Erkennen • Erwachen • Verändern

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Donnerstag, 8. November 2018

Ist die landläufige Theorie für die Entstehung des Blutmondes eine alberne Volksverdummung?

Erste Theorie: "Langwelliges (rotes) Sonnenlicht wird durch eine hauchdünne Erdatmosphäre nach innen in den Kernschatten der Mondfinsternis gebrochen."
Widerlegung:





Erstens: Ist schon die Animation falsch: Licht wird nicht gleichzeitig nach außen und innen gebrochen, sondern (je nach Dichteunterschied der Medien) nur nach innen oder nur nach außen. Simples Brechungsgesetz!



Zweitens: Wenn nach außen: dann gibt's keinerlei Färbung des Kernschattens. Wenn aber nach innen: dann krümmt sich auf jeden Fall das kurzwellige blaue Licht stärker als das langwellige rote (siehe 2. Grafik zur Lichtbrechung im Prisma), dann wäre ein Blaumond zu sehen.



Zweite Theorie: das blauwellige Licht wird in der Erdatmosphäre vollständig absorbiert ("Raleigh-Streuung"), weshalb nur noch rotes weiterstrahlt.

Widerlegung (gilt für beide Theorien): Die KAGUA-Raumsonde hat die Erdatmosphäre von hinter dem Mond während einer Mondfinsternis photographiert, wobei keinerlei Spektrumsverfärbung zu beobachten war - die Erdatmosphäre bleibt weiß!

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