Sonntag, 2. Oktober 2016

In dieser Stadt leben Menschen frei von Geld, Religion und Einfluss der Regierung – so funktioniert es

Eine Jugend, die niemals altert. Eine Stadt, die niemandem gehört. Eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft. All das, es klingt wie der Plot eines fantastischen Romans.
Doch die utopisch anmutende Vision entstammt einem anderen Schriftstück: der Gründungsurkunde der Stadt Auroville in Indien. In dieser 1968 geplanten Siedlung leben derzeit offiziell etwa 2000 Menschen - ohne Geld oder eine Regierung, die ihnen reinredet. In Gebäuden, die aussehen als seien sie einem Tim-Burton-Film entsprungen.
"Eine neue Stadt für die Zukunft" sollte durch Auroville entstehen. Doch wie funktioniert das Projekt in der Praxis?


Gründung durch spirituelle Führerin

Um das zu verstehen, muss man in der Zeit zurückgehen. Auroville geht auf die Idee der Französin Mirra Alfassa zurück. In den 1930er-Jahren führte sie zusammen mit dem Inder Sri Aurobindo eine spirituelle Bewegung an, die besonders im Süden Indiens viele Anhänger fand.
Die Idee zu Auroville erwuchs so aus dem spirituellen Streben nach menschlicher Einheit. Auch deshalb sollte die Stadt ein Ort der Internationalität sein – keine rein indische Gemeinschaft.
Das Konzept einer "universellen Stadt" fand sogar bei den Vereinten Nationen Zuspruch: 1966 beschloss die Unesco, die Gründung der Stadt zu unterstützen. Menschen aus 45 Nationen leben mittlerweile hier, darunter etwa 200 Deutsche.

Eine Stadt "für die gesamte Menschheit"

1968 wurde Auroville formal gegründet. Der französische Architekt Roger Anker plante die spiralförmig angelegte Siedlung, die einer Galaxie ähneln soll und in ihrem architektonischen Aufbau andere "wunderbare Städte, in denen Leute nach einem harmonischeren Leben streben" inspirieren soll, wie es auf der Webseite der Stadt heißt.

Weiterlesen hier.
http://www.huffingtonpost.de/2016/09/21/auroville-indien-utopie_n_12116350.html?utm_hp_ref=good

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