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Mittwoch, 27. September 2017

Zeitphänomene in ganz Deutschland

Geheimnisumwitterte Plätze gibt es nicht nur fern der Heimat, sondern praktisch direkt vor unserer Haustür, doch wer kennt sie noch? Orte, an denen die Zeit nicht nur im übertragenen Sinne stehen geblieben zu sein scheint, sondern die dazu in der Lage sein sollen, Menschen buchstäblich in eine andere Zeit zu versetzen. 


Obwohl der deutsche Sagenschatz überaus reich ist, kommen Zeitphänomene darin relativ selten vor. Dennoch beschränken Sie sich nicht nur auf einen einzigen Ort oder ein bestimmtes Gebiet (wie man etwa aufgrund der zahlreichen Berichte vom Untersberg und des ihn umgebenden Berchtesgadener Landes annehmen könnte), denn tatsächlich sind sie über ganz Deutschland verteilt zu finden.


Handelt es sich dabei nur um unrealistische Geschichten – seien es alte Überlieferungen oder Zeugenberichte aus unserer Zeit –, deren Wahrheitsgehalt für Außenstehende kaum glaubhaft nachprüfbar ist, oder gibt es etwa doch ein „reales Phänomen“, für das es vielleicht eine ganz simple Erklärung gibt?

Die Antwort darauf lautet „ja“ und „nein“. „Ja“ deshalb, weil viele dieser Orte etwa bestimmte geologische Voraussetzungen miteinander gemein haben, die darauf hindeuten, dass diese mit ungewöhnlichen Phänomenen in Zusammenhang stehen könnten.

Und „nein“ deshalb, weil viele Berichte all dem zum Spotten scheinen, was wir über die sogenannte Realität oder Wirklichkeit zu wissen glauben. Doch wie wirklich ist unsereWirklichkeit überhaupt?

Müssen also solche Berichte aus wissenschaftlicher Sicht in den Bereich der Phantasie oder Sinnestäuschung verbannt werden, oder ist es nicht eher unser Weltbild, das auf den Prüfstand gehört und einem gründlichen „Update“ unterzogen werden müsste?

Darüber soll sich jeder seine eigene Meinung bilden und vielleicht auch einmal einen der hier genannten Orte persönlich aufsuchen, denn vielleicht gehören auch Sie zu denjenigen, die das „Unmögliche“ am eigenen Leib erfahren? Aber das selbstverständlich ohne Gewähr – weder dafür, dass sich die Zeitphänomene tatsächlich einstellen, noch dafür, dass Sie je wieder die Welt auf die gleiche Weise wahrnehmen wie zuvor.

Sagen und Berichte über Zeitanomalien

Einer dieser sagenumwobenen Orte ist der Singener Berg/Singer Berg, der auch als uralter Rätsel- und Zauberberg bezeichnet wird und sich in der Nähe der thüringischen Ortschaft Singen befindet. Alten Sagen zufolge sollen sich dort nämlich sonderbare Begebenheiten zugetragen haben, zu denen auch Zeitphänomene gehören.

Genauer gesagt heißt es in einer der Sagen, dass sich an einer moosbedeckten Stelle an einer Felswand bei den zerklüfteten Felsen an der Westseite des Berges zu bestimmten Zeiten eine eiserne Pforte öffnen soll. Hinter dieser Pforte soll es tief in den Berg hinunter gehen. Wenn man diesem Weg in die unterirdischen Räume folgt, soll es laut einer der Sagen zu einem Zeitsprung von 100 Jahren in die Zukunft kommen.

Auch ist von einer spukhaften Erscheinung in Form einer „Weißen Frau“ die Rede, die allgemein als Verkörperung der germanischen Göttin Freya gesehen wird, die sich dort an besonders einsamen Stellen des Berges zeigen soll (und deren Name später noch einmal in Zusammenhang mit einem anderen Ort wieder auftaucht). In vielen Sagen ist von ähnlichen Erscheinungen die Rede.

Auch mit der Abtei Heisterbach im nordrhein-westfälischen Siebengebirge verbindet sich eine Sage, in deren Mittelpunkt ein Zeitphänomen steht:

Einst soll hier in der welt- und waldverlorenen Einsamkeit ein Mönch gelebt haben, der im ganzen Land für seine große Gelehrsamkeit bekannt gewesen und doch ständig zweifelnd und weiter forschend auf der Suche nach Gott und anderen Dingen gewesen sei. Eines Tages habe er sich im nahegelegenen Wald zur Ruhe gesetzt, wo er in einen tiefen Schlaf verfallen sei. Als er wieder aufwachte, habe er trotz seines tiefen Schlafes eine nie gekannte Müdigkeit verspürt und sei nur ihm völlig unbekannten Mönchen begegnet.

Als er seinen angestammten Platz besetzt vorfand und darauf beharrte, dass er doch dorthin gehöre und sich noch vor wenigen Stunden dort befunden habe, man ihn aber nicht verstand, sagte er, dass er Ivo heiße und im gleichen Jahr in das Kloster in Heisterbach eingetreten sei, als Engelbert von Berg zum Erzbischof von Köln wurde. Daraufhin sagte der Abt zu ihm, dass das 300 Jahre her sei, aber ein Mönch erinnerte sich daran, dass in den Annalen des Klosters von einem Mönch namens Ivo die Rede war, der eines Tages im Wald verschwunden und nie wieder zurückgekehrt sei.

Auch heutzutage gibt es Berichte von Zeitanomalien, wie etwa an der Sigismundskapellebeim baden-württembergischen Grünsfeldhausen. Bei der Kapelle handelt es sich um einen sogenannten Oktogonbau aus der Zeit der Tempelritter um 1150, der nach dem Vorbild der Grabkapelle in Jerusalem errichtet worden sein könnte und vermutlich auf einem alten Quellheiligtum steht.



Die Kapelle ist von vielen Geheimnissen umgeben. So ist etwa nicht bekannt, was die Ornamente am Eingangsportal bedeuten, wo auch Abwehr- und Zauberzeichen gegen alles Heidnische zu finden sind. Auch ist unklar, ob die Ornamente beim Wiederaufbau nach der teilweisen Zerstörung der Kapelle im 30-jährigen Krieg durcheinandergeraten sind. Außerdem soll es dort einen Geheimgang geben, von dem es heißt, dass er zu einem bis heute noch nicht geöffneten Gewölbe führt, zu dem eine bei Renovierungsarbeiten im Jahre 1810 entdeckte Sandsteinplatte führen soll.

Einem Bericht zufolge haben dort vor wenigen Jahren einige Besucher einen mehrstündigen Zeitverlust erlebt, indem diese sich dort ca. 20 bis 30 Minuten aufgehalten hatten, während die Uhren jedoch plötzlich anzeigten, dass in Wirklichkeit bereits drei Stunden vergangen waren.

Mit dem 30-jährigen Krieg hängt wiederum eine weitere Sage zusammen, laut der die Einwohner eines ganzen Dorfes in Raum und Zeit verschwunden sein sollen. Dieses Dorf soll sich auf dem Burgberg der Burg Koppenstein im rheinland-pfälzischen Hunsrück befunden haben, als die Burg für lange Zeit belagert wurde.

Und weil dadurch das Wasser knapp wurde, grub man einen der drei sich dort befindlichen Brunnen immer tiefer, bis plötzlich die Brunnenwand an einer Stelle einfiel, hinter der sich ein riesiger Hohlraum befunden habe, in dem man wohnen konnte und sogar genügend Nahrung vorhanden war, so dass sich die Burgbewohner dorthin zurückzogen und den Eingang verschlossen, um nicht entdeckt zu werden. Der Legende nach kommen alle 100 Jahre zwei Kundschafter an die Oberfläche, um nachzusehen, was sich dort tut.

Bergentrückungen und „Götterschlafplätze“

Diese Geschichte hat eine gewisse Ähnlichkeit mit einer weiteren Sage, bei der ebenfalls ein großer unterirdischer Hohlraum eine Rolle spielt, und die den Petersberg bei der alten Kaiserstadt Goslar in Niedersachsen betrifft bzw. den unterhalb des Berges am Rande des Harzes gelegenen Klusfelsen, in den eine Marienkapelle (die sogenannte Kluskapelle) eingehauen worden ist. In der Nähe davon befindet sich auch die Ruine der Stiftskirche St. Petri, unter der in einer Tiefe von 30 bis 40 Metern ein großer Hohlraum liegen soll, von dem ebenfalls eine alte Sage handelt:

So heißt es, dass am Berg ein kleines Mädchen eine blaue Blume pflückte, und indem es dies tat, habe es sich plötzlich innerhalb des Berges befunden und einen großen Saal betreten, wo Männer schweigend an einer Tafel saßen. Einer von ihnen gab im einen goldenen Pokal, den das Mädchen mit nach Hause genommen und ihn dort bis an sein Lebensende aufbewahrt habe.

Diese Sage weist gewisse Parallelen zu ähnlichen Geschichten aus alter Zeit auf, die von Personen handeln, die für lange Zeit in einem Berg verweilen, so etwa die Barbarossa-Sage, wonach sich der als Friedenskaiser geltende Fredrich I. (um 1122 bis 1190) in einem unterirdischen Gemach befindet und darauf wartet, bis das Ende der Welt gekommen ist, um auf die Erdoberfläche zurückzukehren und zum Wohle des deutschen Volkes zu herrschen.

Diese Sage wird vor allem mit dem Kyffhäuser in Thüringen in Zusammenhang gebracht, von dem es heißt, dass sich Barbarossa („Rotbart“) im inneren des Berges aufhalte und alle 100 Jahre aufwache. Wenn dann immer noch die Raben um den Kyffhäuser fliegen, sei seine Zeit noch nicht gekommen, so dass er wieder weiterschlafe. Außerdem soll das Ende der Welt erst kommen, wenn sein Bart dreimal um den Tisch herum gewachsen sei, an dem er sitzt, und das habe dieser bis heute erst zweimal getan.

Auch der Kyffhäuser ist von geologischen Anomalien geprägt und es befinden sich darauf die Überreste einer Burg, der alten Reichsburg Kyffhausen. Desweiteren gibt es dort ebenfalls einen sehr tiefen Brunnen (150 Meter). Der Legende nach soll sich eine unauffindbare Höhle im Inneren des Berges befinden, die auch als “Kyffhäuserhöhle” bezeichnet wird. Daneben gibt es noch die sogenannte “Barbarossahöhle”, die als Schauhöhle zugänglich ist, aber eigentlich soll der ganze Kyffhäuser von Höhlen durchzogen sein.



Weitere Orte, die mit Bergentrückungen und Zeitanomalien in Verbindung gebracht werden, sind neben dem Kyffhäuser auch der Untersberg im Berchtesgadener Land, die Externsteine in Nordrhein-Westfalen sowie ein Hügel bei Tönning in Schleswig-Holstein. Bei Letzterem sollen der Sage nach die Hauptgötter der germanischen Göttergeschlechter der Vanen und Asen bei ihren Heeren „schlafen”. Gemeinsam ist diesen “Götterschlafplätzen” allerdings auch in geologischer Hinsicht, dass sie alle genau am Rand der Vergletscherung der beiden letzten Eiszeiten liegen (was auch immer das bedeuten mag).

Als weitere Kandidaten für Bergentrückungen werden neben Barbarossa/Friedrich I. auch Karl der Große (im Desenberg bei Warburg, auch

im Odenberg und Donnersberg in der Pfalz), Heinrich der Finkler (im Südemer Berg bei Goslar), Otto der Große (im Kyffhäuser) und Karl V. (im Untersberg bei Salzburg) gehandelt. König Dan soll wiederum mit 200.000 Kriegern in einem Hügel bei Tönning und Holger Danske mit seinem kampfbereiten Heer in einem Hügel bei Mögeltondern schlafen, der sich allerdings in Dänemark befindet.

Sagen über wiederkehrende Zeitanomalien und Goldschätze

Eine weitere alte Sage berichtet davon, dass in einem goldenen Felsen im Nordmeer der griechische Gott Kronos schlafe, der mit dem Zeitgott Chronos bzw. Saturn gleichgesetzt wird, wovon u.a. noch heute gebräuchliche Wörter wie “Chronologie” abgeleitet werden. Das Schlafen des Kronos kann somit als Metapher für das Stillstehen der Zeit aufgefasst werden, das mit all den in diesem Zusammenhang genannten Orten in Verbindung gebracht wird.

Die “chronologische Abfolge” der Zeit wird auch mit einem stetigen Wandel verschiedener Weltzeitalter gleichgesetzt bzw. einer Sehnsucht nach der Wiederkehr eines einstmals “Goldenen Zeitalters”, was sich anhand der zuvor genannten und anderer Sagen wiederspiegelt.

Dem Goldenen Zeitalter entgegen steht das Eiserne Zeitalter, das Zeitalter des größten ethisch-moralischen Verfalls, in dem wir uns nach dieser Auffassung heute befinden. Das Durchschreiten der “Eisernen Pforte”, von dem viele Sagen im Zusammenhang mit Zeitphänomenen handeln, kann daher im übertragen Sinne als Verlassen unserer Zeit gesehen werden, zumal es heißt, dass nur derjenige den Zugang dazu finden könne, der reinen Herzens sei bzw. ein “goldenes Herz” habe. Wer hingegen in diesem Leben nach materiellem Reichtum strebt, der ist manchen Märchen zufolge gezwungen, seine Warmherzigkeit gegen ein kaltes Herz aus Stein einzutauschen.

Es ist daher vielleicht kein Wunder, dass sich gerade um den Untersberg, den der Dalai Lama als „Herz-Chakra Europas“ bezeichnet hat, besonders viele solcher Sagen ranken. Er befindet sich genau auf der Grenze zwischen Deutschland und Österreich, wobei die Grenze wiederum genau durch jenen Teil des Berges verläuft, der am häufigsten mit Zeitanomalien in Zusammenhang gebracht wird, nämlich die sogenannte “Mittagsscharte” bzw. die darin befindliche Höhle namens “Steinerner Kaser”. Auch hier sollen besonders ausgeprägte geologische Verwerfungen mit im Spiel sein.

Video:



An dieser Stelle soll sich jedes Jahr zu Mariä Himmelfahrt am 15. August der Legende nach ein solches Zeitportal öffnen, wenn gegen 14 Uhr ein Lichtphänomen in Form eines sogenannten „Tagschlotes“ zu beobachten ist. Und just an einem solchen 15. August im Jahre 1987 waren am Untersberg drei deutsche Bergsteiger spurlos verschwunden, die genau dieses sonderbare Zeitphänomen erforschen wollten.

Ihr Verschwinden löste die größte Suchaktion aus, die es jemals am Untersberg gegeben hat, indem damals 152 Mann und drei Hubschrauber über eine Woche lang beteiligt waren, ohne von ihnen irgendeine Spur zu finden. Seltsamerweise meldeten sich diese Leute drei Monate später von einem Frachtschiff im Roten Meer aus, wie der Autor Wolfgang Stadler alias Stan Wolf berichtet, der ihnen einige Jahre zuvor bereits persönlich am Untersberg begegnet war.

Seltsamerweise wird sowohl in alten Sagen als auch in unserer Zeit immer wieder davon berichtet, dass sich die Verschwundenen nach eigener Wahrnehmung dort nur kurz aufgehalten haben, und dass sie oft Kobolden oder Zwergen begegnet seien, die plötzlich aufgetaucht und wieder spurlos verschwunden gewesen waren. Dabei treten insbesondere die Zwerge als Schatzhüter im inneren des Berges in Erscheinung – ein Motiv, das sich in allerlei Sagen, Legenden, Märchen und Mythen wiederfindet.



Eine weitere Sage dieser Art umgibt auch die im hessischen Taunus gelegene Höhle im Altkönig, die an dieser Stelle im Original-Wortlaut wiedergegeben werden soll:

Es ging eine Frau den Altkönig hinan, die hatte Gras geschnitten, trug’s in einem Korb auf dem Kopf, und führte ihr Töchterlein an der Hand. Als sie fast oben war, sah sie im Berg eine bis dahin nie gesehene Thür, welche in eine Höhle führte, worin sieben greise Männer mit langen Bärten an einem Tisch saszen; übrigens war die Höhle ganz voll Gold und Silber. Die Frau trat kühn ein, leerte ohne Weiteres ihren Korb und füllte ihn mit den Schätzen. Als sie wieder heraustreten wollte, sprach einer der Männer: „Frau vergeszt das Beste nicht!“ Sie hörte aber nicht darauf und ging; als sie kaum vor der Thür war, da schlosz sich der Berg wieder unter gewaltigem Krachen und schlosz das Kind mit ein, welches mit dem rothen Gold spielend, nicht

gesehn hatte, dasz die Mutter fortging. Da war die Sorge und Angst der Mutter grosz. Sie lief jammernd zu einem Geistlichen und erzählte demselben die ganze Sache. Der aber sprach zu ihr, dasz sie ihr Kind nicht vor sieben Jahren wiederbekomme; dann solle sie um dieselbe Stunde auf den Berg gehn. Sie habe aber Unrecht daran

gethan, den Korb ganz auszuleeren, denn unter dem Gras habe sich auch das Kraut gefunden, welches ihr die Bergeshöhle erschlossen habe. Nach sieben Jahren ging die Frau auf den Berg und siehe, da sasz ihr Kind oben und schlief und war noch eben so jung und blühend und frisch, als sie es verlassen hatte. Von der Thür und der Höhle aber war keine Spur mehr zu finden. (Hessische Sagen, J. W. Wolf, Leipzig 1853, Nr. 2, S. 2)

Auch die Burgruine Nohfels im rheinland-pfälzischen Bad Sobernheim ist von einer ähnlichen Sage über einen Bauern umgeben, der bei seiner Herde am Nohfels träumend plötzlich eine kleine Pforte sah, die ihm nie zuvor aufgefallen war. Als er neugierig geworden darauf zuging, sah er ein Männchen, das ihn unter der Bemerkung freundlich hereinbat, dass ja gerade Johannistag (24. Juni) sei. Daraufhin betraten sie unterirdische Gewölbe mit alten Weinfässern, aus denen der Gast zu trinken bekam, bis sein Bewusstsein getrübt wurde. Danach sei er beim Schlossfelsen wieder aufgewacht und habe immer den goldenen Kelch bei sich gehabt, aus dem er einen 200 Jahre alten Wein getrunken hatte, als Beweis dafür, dass sein Erlebnis kein Traum gewesen war. Diesen Kelch verkaufte er dann der Sage nach zu einem guten Preis an den Abt des Klosters Disibodenberg.

Tatsächlich gibt es unter und am Nohfels mindestens einen Stollen und noch weitere versteckte Stellen, von denen einige zugemauert sind, und bei denen nicht bekannt ist, was sich dahinter befindet. Außerdem fallen die Parallelen zur Gralslegende auf, indem der Heilige Gral einerseits als goldener Kelch oder Pokal aufgefasst wird, dessen eigentlicher Wert jedoch darin bestehe, dass von ihm eine heilsbringende, lebensspendende Kraft ausgehe. Mit der Suche nach dem Heiligen Gral werden insbesondere auch die Tempelritter und die Nationalsozialisten in Zusammenhang gebracht, wobei Letztere sich offenbar auch mit Zeitexperimenten beschäftigten.

Geheime Zeitexperimente und unterirdische Anlagen

So beschreibt der umstrittene österreichische Autor Norbert Jürgen Ratthofer in seinem Buch „Zeitmaschinen“ Zeitanomalien im deutschsprachigen Raum, die auch bei den Externsteinen auftreten sollen, dem angeblich größten germanischen Nationalheiligtum und bedeutendsten Kult- und Kraftplatz aus heidnischer Zeit, wo sich ihm zufolge eine Art vorzeitliche „Zeitmaschine“ oder ein Zeitportal befinden soll.

Unweit der Externsteine liegen die Wewelsburg und Gut Böddeken, die ebenfalls mit der Geschichte des Nationalsozialismus in Verbindung stehen. Aus dem Buch „Mythos Schwarze Sonne“ ist z.B. zu erfahren, dass im Dritten Reich auf Gut Böddeken neben Projekten wie dem Bau an der Atombombe, der Konstruktion von Fusionsanlagen, von Interkontinentalraketen und genetischen Experimenten mit Menschen auch „Zeitforschungen“ stattgefunden haben sollen, die laut des Autors auch zu Ergebnissen geführt haben. Demzufolge soll sich unterhalb der Wewelsburg bis hin zu Gut Böddeken auch eine mehrstöckige unterirdische Anlage erstrecken.

Ein Indiz für den Erfolg der Zeitexperimente soll die „Erscheinung“ von SS-Brigadeführer Karl-Maria Willigut in den 1950er Jahren bei Paderborn sein. Der auch als „Rasputin Hitlers“ bezeichnete Willigut war nämlich schon kurz nach Kriegsende im Jahre 1946 gestorben. Die Wewelsburg war das Zentrum der SS, und im sich dort befindlichen Saal mit einem Ornament in Form der sogenannten „Schwarzen Sonne“ bzw. der darunterliegenden Krypta sollen ebenfalls übernatürliche Experimente bzw. okkulte Riten stattgefunden haben, über die es heißt, dass sie zu Zeitphänomenen geführt haben, die auch heute noch vorkommen sollen.



Die dunkelgrüne „Schwarze Sonne“ besteht aus zwölf kreisförmig angeordneten Sig-Runen, die invertiert die Farbe Magenta ergeben – die Farbe des Amethysten, eines Kristalls, der sich einst als einer der magischen Steine im Kopf der Figura Baphomet befunden haben soll. Der andere Stein war ein Bergkristall. Zusammen mit einer Strähne Frauenhaar sollen diese beiden Steine nach der Isais-Legende in der Lage gewesen sein, die Baphomet-Figur auf magische Weise zum Leben zu erwecken und den Übergang in ein neues „goldenes“ Zeitalter zu ermöglichen.

Dieser magische Amethyst soll sich heute noch in einer Höhle des Untersbergs befinden, und es ist vielleicht auch kein Zufall, dass sich Adolf Hitlers Domizil am Obersalzberg direkt gegenüber dem Untersberg befunden hat.

Eine weitere Verbindung zwischen Wewelsburg und Untersberg ergibt sich durch die sie umgebenden Sagen, aber auch durch die ähnlichen geologischen Bedingungen. Übrigens sollen sich auch auf dem Fußboden des Bismarckturms in der Ruine der Rothenburg am Nordhang des Kyffhäuser Smybole mit einer bestimmten Bedeutung befunden haben, die zu DDR-Zeiten entfernt worden sind.

Video:


Ein weiterer Kandidat für Zeit- und Raumanomalien, der ebenfalls mit militärischen Interessen in Verbindung steht, ist der Gebirgszug des Hohen Meißner in Nordhessen. Der sich dort befindliche Teich steht der Sage nach mit der Märchengestalt der Frau Holle in Verbindung und soll unendlich tief sein. Außerdem befindet sich dort ein Felsenaltar, der oft von Esoterikern geschmückt wird.

Nach dem 2. Weltkrieg ließ General Gehlen am Hohen Meißner ein großes Tunnelsystem erbauen, während die CIA auf der anderen Seite des Berges das Gleiche tat. Nach dem Mauerfall seien über Nacht alle Anlagen geschlossen und auch die oberirdischen Anlagen abgerissen worden, aber es soll heute noch ein Eingang in das unterirdische Tunnelsystem existieren.



Der Hohe Meißner besitzt darüber hinaus aber auch durch den Bergbau viele Stollen und es sollen sich dort durch seine vulkanische Entstehung auch natürlich entstandene Höhlen befinden. Auch unter der Tempelanlage scheint sich ein Hohlraum zu befinden, da dort selbst im tiefsten Winter kein Schnee zu finden ist.

Bedeutsam könnte auch der Breitengrad sein, an dem sich der Hohe Meißner befindet: 51°,19’ und Widderpunkt 0 – ein Punkt, an dem sich laut Hohe Meißner-Forscher Wolfgang Dovidat bedeutende Ereignisse abspielen.

Insgesamt soll es vier heute bekannte militärische Anlagen am Hohen Meißer gegeben haben: 1. Das Objekt „Melone“ (Nachtjägerleitstation Nähe Kasseler Kuppe), 2. das US-amerikanische Abhörobjekt „Cola-Dose“ auf der Bergkuppe Kalbe, 3. den ELOKA-Turm Nähe Stinksteinwand zur elektronischen Kampfaufklärung durch die Bundeswehr und 4. das sogenannte „Camp Freya“, gegenüber dem Berggasthof „Hoher Meißner“ zwischen Sender und Skilift, das von der Bundeswehr und der US-Army abwechselnd genutzt wurde. Der Betrieb all dieser Anlagen wurde offiziell eingestellt.

Quelle: PravdaTV

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