, kam die Ablehnung des Bretton-Woods-Abkommens durch die Sowjetunion für die Rüstungsindustrie wie gerufen.

Gegenwärtiges Ziel der USA: Das Ende der Dollar-Ära abwenden

Nach der Auflösung der Sowjetunion 1991 und dem Zerfall der Ostblockregimes änderte sich das Bild. Amerikanisches Kapital konnte den europäischen Osten fast ungehemmt überschwemmen. Damit entfiel die Notwendigkeit, das Feindbild aufrechtzuerhalten. Doch mit der Zeit begannen Rußlands neue Machthaber, ihre eigenen Interessen zu verfolgen und nicht mehr nach der Pfeife des US-Kapitals zu tanzen. Gleichzeitig zeigte sich der fortschreitende Niedergang der US-Wirtschaft, deren Arbeitsplätze im Rahmen der Globalisierung ins Ausland verlegt worden waren und die immer stärker dem Spekulationskarussell des Finanzsektors unterworfen wurde.

Als erste Länder versuchten, sich der globalen Dominanz des US-Dollars zu entziehen, reagierten die USA mit eiserner Härte: Saddam Husseins Plan, Erdöl für Euro zu verkaufen, wurde mit einer Kriegserklärung an sein Land beantwortet, er selbst landete am Galgen. Gaddafis Vorhaben, einen goldgedeckten nordafrikanischen Dinar einzuführen, führte zur Verwüstung Libyens durch eine US-geführte Koalition und zu Gaddafis Ermordung.

Hintergrund der extremen Reaktion ist die Tatsache, daß der Dollar bis heute der wichtigste Eckpfeiler der globalen US-Vorherrschaft ist. Sobald er fällt, ist es mit der weltweiten Wirtschafts- und Finanzdominanz der USA vorbei. Deshalb stemmt sich Washington mit aller Macht gegen jeden Versuch, den Einfluß seiner Währung zu beschränken. Genau hier liegt auch der Grund für die seit drei Jahren an Schärfe zunehmende Rußland-Hetze: Rußland hat sich nämlich 2014 erdreistet, mit China nicht nur einen Mega-Deal im Energiebereich abzuschließen, sondern auch anzukündigen, künftig sämtliche Geschäfte im chinesisch-russischen Handel direkt in Rubel und Yuan abzuwickeln.

Beide Länder haben damit nichts anderes getan, als ihr international geltendes Recht als souveräne Staaten wahrzunehmen. Doch die USA haben eine lange Tradition, internationales Recht zu mißachten, wenn es um eigene Machtansprüche geht. Rußland und das mittlerweile wirtschaftlich übermächtige China haben in den Augen Washingtons einen Präzedenzfall geschaffen, der die Weltherrschaft des Dollars infrage stellt und weitere Länder ermutigen könnte nachzuziehen – und der damit das Ende der US-Dollar-Diktatur einläuten könnte.

Da das US-Finanzsystem auf Grund riesiger Spekulationsblasen derzeit in allergrößten Schwierigkeiten steckt, ist nicht mit einem Nachlassen der Russland-Hetze zu rechnen. Im Gegenteil: Washington wird auch für die absehbaren weiteren Einbrüche im Wirtschafts- und Finanzsektor, zur Rechtfertigung seiner militärischen Aufrüstung und zur Begründung umfassender Sozialkürzungen dringend einen Sündenbock brauchen. Es ist also nicht ausgeschlossen, daß wir demnächst erfahren, daß die Ursache für einen Kurssturz des Dow Jones, das Platzen neuer US-Immobilienblasen oder Kürzungen von Essensmarken für bedürftige US-Bürger nicht im US-Finanzsektor oder in Washington zu suchen sind, sondern – in den weiten Gefilden des 8000 Kilometer entfernten Moskauer Kremls.

1 Kommentar:

Ernstjoachim Müller hat gesagt…

Ob amerikanische Politiker hysterisch werden..zweifelhaft
Auch amerikanische Politiker sind nichts weiter als politische Helfer derer die im Hintergrund die Fäden ziehen
Das ganze US-System ist einzig auf die Produktion von Rüstungsindustrie und Rüstungsgütern ausgelegt
Die Wirtschaft der USA ist in keinster Weise mit andren Staaten vergleichen
Das Russland und nicht nur Russland den Amis die Zähne zeigt ist mehr als gegeben bei dem verhalten der Amis auch anderen Nationen gegenüber
Auch das die Sowjetunion zerfallen ist ihren Blockstaaten ihre Souveränität zurückgab wurde vorher beschlossen
Nicht von Politikern sondern von den Eliten bzw. denen die sich hierfür halten
Ab dem Jahr 1984 wurden unter strengster Geheimhaltung Gespräche geführt - mit den USA sowie anderen - über die Auflösung des Sowjetimperalismus sprich der UdSSR
Auch die Deutsche Einheit wurde in diesen geheim geführten Gesprächen beratschlagt und für richtig erkannt
Kohl als Kanzler der Einheit und andere das könnt ihr vergessen
Die Bush-Regierung!!!
Nur und das ist es die USA haben sich das alles zwar fein ausgedacht jedoch hieraus wurde und das zu vollem Recht nichts rein gar nichts
Die Absicht der USA war gewesen Russland auszubeuten Rohstoffe verfügt Russland mehr als genug
Das die USA ein unfaires Spiel spielten zeigt schon die Äusserung des damaligen Außenminister der USA
"Die Russen haben Sibirien gar nicht verdient"!
Frecher Unverschämter Dümmer geht's nicht
Dann Obama der sagte
"Russland soll sich unterwerfen oder wird einen hohen Preis zahlen müssen"!
Bin ich froh das der weg ist
Hier sind Mächte am Rödeln denen einzig daran gelegen die Rohstoffe Russlands zu erbeuten alles andere interessiert nicht erst recht nicht die Menschen Russlands
Jetzt stehen die Amis schön blöd da
Auch das Putin mit anderen Staaten eine Währung einführt eingeführt hat hat die USA in Bedrängnis bringt war so nicht vorgesehen
Am Russland beissen die sich auch ihre 3 Zähne aus das dürfte sicher sein
Mit Jelzin haben sie leichtes Spiel gehabt der war eh nur besoffen
Das letzte was Jelzin zu Putin sagte war
"Passen Sie gut auf Russland auf"!
Und genau das macht Putin und zwar richtig
Etwas mit dem auf westlicher Seite nicht gerechnet wird
Die USA werden das zeigt die nahe Zukunft Konkurs anmelden müssen oder ihre Strategie gegenüber anderen Staaten vollkommen ändern müssen
Egal in welche Hinsicht es laufen wird
Finanziell hat der Dollar ausgespielt so wie die USA ausgespielt hat
Das wissen die Eliten das wissen deren Steigbügelhalter
Die NWO selbst wird hierdurch auch nichts erreichen
Legt euch nicht mit Russland an diese Lektion erspart euch lieber
Ob Eliten oder Trump oder Merkel oder....