Sonntag, 30. Oktober 2016

Veränderungen zulassen



Neues ins Leben lassen – Die Kraft der Veränderung

Wann war das letzte Mal, dass Sie etwas zum ersten Mal getan haben? Etwas Neues ins Leben zu lassen, ist ein Akt des Sich-selbst-Beschenkens und des Sich-selbst-Überwindens. Denn was man nicht kennt, das fürchtet man oder man steht ihm zumindest skeptisch gegenüber. Diese Hürde gilt es zu meistern.

Von Thomas Hartl

Sich bewusst als Anfänger auf etwas einzulassen, kann eine kindliche Freude sein. Doch je älter man wird, desto schwerer fällt diese Übung. Man meint, schon alles zu kennen und alles zu wissen, nichts kann einen mehr überraschen. Letzteres stimmt vielleicht, aber man kann sich ja selbst überraschen, etwa indem man etwas tut, das man bisher noch nie oder zumindest seit Ewigkeiten nicht mehr getan hat: ein Musikinstrument spielen, ein Bild malen, jemandem Blumen schenken, jemanden küssen, jemanden umarmen, jemandem sagen, wie toll er ist, einen Urlaub in Island buchen, sich selbst mit einem Tag im Beautycenter beschenken, mit dem besten Freund um die Häuser ziehen, den vor fünf Jahren gekauften DVD-Player endlich an den Fernseher anschließen, in die Kirche gehen, einen Flohmarkt besuchen und alte Schallplatten kaufen, einem Bettler zehn Euro geben und sich an seiner Freude erfreuen.

Neues ins Leben lassen: Es geht auch anders

Ein guter Anfang wäre es, kleine Selbstversuche zu starten. Das Aufstehen am Morgen bietet dazu viele Möglichkeiten. Der Wecker reißt uns aus den Träumen, wir springen auf, Zähne putzen, anziehen, schnell, schnell, ein Kaffee und das übliche Brötchen, den Kleiderschrank durchwühlen … Das geht auch anders. Der Wecker läutet 30 Minuten früher als üblich, wir drehen uns im Bett nochmals um, dösen ein paar Minuten, strecken uns ausgiebig, lassen uns das Frühstück ans Bett bringen, lassen den Tag dabei langsam in uns einsickern …

Das soll nur eine kleine Anregung sein. Selbst wenn man an den Grundpfeilern seines Tages nichts ändern möchte oder glaubt, nichts ändern zu können, lassen sich doch viele Einzelheiten angenehmer und vor allem abwechslungsreicher gestalten.

Nicht nur die Gestaltung des Tagesablaufes lässt sich variieren, sondern auch das, was wir den ganzen Tag lang so machen. Warum nicht etwas Neues ausprobieren? Auf eine Veranstaltung gehen, eine noch unbekannte Sportart ausprobieren, was auch immer wir bisher nicht in Erwägung gezogen haben oder, noch besser, was wir eigentlich immer schon mal machen wollten, aber tausend Ausreden dagegen gefunden haben.

Viele nehmen sich zum Beispiel immer wieder vor, einmal einen Marathon zu laufen. Dafür muss man aber trainieren. Doch leider ist das Wetter entweder zu heiß oder zu kalt, der Trainingsanzug zwickt oder die Laufschuhe sind nicht schick genug. Wie wäre es, sich für den nächsten Marathon tatsächlich anzumelden (der aber bitte keinesfalls in den nächsten drei Monaten stattfinden darf, wir wollen doch nicht die Sanitäter bemühen). Jetzt heißt es, sich ein Trainingsprogramm zu erstellen oder, noch besser, sich eines von jemandem erstellen zu lassen, der sich damit auskennt. Und schon kann es losgehen.

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