Erkennen • Erwachen • Verändern

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Montag, 11. Juni 2018

Hast du jemals ”Ich liebe dich” gesagt oder gehört? Ein Zen-Meister erklärt, was es wirklich bedeutet

Einer der grössten Schritte in jeder Beziehung ist das Aussprechen des Satzes ”Ich liebe dich”. Das ist uns gegeben. Und es gibt immer Fragen und Zweifel die den Satz ”Ich liebe dich” umgeben. Meinst du es wirklich? 



Sagen sie es für dich oder für sich selbst?



Nun, das ist genau das, worauf sich der Zen-Buddhistische Meister Thich Nhat Han in seinem Buch How To Love (Wie man liebt) konzentriert.

Es gibt eine Passage in dem Buch, die wir unten ausgewählt haben, in der er erklärt, warum ”Ich liebe dich” vielleicht nicht das bedeutet, was wir denken.

So, was bedeutet ”Ich liebe dich” wirklich.

Thich Nhat Hanh’s Lehren über die Liebe drehen sich um die Idee, dass das”Verständnis der andere Name der Liebe ist”. Er sagt, dass jemanden wirklich zu lieben bedeutet, sein Leiden vollständig zu verstehen.

Er sagt, dass die Leute, wenn sie sagen “Ich liebe dich”, in der Idee des “Selbst” sind und sich im Wesentlichen auf das Ich konzentrieren. Aber er sagt, dass die wahre Liebe das Loslassen des Ego erfordert und dass wir verstehen, dass wir zusammen hier sind:

“Wenn wir” Ich liebe dich “sagen, konzentrieren wir uns oft auf die Vorstellung von dem Ich, das die Liebe macht und weniger auf die Qualität der Liebe, die erweitert wird. Das liegt daran, dass wir von der Idee des Selbst gefangen sind.

Wir denken, wir haben ein Selbst.

Aber es gibt nicht so etwas wie ein einzelnes getrenntes Selbst. Eine Blume besteht aus Komponenten, die keine Blumen sind, wie Wasser, Chlorophyll und Sonnenlicht. Wenn wir alle Elemente entfernen, die nicht blühen, wäre keine Blume mehr übrig.

Eine Blume kann nicht allein existieren. Wie alles andere kann eine Blume nur mit uns allen interagieren. Menschen sind auch so. Wir können nicht alleine existieren, wir können nur miteinander interagieren.

Ich bin nur aus Nicht-Ich-Elementen wie der Sonne, der Erde, Eltern und Vorfahren gemacht. In jeder Beziehung kann man sehen, dass sein Leiden das eigene Leiden ist und dass es sich um sein eigenes Glück handelt. Wenn du beginnst, die Dinge auf diese Weise zu sehen, fängst du an, anders zu sprechen und zu handeln. Das allein kann so viel Leid lindern.”



Wahre Liebe ist, wenn ZWEI zu EINEM werden.

Die wahre Liebe beinhaltet die Erkenntnis, dass ihr EINS geworden seid, so Thich Nhat Hanh, der sagt, dass es kein “Ich” gibt, wenn es um die Liebe geht:

Die Grenze zwischen dir und der anderen Person existiert nicht mehr, wenn du in einer tiefen Beziehung bist, du bist sie und sie ist du. Dein Leiden ist ihr Leiden. Dein Verständnis deines eigenen Leidens hilft deinem geliebten Menschen, weniger zu leiden, so dass Leiden und Glück nicht mehr individuell sind. Was mit dir passiert, passiert mit deiner geliebten Person und was mit deinem Geliebten passiert, passiert mit dir.

In der wahren Liebe gibt es keine Trennung oder Unterscheidung mehr. Dein Leiden ist ihr Leiden. Ihr Glück ist dein Glück. Du darfst nicht länger sagen: “Das ist dein Problem.”

Quelle:  http://mutter-natur.net/

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Sehr gut !
Und ich dachte schon seit ca 20 jahren ,ich bin verrückt und müßte in die Klapps-mühle!

Aber vielleicht ist genau das auch der Schlüssel, " Ver-rückt sein".
In diesem sinne viel glück damit noch !

ein anonymer

Anonym hat gesagt…

Dieses "Ich liebe Dich" kommt doch eh aus dem "Jezebel-Spirit". Meistens sind daran nämlich die verschiedensten Bedingungen geknüpft. Es heißt doch, dass die Seele am meisten ihre Freiheit liebt und dennoch wird "geliebt" und am Ende begrenzt man sich selber und den anderen. Eine Tür öffnet sich und 8 Mrd. Türen gehen zu. Wenn man dann durch die "falsche" Tür gegangen ist, schließt diese sich nämlich auch hinter einem und man kommt noch nicht mal mehr raus.
Die wahre Liebe sagt auch nicht "Ich liebe Dich" sondern "Ich verstehe dich, nimm meine Hand". Aber es stimmt, auf einer tieferen Ebene ist der Schmerz des anderen auch der eigene. Und doch kann man eigentlich jeden lieben. Worauf will das Spiel mit der Liebe dann eigentlich hinaus? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur eins, die Liebe auf Seelenebene ist anders, irgendwie unschuldig gerade zu kindlich, aber auch härter, sehr viel härter...
Das will hier bestimmt keiner hören, aber ich fürchte auch die ganzen sexuellen Bedürfnisse kommen aus dem "Jezebel-Spirit" und führen wenn überhaupt nur kurz zu einer (Ersatz)Befriedigung. Vielleicht Ablenkung von der wahren Sehnsucht, nur funktioniert das ab einem bestimmten Stadium auch nur noch vorübergehend und bei zu viel "Vergnügen" meldet sich was anderes zurück und du siehst die Illusionen, die einer "klassischen" Beziehung innewohnen und bist wieder knallhart mit dieser tiefen, inneren Sehnsucht konfrontiert. Nur, worauf will diese Sehnsucht hinaus? Du fühlst aus ganzem Herzen diese tiefe Zuneigung und weißt, dass ein Versuch den anderen an sich zu binden eigentlich das genaue Gegenteil bewirkt. Ich finde es schwierig. Zu den eigenen inneren Begrenzungen kommen ja noch die alltäglichen Verpflichtungen dazu. Und ganz ehrlich, wer will schon was von Gott wissen, wenn er gerade Hunger hat? Was bleibt am Ende, lieben, leiden und Loslassen. Was im Text steht ist ja gut und richtig, aber bei weitem kein Selbstläufer, weil du dann nämlich auch genau erkennst, wie abhängig du eigentlich von den äußeren Umstanden und Situationen bist und dass diese für den Moment sehr intensive Seelenliebe meistens gar keine Zukunft hat, sondern nur für einen bestimmten Moment da ist und dass man dann wieder von einer höheren Instanz "auseinandergebracht" wird. Das ist nicht immer eitel Sonnenschein, das Gegenteil ist der Fall. Außerdem ist jede Sicherheit eh trügerisch, weil es gibt in letzter Instanz noch den Tod. Ich denke da an "meine" Dolores von den Cranberries. Sie ist meine mentale Begleiterin, weil ich die Spiele da draußen eh schon zum Kotzen satt habe. Es gibt ja auch noch die Wahrnehmungsfalle. Nur ist sie nicht mehr unter uns und es zeigt sich hier doch ganz deutlich, dass es in der Liebe niemals wirklich Sicherheit gibt. Ihr versteht hoffentlich worauf ich hinaus will. Am Ende bleibt immer "nur" die eigene Existenz und eine Leere, die man dann als DIE Freiheit erkennt (wenigstens das). Daher überlegt gut, welche Spiele ihr spielt, weil manchmal kommt es mir so vor, als würde sich irgendein geistiger Parasit von den Tränen liebeskranker Leute "ernähren". Wer kennt das nicht, Sommerferien, Urlaub im Süden und eine "Ferienbliebe" - intensiv, aber doch kurz und meistens ohne Zukunft, dafür letzten Endes um so schmerzhafter. Aber jeder Schmerz bringt am Ende auch immer ein Stück Heilung mit sich.
In diesem Sinne, passt gut auf euch auf. Vor allem verschenkt euch nicht und wenn lieben, dann nicht aus Bedürftigkeit heraus, sondern aus der inneren kindlichen Freude heraus. Ich glaube, dass ist dann auch der Ausweg aus der (Kopf)Matrix, weil die Liebe (oder besser Freude) wie ein Booster funktioniert und der Bezug zu Raum und Zeit dadurch immer so ein wenig flöten geht. Ihr dürft halt dabei nur niemals nicht euer Herz verlieren, sonst bleibt man immer nur der liebeskranke Narr.

Anonym hat gesagt…

Es gibt sehr wohl ein Selbst. Und in absoluter Liebe wird man zwar zu Einem, aber anders. In absoluter Liebe ist man wie 1 und 1 ist 3. Jeder behält vollständig sein eigenes Selbst PLUS die absolute Verschmelzung miteinander zu Einem und das ist gänzlich bedingungs- und grenzenlos, ist DAS ALLES, umfasst ALLES. Diese unbegrenzte Weite und endlose Fülle ist für Menschen völlig unvorstellbar, aber alle haben unbewusst den "Drang" in sich da (wieder) hinzukommen, ähnlich wie ein Lachs der zur Quelle strebt. Dieses wahrhaft ABSOLUTE der Liebe IST DIE QUELLE.

Anonym hat gesagt…

Und lässt sich dass denn auch im echten Leben verwirklichen? Gibt es so etwas wie DIE eine Zwillingsseele oder geht das mit jedem Partner? In mir ist da immer der Drang eben diese EINE zu finden, nur fängt man dabei irgendwie an, in jedem seine Zwillingsseele zu sehen. Das scheint wohl ein ziemlich verworrenes Spiel zu sein. Wie wäre es denn mit Vereinigung und gleichzeitiger Auflösung? Ist so meine romantische Vorstellung: Pure Harmonie, keine Reibung, ergo Auflösung der Polaritäten in wahrer Liebe bzw. purer Freude. Vielleicht verbunden mit einem Aufstieg in die sogenannte 5. Dimension. Ist das alles nun Vorhersehung, "reality creation" oder sind das alles nur Luftschlösser? Kennt sich jemand mit Seelenplänen aus? Ich lese oft so Sachen wie "in meinem Seelenplan steht...". Es ist ja auch so, dass die Quelle von allem eh immer wir selber sind, sprich die wahrhafte Liebe aber auch alle Schattenaspekte kommen aus uns selber und nicht von der Außenwelt. Deshalb muss man ja in Vorleistung treten und das ausstrahlen, was man eigentlich im Außen sucht. Und doch bleibt da eine Art von Sehnsucht. Aber warum?