Mittwoch, 18. Januar 2017

Cannabis als alternative Heilmedizin viel zu lange verkannt

Cannabis als Medizin: Bundestag entscheidet diese Woche – Cannabis wird seit mehr als 80 Jahren als Einstiegsdroge dämonisiert. Im Januar 2016  mussten Wissenschaftler des nationalen Krebsforschungszentrums (NCI) der USA zugegeben, dass Cannabis in der Lage ist, selbst aggressivste Formen von Krebszellen anzugreifen, diese zu töten, ohne dabei gesunde Zellen zu schädigen.
Alternative Mediziner und Heilpraktiker berichten schon seit Jahren über den medizinischen Nutzen von Marihuana. Mehrere unabhängige Studien haben herausgefunden, dass Marihuana eine Vielzahl von gesundheitlichen Problemen sehr wohl lösen könnte.


Von Lyme-Borreliose bis hin zu Tumoren aller Art. Und das würde bedeuten, dass das große lukrative Geschäft mit den Krebspatienten in sich zusammenfallen würde. Ein milliardenschweres Imperium könnte sich auf Kosten kranker Menschen nicht mehr bereichern und behaupten. Täglich sterben weltweit etwa 20.000 Menschen an Krebs, so die Ergebnisse der Weltgesundheitsorganisation (WHO).
Offenbar verursacht die massive Menge an Beweismitteln zugunsten des medizinischen Nutzens von Marihuana schließlich doch ein Einlenken und Nachgeben der Forscher. Nun fördern bundesweit Regierungen weitere Studien, um die nachweisliche, positive Wirkung von Marihuana auf Krebszellen zu testen (Cannabis: Bittere Medizin für Big Pharma).
Gesundheitsforscher der US-Regierung behaupten jetzt, dass Cannabinoide (eine Klasse von Verbindungen in Cannabis) die Krebszellen schrumpfen und letztendlich verhungern lassen können, indem man den Zelltod bestimmter Blutgefäße fördert, die dafür verantwortlich sind, das der Tumor wächst. Im Prinzip wird dem Tumor seine Nahrungszufuhr abgeschnitten. Er verhungert.
Studien an Mäusen und Ratten belegen, dass Cannabinoide Krebszellen zerstören können, während gesunde Zellen dabei geschützt bleiben. Es gibt keine Nebenwirkungen wie bei einer Chemotherapie. Die chemische Zusammensetzung dieses Marihuanaduplikate wurde als wirksam bei der Bekämpfung von Darmkrebs, Leberkrebs, Brustkrebs und verschiedenen anderen Formen der Krankheit befunden (Warum ist Cannabis verboten? Die wahren Gründe sind schlimmer, als ihr denkt).
Laut Forschungsbericht heißt es explizit:
„Eine Laborstudie von Cannabidiol (CBD) in humanen Gliom-Zellen zeigte, dass, wenn zusammen mit einer Chemotherapie verabreicht, sich die Effektivität dieser Therapie erhöht, ohne dabei die gesunden Zellen zu zerstören. Die Krebszellen konnten schneller abgetötet werden, als wenn nur allein mit der Chemotherapie behandelt wurde. Studien mit Mäusen verdeutlichten weiterhin, dass durch eine Kombination von CBD mit Delta-9-THC (medizinisches Cannabinol) und einer Chemotherapie ebenfalls effektivere und bessere Ergebnisse erzielt werden konnten.“

„Eine weitere Studie mit Mäusen bewies, dass Cannabinoide vorbeugend gegen Dickdarmentzündung wirken und dadurch eine Verringerung des Risikos an Darmkrebs zu erkranken festzustellen ist. Bei einer Krebsbehandlung wurden ebenso bessere Ergebnisse erzielt, wenn begleitend zur Chemotherapie Cannabinoide verabreicht wurden.“
Eine Laborstudie von Delta-9-THC in hepatozellulärem Karzinom (Leberkrebs) zeigte, dass nach der Verabreichung die Krebszellen beschädigt oder sogar abgetötet waren. Die gleiche Studie mit Delta-9-THC zeigte auf, dass auch Zelltumore in der Leber zerstört werden konnten und sogar keine Krebszellen mehr entstanden. Es bildete sich eine Art „Antitumor-Effekt“. Ebenso konnten positive Ergebnisse bei kleinzelligen Lungenkrebszellen und Brustkrebszellen verzeichnet werden.
Aufgrund der Wechseljahre und den damit verbunden Hormonumstellung erkranken viele Frauen an dem sogenannten „Hormonbrustkrebs“. „Eine weitere Laborstudie mit Cannabidiol (CBD) in Östrogen-Rezeptor-positiven und Östrogen-Rezeptor-negativen Brustkrebszellen zeigte, dass auch hier der Krebszelltod erzielt werden konnte, während die Behandlung eine sehr geringe Wirkung auf die gesunden Brustzellen aufwies. Studien an Mäusen mit metastasierendem Brustkrebs zeigten, wie Cannabinoide das Wachstum und die Verbreitung von Tumoren deutlich verringern konnte.“
Das ist mit ziemlicher Sicherheit eine beispiellose Anerkennung über den medizinischen Nutzen von Marihuana. Die Gesundheitsforschung belegte zudem, dass Cannabinoid-Rezeptoren eine entzündungshemmende Wirkung besitzen, die bei der Linderung von Schmerzen eine Rolle spielen kann.
Darüber hinaus wurde in mehreren Tierstudien belegt, dass Cannabinoide bei Nervenproblemen Nebeneffekte wie Kribbeln und Taubheitsgefühl lindern können. Auch Schwellungen und Muskelschwäche, die bei verschiedenen Arten von Chemotherapie als Begleiterscheinung auftreten, erzielten eine deutliche Verbesserung.
Diese Studien werden von der NCI als „präklinisch“ angesehen, da sie alle mit Tieren durchgeführt sind. Nach Ansicht der Gesundheitsbehörde wurden allerdings bis heute keine dieser positiven Behandlungen bei Krebs in führenden wissenschaftlichen Magazinen veröffentlicht. Die große Neuigkeit ist aber nicht wirklich das positive Ergebnis all dieser Studien.
Wie bereits erwähnt, haben alternative Mediziner den heilenden Nutzen von Marihuana schon längst erkannt und belegt. Was allerdings wirklich neu ist, ist die Tatsache, dass das Verbot von Marihuana als medizinische Möglichkeit aufgrund der positiven Ergebnisse keinen Bestand mehr haben kann. Zu lange wurde der medizinische Nutzen von Cannabis ignoriert (Cannabis: Kein Anstieg des Konsums von Jugendlichen durch Legalisierung).

Cannabis als Medizin: Bundestag entscheidet
Cannabis auf Rezept rückt in Deutschland näher. Ein Schritt zu einer Aufhebung des allgemeinen Cannabisverbots solle die Freigabe des Stoffs als Medizin aber nicht sein, sagte die Drogenbeauftragte Marlene Mortler (Vorsicht Phantasiewelten! Drogenbeauftragte der Bundesregierung klärt falsch auf (Videos)) heute bei dem Besuch einer Pallia­tivstation in Berlin (Bundeskriminalamt speichert rechtswidrig kleine Kiffer). Am Donnerstag will die Koalition im Bundestag einen Gesetzentwurf verabschieden, der schwerkranken Menschen den Weg zu dem Stoff auf Rezept ermögli­chen soll.
Schwerkranke solle besserer Zugang zu Cannabis gegeben werden, sagte die CSU-Poli­ti­kerin. Aber eine Freigabe des als illegale Droge eingestuften Stoffs für den Freizeit­konsum lehne sie ab. Mit steigender Verfügbarkeit würde nach ihrer Ansicht sonst auch der Konsum steigen.
Die Kosten sollen laut Gesetzentwurf von der Krankenkasse übernommen werden. Das Gesetz werde voraussichtlich im März in Kraft treten, sagte Mortler. „Cannabis als Medi­zin ist mit Sicherheit kein Wundermittel“, betonte sie. Aber jeder solle das Recht haben, dass es bezahlt werde, wenn es helfe.
Die Deutsche Schmerzgesellschaft begrüßte grundsätzlich das Gesetz und plädierte für einen niedrigschwelligen Zugang, wie ihr Geschäftsführer Thomas Isenberg deutlich mach­te. Es seien bisher keine bestimmten Krankheitsbilder definiert, bei denen Canna­bis zum Einsatz kommen solle. Bei der Anwendung werde sich mit der Zeit zeigen, wie die Indikationen eingegrenzt werden könnten. Etwa bei Gewichtsverlust mit mangeln­dem Hunger oder tumorbedingter Übelkeit werde Cannabis angewendet.
Derzeit haben gut 1.000 Patienten eine Ausnahmeerlaubnis des Bundesinstituts für Arz­neimittel und Medizinprodukte (BfArM) zum Erwerb von getrockneten Cannabisblüten und Cannabisextrakten zur medizinischen Anwendung. Solche Genehmigungen sollen künftig nicht mehr nötig sein.
Durch das Gesetz wird sich die Zahl der mit Cannabis be­han­delten Patienten nach Erwartung der Schmerzgesellschaft voraussichtlich erhöhen (Fund in einem 2500 Jahre alten Grab beweist, dass Cannabis nicht verboten sein sollte).

Ziel sei außerdem die Errichtung einer Cannabisagentur unter staatlicher Aufsicht für den Anbau, bekräftigte Mortler. Auch private Hersteller könnten sich dafür bewerben, aber wegen strenger Kriterien würden bei einem möglichen Verfahren am Ende wohl allenfalls wenige übrig bleiben.
Isenberg kritisierte, dass die Krankenkassen Anträge auf Erstattung erst durch ihre me­dizinischen Dienste prüfen sollten. Mortler sagte, dafür sei eine verkürzte Entschei­dungs­­frist von drei bis fünf Tagen vorgesehen.

Quelle:  http://www.pravda-tv.de/

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