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Samstag, 9. Juni 2018

Krombacher arbeitet jetzt mit Nestlé zusammen – und bekommt einen gewaltigen Shitstorm

Titelbild: Fotos: „Pils soft drink by Krombacher“ von steve p2008 unter CC-BY-2.0 und „Untitled“ von steve p2008 unter CC-BY-2.0

Die Brauerei Krombacher hat sich mit Nestlé zusammengetan: Seit Anfang des Jahres vertreibt Krombacher Nestlés Eistee-Markte. Die Kunden von Krombacher finden das aber gar nicht gut – und reagieren mit einem Shitstorm und Aufrufen zum Boykott.




Eigentlich ist es schon ein halbes Jahr her, dass Nestlé und Krombacher eine sogenannte Lizenzpartnerschaft geschlossen haben: Krombacher hat die Eistee-Marke „Nestea“ übernommen und ist nun für ihren Vertrieb in Deutschland und Österreich zuständig. Dafür hatte Krombacher eigens eine neue Gesellschaft (N-Tea) gegründet, berichtete die Getränke-Zeitung bereits letzten November.


Über die neue Partnerschaft zwischen Nestlé und Krombacher hatten damals nur wenige Medien berichtet, sodass der Zusammenschluss eher unbemerkt blieb. Das hat sich nun jedoch geändert: Seit einigen Tagen verbreitet sich die Nachricht auf Facebook – Auslöser ist wohl ein Bildpost der Facebook-Seite „Politik und Zeitgeschichte“, der auf die Kooperation hinweist.
Mit Nestlé zusammenarbeiten und Regenwald retten?



er Bildpost wurde innerhalb von zwei Tagen mehr als 50.000 Mal geteilt (Stand 07.06.) – und hat Krombacher einen Shitstorm beschert. So schrieb beispielsweise ein User auf Facebook: „Da ihr jetzt mit Nestlé kooperiert, werde ich möglichst alle eure Produkte künftig meiden, und ich hoffe bzw. weiß auch, dass dies viele Leute tun werden.“

Viele Facebook-User weisen außerdem auf den Widerspruch zwischen Krombachers „Rettet den Regenwald“-Kampagne und der neuen Kooperation mit Nestlé hin. Bereits seit über 15 Jahren engagiert sich Krombacher für Projekte zum Schutz des Regenwaldes in Zentralafrika.

„Wer mit Nestlé Geschäfte macht ich für mich gestorben! Dann noch diese Doppelmoral! Regenwaldretter spielen, aber Partner haben, die es hinnehmen, wenn Menschen dursten müssen!“, lautet ein weiterer Kommentar auf Facebook.
Das sagt Krombacher

Krombacher hat bereits auf den Shitstorm reagiert und eine Stellungnahme auf Facebook gepostet. Darin heißt es: „Die N-Tea GmbH, ein Unternehmen der Krombacher Gruppe, verkauft Nestea seit dem 1.1.2018 unter Lizenz in Deutschland und Österreich. Das Produkt wird von Refresco- einem anerkannten regionalen Abfüller bei Würzburg – mit Wasser aus der Region hergestellt. Besonders wichtig ist uns, dass 100 % des neuen Nestea Tees aus einem nachhaltigen Anbau stammen, der nach den Standards der Rainforest Alliance zertifiziert ist.“



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Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Meine Familie und ich boykottieren schon sehr lange jegliche Produkte von Nestle und dessen Partnerfirmen, von nun an werden wir also auch alle Produkte von Krombacher boykottieren!

Ernstjoachim Müller hat gesagt…

Schreiben kann Krombacher viel.
Andere auch.
Wer sich mit so etwas wie Nestlé zusammenschliesst der nichts besseres weiss,als in Ländern wo Wasser knapp ist,dieses durch Bauen von Brunnen zu fördern um es anschließend TEUER an das dort lebende arme Volk zu verkaufen,uberteuert obendrein...das sagt viel aus.
Nestlé Produkte sind für mich,für uns schon lange passé.
Produkte von Krombacher und Firmen die mit Krombacher agieren jetzt (wohl)auch.
Der Regenwald,die Regenwälder werden Tag für Tag weniger,von Aufforstung kann keine Rede sein.
Und beim zerstören unserer Welt,unserer Natur die Deutschen vorne mit weg.
Und so gut wie die Werbung Krombacher hinstellt schmeckt dieses Gesõff auch nicht.
Es gilt zwar das Reinheitsgebot aber auch hier gilt;schreiben kann man viel.
Geht auch ohne Krombacher, und ohne Nestlé.

-A. hat gesagt…

Seit mehreren Jahren höre oder lese ich nun auf YouTube oder beim surfen, teilweise in einem eigentlich ganz anderen Zusammenhang von der Firma Nestlé.

Dass Nestlé Wasser Quellen aufkauft, privatisiert und den Menschen dann teuer Ihr eigenes Wasser verkauft ist eigentlich schon genug um diesem Unternehmen krude und kartellartige Strategien nachzusagen.

Niemand muss nur noch Fairtrade Produkte kaufen, aber fragt euch, ob Ihr wirklich ein derart menschenverachtendes Unternehmen unterstützen wollt, oder ob es nicht vielleicht eine Alternative gibt, die euch genauso gut gefällt.

Dass Wasser war da, lange bevor Nestlé Ihr Logo auf die Flaschen druckte.
Und es wird noch da sein, lange nach dem der Name "Nestlé" längst vergessen ist.

Wie kann es sein, dass eine Firma dass Wasser dieser Welt "besitzt"?

Euer

-A.