Erkennen • Erwachen • Verändern

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Mittwoch, 17. Oktober 2018

Der Mensch war schon immer eine Marionette...

und er möchte auch eine sein, wenn auch unbewusst.Um das einmal zu verstehen, müssen wir in die Vergangenheit denken. Das ist immer sehr sinnvoll, um unser Denken innerhalb einer Eigenreflexion betrachten zu können. Der Mensch entwickelt sich zwar, doch manche Züge in ihm sind tief in den Genen verwurzelt.



Heutzutage können viele Menschen äußerst komplex denken, weil dieses Denken gesellschaftlich als freies Gut gilt und nicht bewusst beschränkt wird. Dennoch ist es so, dass sich der Mensch selbst unbewusst beschränkt.

Wenn ein Mensch zur Welt kommt, dann fällt er im Grunde ohne Fallschirm in das "Haifischbecken Leben". Egal wo auf dieser Welt und egal wann, stand der Mensch schon immer stets vor seinen Herausforderungen und die größte davon hieß "überleben".

Ein Baby, mit einer noch "leeren Festplatte" im Kopf übernimmt. Es übernimmt zuerst einmal alles, was seine Umgebung ihm anbietet. Es sucht nach Führung. Aus reinem Natur bedingten Instinkt heraus, um zu überleben. Die Leitbilder haben sich zwar in den letzten paar tausend Jahren verändert, dennoch hat es diese Leitbilder immer gegeben. Der Mensch tut fast nichts außerhalb eines Leitbildes.

Früher waren es viele regional relevante Götter, später kamen dann ein paar Weltreligionen und heutzutage ist es eine Art Übergang von Religionen, Kapitalismus und alternativen Denkmodellen. Es ist auch ein Hauen und Stechen der verschiedenen Ideologien.

Kein Mensch, auch innerhalb der Historie nicht, tut aus einer Eigenwahrnehmung heraus etwas Böses. So tickt der Mensch nicht. Er macht und tut einfach verschiedene Dinge aus bestem Wissen und Gewissen. Auch vor tausend Jahren haben die Menschen von früh bis spät gearbeitet. Es war wenig, was sie hatten und es waren auch keine leichten Leben. Trost suchten sie im Gebet, an wen auch immer. Sie glaubten stets, sie agierten im Sinne von ... und nach ihrem Tod würden sie die Belohnung dafür erhalten. Total egal, ob man das dann Walhalla oder Paradies etc. genannt hat. Sie führten Kriegen, mordeten Menschen immer im Sinne von ... Und das aus vollster Überzeugung. Denn mehr als diese Überzeugung hatten sie nicht.

Heute steht der Kapitalismus deutlich noch vor Religionen und alternativem Glauben. Die Leute haben heutzutage mehr Angst davor arm zu sein, als in die "Hölle" zu kommen. Darf sich ja ein Jeder einmal selbst betrachten, was er so für finanzielle Sicherheitsbedürfnisse hat...

Und die Frage ist, wie und ab wann ist dieses Denken in den Menschen implantiert worden? Es kommt nicht einfach so und von allein dorthin.

Es ist eine Ära, ein Zeitalter!

Hat es innerhalb der Historie die verschiedensten von gegeben, doch der Kapitalismus, untergliedert natürlich auch durch den Materialismus, ist eines der interessantesten Zeitalter der Geschichte.

Man schaue sich einmal um, wer ist heute nicht dem Kapitalismus/Materialismus verfallen? Es sind nur noch wenige Menschen und es werden immer weniger. Die, die es noch gibt, findet man in der westlichen modernen Welt fast gar nicht mehr. Mehr in Entwicklungsländern, wo entweder eine Religion den Tag regiert oder im absolut vereinzelten Fall noch die Natur selbst das Leitbild prägt.

Es ist müßig sich zu fragen, was nun besser und was schlechter ist. Ein Argument von Religionen ist z.B. der Kapitalismus als Feindbild, den man bekämpfen müsste. Da aber innerhalb der Historie noch niemals eine Rückentwicklung stattgefunden hat, wird Religion den Kapitalismus nicht wieder verdrängen.

Der Kapitalismus wird sich bis zum Kollaps ziehen. Erst dann wird sich wieder eine neue Ära und ein neues Zeitalter bilden. Da kann man versuchen gegen anzukämpfen, zu demonstrieren etc. , es ist nicht realistisch. Der Kollaps wird auch gleichzeitig bedeuten, dass Ressourcen versiegen, sich das Klima verändert usw. . Es wird ein neues Leitbild entstehen, wohl dann in die Richtung "oberste Direktive vom Raumschiff Enterprise" ... Liebe, Menschlichkeit, Natur usw. . Nicht, weil man das nun komplett toll findet, sondern schlicht, weil man keine andere Wahl mehr hat um zu überleben.

Der Mensch tickt so, aber das zuerst einmal reflektieren zu können bedarf Selbstliebe. Man darf sich fragen, was Selbstliebe mit Leitbildern, Religionen, Kapitalismus etc. zu tun hat? Nun, der Mensch schaffst es nicht aus seiner Haut heraus. Über der Selbstliebe liegt immer das Ego und wird dem Menschen immer einflüstern etwas zu wissen. Es wird stets die subjektive Perspektive als Ultimo betrachten. Man darf im Grunde immer davon ausgehen, ganz gleich was der Verstand flüstert, dass dort nicht das Ende anzusiedeln ist.

Ein Visionär denkt in Thesen und Hypothesen und verfolgt diese dann. Das ist, als wenn man eine brennende Taschenlampe in einen dunklen Raum wirft und dann dem Licht folgt.

Marionetten sind wir nur dann nicht mehr, wenn wir uns innerhalb unserer eigenen Authentizität verstehen gelernt haben. Erst dann können wir innerhalb unseres Verstandes den Anker hochziehen.

Ein Mensch möchte immer wachsen, er weiß nur meist nicht in welche Richtung. Vielleicht ist man von einer Religion zur Esoterik oder Ähnlichem gewechselt und fühlt sich höchst bewusst, doch es wurde lediglich das Leitbild gewechselt. Und das merken viele Menschen oftmals nicht.

Wachsen kann der Mensch nur aus seiner derzeitigen Perspektive heraus nach draußen. Es kommt nicht darauf an, wie schnell oder wie weit man wächst, es geht immer nur um die Richtung. Unser Stand von heute, ist unsere Perspektive von heute.

Wachstum entsteht auch nicht, indem man jetzt ein Buch eines Dritten liest und versucht die Perspektive des Autors zu übernehmen. Da mag man sich zwar nach dem lesen weiser als vorher fühlen, ist es aber nicht. Eine Vision muss der Mensch selbst bilden. Diese kann er dann durch Bücher, Seminare etc. verfolgen.

Wenn der Mensch sich selbst liebt und versteht, dann liebt und versteht er auch die Welt im Sinne von Liebe, Menschlichkeit und Natur. Und weil er dann neutral fühlt und denkt, liegt er auch nicht mehr an seiner persönlichen Kette. Ist keine Marionette mehr...

(c) Uwe Feitisch - Oktober 2018


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