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Dienstag, 24. Oktober 2017

Studie: Zucker fördert Tumorwachstum bei Krebs

Zucker und Krebs – ein Teufelskreis
Neun lange Jahre untersuchten Forscher des Flämischen Instituts für Biotechnologie, der Katholischen Universität in Leuven und der Freien Universität Brüssel den sogenannten Warburg-Effekt und seine Auswirkungen auf das Wachstum von Tumoren.



Nun liefern die neuen Ergebnisse Hinweise auf eine positive Zusammenwirkung von industriellen Zucker und Krebs.

„Unsere Studie zeigt, dass der starke Zuckerkonsum der Krebszellen zu einem Teufelskreis führt, der die Entwicklung und das Wachstum von Krebs ständig stimuliert.“ Johan Thevelein, Studienleiter


Die Wissenschaftler untersuchten sowohl Krebszellen als auch Hefezellen. Denn auch Hefe nutzt Zucker zur Gärung und enthält das Hefe-Ras-Protein, das dem menschlichen Ras-Protein in Krebszellen ähnlich ist.

Diese Erkenntnis ist den Experten zufolge ein entscheidender Durchbruch in der Krebsforschung.

Unklar bleibt weiterhin, ob der Warburg-Effekt, wie ihn die Forscher nennen, ein Symptom für Krebs oder möglicherweise eine Ursache ist.

Neue Ernährungspläne für Krebspatienten?

Klar ist jedoch, dass die neuesten Erkenntnisse in Zukunft weitreichende Auswirkungen auf die Ernährungspläne von Krebspatienten haben können.

Experten empfehlen Patienten bereits seit Jahren eine ketogene Ernährung. Diese Diät soll die Krebszellen aushungern.
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Die physiologische Erklärung dafür: Der Körper schöpft seine Energie vor allem aus Zucker und Kohlenhydraten, die er in Glukose umwandelt, ebenfalls eine Zuckerform. Fett greift er erst später an.Die ketogene Diät streicht jedoch Zucker und weitgehend auch Kohlenhydrate vom Speiseplan.

Bekommt der Körper keine Kohlenhydrate (No Carb) und Zucker, schaltet der Stoffwechsel um auf die sogenannte Ketose. Die Leber bildet dann aus Fett einen Glukoseersatz, die Ketone oder Ketonkörper. Daher auch der Name ketogene Diät. Fettreserven werden also angegriffen.

Das Prinzip, Kohlenhydrate zu reduzieren, ist bekannt von der Atkins-Diät und anderen Low-Carb-Diäten. Die ketogene Diät ist jedoch noch extremer, verbannt Kohlenhydrate weitgehend vom Speiseplan und setzt dafür überwiegend auf Fett.

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