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Dienstag, 23. Oktober 2018

Frankreich: Gesundheitsbehörde schlägt Alarm - Zahl der Pestizid-Babys explodiert!

Robert Poujade, Ministerpräsident der Umwelt (1971-1974), fand bereits im Jahr 1975 erschütternde Worte und bezeichnete sein Departement als Ministerium der Unmöglichkeit. Frustriert verwies er auf "die Kapazität der Blockade und die Kraft der Trägheit der traditionellen Verwaltungen". Mehr als vierzig Jahre später sind die Worte zwar anders, aber die Vorwürfe sind gleich geblieben, als Nicolas Hulot, Minister für ökologische Transformation und Solidarität, am 28. August 2018 mit seinem Rücktritt für haushohe Wellen sorgte.





"Ich weiss, dass ich nicht erfolgreich sein werde. (...) Ich habe ein wenig Einfluss, ich habe keine Macht ", bedauerte er, "die Anwesenheit von Lobbys in den Machtkreisen". "Es ist ein Problem der Demokratie. Wer hat die Macht, wer regiert", fragte er sich zu Recht.

Das Timing war perfekt, denn nur kurze Zeit nach seinem Abgang platzte die nächste Bombe. Das Register für Missbildungen der Region Rhône-Alpes schlug am 6. September Alarm.


(dt. Warnung der Leiter der Diagnose für Geburtsvorbereitung, Geburtshilfe, Genetik, Föto-Pathologie: Wir verlieren das Register der #Missbildungen! Der Countdown hat begonnen. Frau @agnesbuzyn, die Zeit wird knapp.)

Der Druck der französischen Bevölkerung und das Misstrauen in die Regierung hat massiv zugenommen, so dass das brisante Thema nun auch in der französischen Mainstreampresse aufgenommen werden musste. Eine kurze Google-Suche zeigt, dass kein einziges Blatt um das Thema herumkam! Leider schafften es die Berichterstattungen nicht über die Landesgrenzen hinaus. In der Schweiz stehen diverse Abstimmungen zum Thema bevor und das Establishment will den Ball selbstverständlich flach halten.

Remera, die öffentliche Einrichtung, die den Fällen von Missbildung nachgeht, gibt an, die Zahl der betroffenen Babys sei in einer bestimmten Region, dem Departement Ain, 58-mal höher als der nationale Durchschnitt in Frankreich. Die Wahrscheinlichkeit, dass alle Fälle lediglich Zufall sind, ist Remera zufolge verschwindend gering. Sie gehen vielmehr davon aus, dass Pestizide aus der Landwirtschaft der wahrscheinlichste Urheber sind. Unterstützt wird diese Vermutung durch die Tatsache, dass es in Chalamont, einer anderen Ortschaft im Departement Ain, mehrere Fälle von missgebildeten Kälbern gab, die ohne Schwänze und Rippen geboren wurden.



Die nationale Gesundheitsbehörde Santé Publique France bestreitet in einer Untersuchung allerdings die offensichtlichen Ursachen für die Missbildungen. Dass inzwischen diverse Studien, Gerichtsurteile und sogar die WHO den Zusammenhang einschlägig dokumentierten, wird von der französischen Gesundheitsbehörde systematisch ignoriert. Die offiziellen Ermittlungen wurden inzwischen eingestellt und es heisst seltsamerweise, weitere Untersuchungen seien nicht möglich. Dies bringt die betroffenen Eltern erst Recht auf und sie fordern umso dringlicher Antworten ein. Besonders vor dem Hintergrund, dass bei Santé Publique France das Problem schon mindestens seit dem Jahr 2011 bekannt war, wächst nun bei immer mehr Menschen der Verdacht, dass bald ein grösserer Pestizid-Skandal dahinter zum Vorschein kommen könnte, den die Industrie zu verschleiern bestrebt ist.

Die Dr. Rath Foundation weist zu Recht darauf hin, dass das Misstrauen der Bevölkerung fundiert ist: Wir brauchen uns nur an den Contergan-Skandal der 50er/60er Jahre erinnern, um zu wissen, dass Hersteller chemischer Substanzen, trotz eindeutiger Beweise für die krankmachenden Wirkungen ihrer Produkte, völlig unverdrossen den Versuch unternehmen, dieses Problem zu verschleiern. Dass Unternehmen dabei durchaus mit der Unterstützung von Behörden rechnen können, ist ebenfalls kein Geheimnis.

Thalidomid, der Wirkstoff des Medikaments Contergan, wurde von der Firma Grünenthal entwickelt und nach erfolgter Zulassung seit Ende der 50er Jahre als mildes Schlafmittel vermarktet. Als absolut harmlos beworben, wurde Thalidomid auch Schwangeren verabreicht mit der Begründung, damit liesse sich morgendliche Übelkeit reduzieren. Schliesslich jedoch musste es vom Markt genommen werden, nachdem einige Jahre später herauskam, dass die Substanz für die Geburt von Babys mit fehlgestalteten Gliedmassen verantwortlich ist – ein Skandal, der weltweit Aussehen erregte.

Insgesamt kamen rund um den Globus 10000 Kinder mit körperlichen Deformationen zur Welt, weil deren Mütter Thalidomid angewendet hatten. Schätzungsweise weitere 90000 Frauen erlitten infolgedessen Fehlgeburten. Bemerkenswert ist, dass Grünenthal geheimen Aufzeichungen zufolge, welche die australische Zeitung Sydney Morning Herald erhalten hatte, die Warnungen, das Medikament sei toxisch und könne zu Geburtsschäden führen, wiederholt ignoriert und vertuscht hatte. Selbst als das Unternehmen immer mehr mit Anfragen konfrontiert wurde, in denen Probleme mit dem Medikament benannt wurden, hielt Grünenthal vor der Öffentlichkeit seine Behauptung aufrecht, das Medikament sei sicher. Bis auf den heutigen Tag bleiben in Deutschland und andernorts einschlägig dokumentierte Anschuldigungen laut, Regierungen hätten entscheidende Beweise im Zusammenhang mit diesen Vorgängen unterdrückt.

Und was macht die Schweiz? Sie erhöht den Grenzwert für Glyphosat um das 100-fache. Zuerst war sogar eine 3600-fache Erhöhung geplant!

Fazit: Die Pharma, die Nahrungsmittelindustrie, die Politik und die Bilderberger Medien ziehen offensichtlich alle am selben Strick. Den Lobbyismus zu verbieten wäre definitiv falsch, denn für seine Interessen zu kämpfen ist urdemokratisch, selbst wenn sie ethisch bedenklich und die Spiesse ungleich sind. Die einzige Waffe gegen diese perversen Machenschaften ist Aufklärung. Da die fürstlich subventionierten Berufsjournalisten kläglich versagen, bleibt die ganze Arbeit an uns hängen.

Oft wird auch damit argumentiert, dass wir ohne Glyphosat und Neonikotinoide Versorgungsprobleme hätten. Wenn man jedoch bedenkt, dass täglich tonnenweise Lebensmittel noch vor dem Verkauf aufgrund von unverständlichen neoliberalen Marktvorschriften entsorgt werden, sollte man erkennen, dass sich dieses Argument jeder Logik entzieht. Wenn es beim Einsatz von synthetischen Pestiziden wirklich um die Nahrungssicherheit ginge, würde auch die grassierende Produktion von Bioethanol keinen Sinn ergeben.

Es geht nicht um uns, sondern um das Geschäft auf Kosten unserer Gesundheit und dass die Natur daran zugrunde geht, ist ihnen egal. Schliesslich lässt sich damit ja auch wieder Geld verdienen.

Quelle: https://www.legitim.ch/

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