Samstag, 5. August 2017

„Game of Thrones“, Eliten und Machtstrategien

Das Intrigen- und Mordspektakel Game of Thrones ist wohl eine der meist gesehenen Serien überhaupt. Falls Sie sie nicht kennen: stellen sie sich eine Art endlosen Hamburger G-20 Gipfel vor, nur mit Pferden, Schwertern, literweise Blut und vielen Leichen. Warum sich so viele Menschen für diese eigentlich ziemlich deprimierende Fantasy-Schlachtplatte interessieren?

Vielleicht liegt es „nur“ an der Raffinesse und Detailliertheit des Entertainments. Womöglich interessieren sich die Zuschauer aber auch für die ausführlich dargestellte Psychologie der Macht und die erstaunlichen Realitätsbezüge zu tatsächlichen politischen Unterdrückungsmechanismen. Die scheinen sich ja generell immer schlechter verbergen zu lassen.
Vertrauen, Loyalität, Bündnisse, Verträge, Lügen, Verrat, Scheininszenierungen, Propaganda, Erpressung, Einschüchterung, Embargo, Terror, Folter und Massenmord: die „Helden“ der Fantasyserie Game of Thrones bedienen sich meist reichlich und ungeniert aus dem Repertoire der Realpolitik.Das wirkt dann oft erstaunlich realistisch, manchmal selbst dann noch, wenn die eine Königin sich auch mal eines Drachens als politischem Druckmittel bedient.
Die grelle Fantasy dieser ans Mittelalter angelehnten Welt funktioniert bestens als Metapher für die geopolitische Wirklichkeit des Planeten Erde heute. Der durchschlagende Erfolg der Serie deutet nicht nur darauf hin, dass das Publikum immer stärkere Reize sucht, um Spannung und Erregung zu verspüren, sondern durchaus auch darauf, dass immer mehr Menschen das „Spiel“ hinter der politischen Bühne durchschauen wollen. Und es – zumindest mit Unterstützung durch heftig emotionalisiertes Entertainment – auch können.
Letztere Vermutung deckt sich jedenfalls mit der Ansicht des Elitenforschers Hermann Ploppa – der auch gleich die Begründung mitliefert:
Immer mehr Menschen wachen jetzt politisch auf, denn das vorherrschende Mainstream-Narrativ vom guten Westen, vom Marktradikalismus, der uns allen nützt, vom Wirtschaftswachstum, dem alles geopfert werden muss: Das alles zieht nicht mehr. Zu eng ist der Riemen um den Hals der unbescholtenen Bürger gezogen worden.“
 
Anschließend an dieses Zitat spielt Ploppa auf eine „Machtstrategie“ an, die in ihrer Perfidität auch gut aus Game of Thrones stammen könnte und die vielen Mitbürgern wohl immer noch so unglaublich scheint, dass man sie lieber der „Fantasy“ von Verschwörungstheoretikern zurechnet: das Vergiften durch Drogen einer potentiell aufsässigen Bevölkerung.
Die bekanntesten historischen Fälle dürften der Alkohol bei den Indianern und das Opium bei den Chinesen sein. Hier wie da waren die kolonialen Besatzer mit ersten „Probierpackungen“ und anschließender flächendeckender „Versorgung“ gern behilflich.
Während solche Skandale „früher“ jahrzehntelang geheim bleiben konnten, gelangen sie heutzutage oft in Echtzeit ans Tageslicht. Allerdings bedeutet das nicht, dass sie damit verhindert würden und „erledigt“ wären. Im Gegenteil, das Hinschauen ist nicht viel wert, wenn keine Taten folgen.
Und wenn der Verstand mit zu vielen Skandalinformationen bombardiert wird, schwächt sich der Tatendrang sogar eher ab, statt angeregt zu werden. Genau deshalb wird auch die (Des)Informationsflut zu einer immer wichtigeren Machtstrategie. Ploppa zeigt das anhand des Nachgangs des G20 Gipfels:
Da kommt als Erklärungsmuster, mehr oder minder dezent eingefädelt, für die marodierenden Brandstifter ein Komplott von Soros und Rothschild mit den „Linksradikalen“ auf unseren geistigen Bildschirm. Bedaure, das ist ein Recycling von Altlasten aus der Fälschungswerkstatt des zaristischen Geheimdienstes Ochrana. Um den Reformstau im zaristischen Zarenregime zu rechtfertigen, bastelten die Ochrana-Agenten ein perfides Werk, das als „Die Protokolle der Weisen von Zion“ um die Welt ging und Grundlage wurde für Henry Fords Artikelsammlung „Der Internationale Jude“. Und dieser Dialekt des Antisemitismus fand sodann Eingang in Adolf Hitlers Bestseller „Mein Kampf“. Demzufolge arbeiten jüdische Bankiers mit revolutionären Linksradikalen Hand in Hand, um die Weltherrschaft der Juden zu erringen. Also jetzt: die jüdischen Finanziers Rothschild und Soros Hand in Hand mit den Straßenrabauken von der Sternschanze?“
Ploppa zeigt, dass es nicht ganz so einfach ist und gibt einen kurzen Überblick über verschiedene Elitenclans und ihren Einfluss in den letzten Jahrhunderten. Verschiedene Polit- und Bankendynastien von den Karolingern und den Staufern bis zu den Rothschilds, Rockefellers oder Bushs haben durch Mittelsmänner und „subtile Geldflüsse“ zwar bedenkliche Ausmaße an Einfluss erreicht, doch die ihnen von „Truthern“ zugeschriebene gottgleiche Allmacht dürften sie kaum haben.
Sie „können nicht regieren wie absolutistische Könige. In der modernen Mediengesellschaft müssen sie ihre Akzeptanz sowie die stillschweigende Duldung durch immer neue Koalitionen und durch Manipulationen der öffentlichen Meinung erkämpfen. Durch materielle Tribute. Oder durch nackte Einschüchterung und Psychoterror. Die entsprechenden Strategien werden in den einschlägigen Gravitationszentren wie Council on Foreign RelationsBilderberger oder Trilaterale Kommissionimmer neu austariert.“
Das heißt natürlich nicht, dass sie nicht gern gottgleich wären und nicht ständig an Festigung und Ausbau ihrer Machtbereiche arbeiten würden. Das tun sie sogar teilweise auf ähnliche Art wie die Protagonisten in Game of Thrones: durch „Überzeugungsarbeit“, Bestechung und andere „weiche“ Maßnahmen.
Doch anders als die Serienhelden ziehen sie dann nicht einfach selber los, um den Nachbarstaat zu überfallen und so an neue Märkte und Rohstoffquellen zu kommen. Sie müssen sich schon noch auf indirekte Wege beschränken, hauptsächlich die Unterstützung derjenigen Politiker und Militärs, die mit ihren Zielen übereinstimmen. Eine solche Übereinstimmung ist natürlich dann am einfachsten, wenn die Überzeugungen möglichst vieler „Helfer“ in Richtung der eigenen Ziele gehen.
Dafür sind dann die langfristigen „weichen Maßnahmen“ wie die Implementierung der „richtigen“ wirtschaftlichen und sozialen Dogmen und Paradigmen zuständig. Diese können im Idealfall vom Bildungssystem bis zur Werbung untergebracht werden. Damit waren die Eliten nach Ansicht Ploppas zuletzt ziemlich erfolgreich.
Vielleicht ist die mediale Schlammschlacht um G20 ebenfalls eine erfolgreiche Anwendung einer zentralen Machtstrategie – und zwar derjenigen, die unter „Teile und herrsche“ bekannt ist. Diverse Fraktionen fielen und fallen hier regelrecht übereinander her – nicht nur im Internet und nicht nur verbal. Vielleicht reicht es hier für den Durchblick dann doch nicht, nur Game of Thrones zu gucken.
  
Denn die subtileren und neueren unter den Machtspielen durchschaut man nur, wenn man sich mit den hier und jetzt in der realen Welt implantierten Dogmen und Paradigmen befasst. Das ist laut Ploppa „viel spannender als Jesuiten oder Aliens“. Und damit vielleicht ja fast so spannend wie Game of Thrones. Allerdings bedarf es hier:
kollektiver Kraftanstrengung und den Aufwand von viel Gehirnschmalz. Die Multiplikatoren primitiver feudalabsolutistischer Erklärungsmodelle für unsere komplexe Welt müssen dagegen gefragt werden, ob sie aus Denkfaulheit oder aus zynischem Machtkalkül die Gehirne der Menschen draußen im Lande mit den abgetragenen Kleidern aus der zaristischen Mottenkammer der Ochrana verstopfen und das Sprungbrett liefern wollen für die erneute Jagd auf Minderheiten.

Quelle PravdaTV

Anmerkung ZZA: Und wie oben beschrieben um vom Hinschauen ins Machen zu kommen, ist noch immer eine der besten Strategien, eines Ihrer machtvollsten Propaganda und Indoktrinations Werkzeuge die Lügen-Presse immer wieder aufs neue aufzudecken. Dazu bedarf es aber nicht nur eines Blogges wie hier und viele anderer die auch nur eine beschränkte Rechweite haben, sondern der vielen User, die zwar wissen was wirklich abgeht, aber ihr Wissen wenig oder zum Teil gar nicht weitergeben. Bitte helft alle zusammen in dem Ihr diese Machtspiele und die Lügen der Fake News Medien immer wieder aufdeckt.

Eine meiner erfolgreichsten Strategien ist in Lokalen, Bars, Cafes, Arbeitsplatz usw. ist nicht gleich alles was man so weiß herauszuplappern, sondern einfach zu Fragen "Du sag mal, glaubst du das alles was da im Fernsehen kommt oder in den Zeitungen steht ob das alles so stimmt" Automatisch bekommt du immer ein "Nein" Dann frag ihn was denn nicht stimmt? Dann fängt Er oder Sie an zu erzählen was sie nicht glauben. So holst du ihn genau dort ab wo er steht und dann kannst du aufklären wie die Zusammenhänge sind. Dennoch gilt noch immer, weniger ist mehr. Denn sonnst bist du bald in der VT Ecke wenn du alles sagst. Übt das ein paar mal, dann wird es sehr schnell zur Routine. 

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