Sonntag, 16. April 2017

Der Dank ist der Schlüssel zum Tor der Zufriedenheit.

Was ist Dankbarkeit?

Christian Friedrich Hebbel erzählt:
„Einem warf ich im Schiffbruch ein Brett zu. Vom Tode gerettet, sprach er: Was kostet das Brett? Dankbar bezahl’ ich das Holz!“

Auch Friedrich von Schiller scheint keine sonderlich guten Erfahrungen mit der Dankbarkeit gemacht zu haben. Er fragt:
„Was ist vergesslicher als Dankbarkeit?“

Ja, „Undank ist der Welten Lohn.“ spricht auch der Volksmund, was Johann Wolfgang von Goethe allerdings nicht teilen mag:
„Die Welt ist undankbar, sagen viele. Ich habe noch nicht gefunden, dass sie undankbar sei, wenn man auf die rechte Art etwas für sie zu tun weiß.“ 



So ist es denn wohl eher die Erwartung eines Dankes, die leicht enttäuscht wird, denn die Erwartung, dass einem gedankt wird, ist so trügerisch wie etwas um eines Dankes willen zu tun. Tatsächlich bringt jede Erwartung, dass irgendetwas auf eine bestimmte Weise zu sein hätte, Ent-Täuschung mit sich. Und da ist es dann wohl auch ganz gut, dass so eine (Selbst)Täuschung ent-täuscht wird.

Stattdessen hat schon mancher erlebt – der jemand Anderem erwartungslos helfen wollte – dass er durch dessen Dank sich plötzlich selber als der reich Beschenkte empfand.

Nicht auf das Lob und den Dank der Anderen schauen.
„Dem Mann, der die Geige baut, dankt allein der Klang.“
spricht Kaiser Friedrich II. Und ähnlich dichtet Schiller im „Lied von der Glocke“:
„Soll das Werk den Meister loben, Doch der Segen kommt von oben.“



Was ist ein „dankbarer Mensch“?

Jemand, der, wenn zum Beispiel sein Kreditantrag von der Bank abgelehnt wird, dankbar denkt:
„Wie gut, dass das nicht geklappt hat, denn sicher gibt es einen besseren Weg.“

Oder jemand, der das Wetter einfach so nehmen kann, wie es ist:
„Hauptsache die Sonne im Herzen lacht“.

Dies ist wohl auch, was Friedrich von Bodelschwingh mit seinem Wort meint:
„Da wird es hell in einem Menschenleben, wo man für das Kleinste loben und danken lernt.“

Ja, lasst uns wie die Blumen sein: dankbar für Regen und über Sonnenschein.

Goethe sagt:
„Leider lässt sich eine wahrhafte Dankbarkeit mit Worten nicht ausdrücken.“
Recht hat er, denn der Dank ist eher ein Gefühl – wie Freude – eine energetische Kraft, die sich im eigenen Herzen regt und dem Anderen von Herz zu Herz mitteilt.
Dank öffnet den Menschen zur Freude.

Ähnlich erkennt Francis Bacon:
„Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.“

Karl Barth bringt es auf den Punkt:
„Freude ist die einfachste Form der Dankbarkeit.“

Oder wie Marie von Ebner-Eschenbach es sagt:
„In jede hohe Freude mischt sich eine Empfindung der Dankbarkeit.“

Dies wusste auch schon der römische Philosoph Lucius Annaeus Seneca:
„Ich bin dankbar, nicht weil es vorteilhaft ist, sondern weil es Freude macht.“

Und kaum hat je Einer trefflicher ausgedrückt was die Freude des Dankes ist, als William Blake:
„Dankbarkeit ist der Himmel selber, und es könnte kein Himmel sein, gäbe es die Dankbarkeit nicht.“


Was ist ein undankbarer Mensch?

Der Neid indes, jener unglückliche Feind der Freude Anderer, raubt Vielen den aufrichtigen Dank und damit auch die eigene Freude. Wäre statt des Neides (der aus Profitgier und aus Machtinteressen in dieser Konkurrenzgesellschaft bewusst geschürt wird) mehr Dankbarkeit in der Welt – für alles, was unter und über der Sonne dankenswert ist – gäbe es zweifellos mehr Licht hier.


Die Wirksamkeit des Dankes

Die Experimente von Masaru Emoto mit der Kristallisation von Wasser, die (unter anderem) die Gedächtnisfähigkeit des Wassers und die Wirksamkeit von Gedanken auf das Wasser beweisen, bezeugen eindrucksvoll die harmonisierende Kraft des Wortes „Dank“. Dies sollte uns insofern besonders zu Denken geben, als wir doch selbst zu 70 % Wasser sind (- das menschliche Gehirn besteht sogar bis zu 90 % aus Wasser.)




Emoto schreibt:
„Ich erinnere mich besonders an ein Bild. Es war der schönste und zarteste Kristall überhaupt, den ich je gesehen hatte – er hatte sich gebildet als dem Wasser die Worte `Liebe und Dankbarkeit´ gezeigt wurden. Es war, als hätte sich das Wasser sehr gefreut und dies mit einer voll erblühten Blume gefeiert. Sie war so schön und ich kann sagen, dass sich seit diesem Moment mein Leben tatsächlich verändert hat. Wasser hat mich die Zartheit der menschlichen Seele gelehrt, und den Einfluss, den „Liebe und Dankbarkeit“ auf die Welt haben können.“ (Masaru Emoto, 22.07.1943 – 17.10.2014)


Nebenwirkungen des Dankes

Lasst uns also danken für das Essen auf dem Tisch (wie die Menschen aller Kulturen in den Jahrtausenden vor der gegenwärtigen Fastfood-Gesellschaft). Dies nicht nur, weil unser Dank das Essen tatsächlich besser bekömmlich und köstlicher macht, sondern weil es wirklich dankenswert ist, was der große Kreator sich in Seiner Liebe für uns alles hat einfallen lassen, um uns eine Freude zu bereiten. Man denke nur an die Vielfalt der wunderbaren Früchte und Gemüse – jedes kreiert in harmonikaler Ordnung nach Zahl, Maß und verschwenderischem Reichtum an Farbe, Form, Duft und Geschmack – vom innersten Kern bis zur äußersten organischen Hülle.

Lasst uns der vielfältigen Natur auf diesem Planeten danken, dann werden unsere Augen sich ihren zahllosen Wundern öffnen! Lasst uns den Elementen danken, dann werden sie sich unserem Erkennen in ihren Schönheiten schenken. Lasst uns der Sonne, dem Mond, den Geschwisterplaneten und den Sternen danken – dann werden wir in ihrem äußeren Spiegel unser inneres All finden. Und lasst uns vor allem dem Schöpfer allen Seins, der uns dies Alles in Seiner unerschöpflichen Liebe schenkt, für Seinen väterlich- liebevollsten Plan von Herzen danken. Dann mag geschehen was will: wir werden in allem die liebweise Führung erkennen, die kein höheres Ziel kennt, als uns zu unserer Vollkommenheit zu leiten.


Sich des Dankes würdig erweisen

Eigentlich ist damit bereits alles über die Bedeutung des Dankes gesagt. Doch lässt sich aus dem Gesagten in Konsequenz noch ein weiterer Schluss ziehen, der die Welt sehr schnell zum Besseren verändern könnte. Weil alle Menschen untrennbar miteinander verbunden sind, wie die Äste und Zweige am Stamm Eines Baumes, gilt:

das was ich Dir tue, tue ich mir.

Würde die Bedeutung dieses Zusammenhanges recht erkannt, dass die größte Erfüllung des Seins im dankbaren Dienst an den Anderen verwirklicht wird, verwandelte sich der Planet Erde in kürzester Zeit ins Paradies, weil jeder dem Anderen bestmöglich dienen wollte. Denn man hätte erkannt, dass der Dank das Tor zur Freude, der Weg zur Glückseligkeit und die Eintrittskarte in die Himmel ist.

Gott sei Dank!

Quelle:  http://www.harmonic21.org/

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