Samstag, 3. Dezember 2016

Heilung durch Krankheit? – Dr. Peter Patzak




Götz Wittneben im Gespräch mit dem Heilpraktiker und Homöopathen Dr. Peter Patzak

In dem Gespräch geht es vor allem um die Bedeutungsebene von Krankheit, die über die lineare Ursache-Wirkungs-Ebene der biochemischen Medizin hinaus existiert. Zunächst überrascht Dr. Patzak mit dem Hinweis, dass bereits der griechische Arzt Hippocrates (gest. 370 v. Chr.) zwei Wege der Heilung aufgezeigt hat: Zum einen „Contraria contraiis curantur“ – „Entgegengesetztes wird mit Entgegengesetztem geheilt“. Das ist der Ansatz der heutigen Schulmedizin oder Allopathie und oft in Notfällen angezeigt, wenn es darum geht, einen lebensbedrohenden Zustand zu behandeln. Der zweite Weg lautete schon damals: „Similia similibus curentur“ -„Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt“. Diesen Ansatz verfolgte auch Paracelsus, und es war Dr. Samuel Hahnemann, der daraus die Homöopathie als moderne Heilkunst entwickelte.

Dr. Patzak erläutert das Vorgehen eines Homöopathen, der den Kontext eines Patienten, also seine aktuellen Lebensumstände, aber auch früher erlittene Traumata, mit in die Betrachtung von Krankheit einbezieht. Nicht nur selbst erlittene Traumata werden einbezogen, sondern auch die früherer Generationen (Stichwort „Kriegskinder/ Kriegsenkel“). 

Fieberhafte „Kinderkrankheiten“ haben einen Sinn, der Homöopathen bekannt ist. Diese Krankheiten bei entsprechender Veranlagung durchzumachen (ggf. unter homöopathischer Behandlung), ist für die Entwicklung des Kindes immunologisch, seelisch und intellektuell vorteilhaft. Während die biochemische Medizin Bakterien und Viren („vires=lateinisch „Kräfte“) als zu bekämpfende Feinde ansieht, vor denen man Angst haben und sich durch Impfen schützen muss, sieht die Homöopathie sie als Folgen oder Begleiterscheinungen einer Erkrankung, nicht als deren Ursache. Die Erfahrung versierter Praktiker lehrt, dass sich antibiotikaresistente Infektionen regelmäßig durch homöopathische Behandlung heilen lassen.

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