Donnerstag, 1. September 2016

Unabhängig leben Hardcore 3: Schmelzofen und Gemüsebeet



(Redaktion) Noch einmal zu Besuch bei unserem Steizeitmann im Dschungel. Jetzt baut er sich ein eingezäuntes Gemüsebeet für Süßkartoffeln. Dazu eine Anmerkung: Der nasse Frühsommer hat uns im Garten eine unglaubliche Schneckenplage beschert, die so ziemlich alles, was man anpflanzte, kurz und klein geraspelt haben. Wo sie nicht drangegangen sind, waren die Süßkartoffeln. Nicht ein Blättchen haben sie angefressen. Ich werde noch mehr Süßkartoffeln anbauen, das gibt nämlich leckere Pommes Frittes!


Fred Feuerstein baut nicht nur Süßkartoffeln, sndern auch wilde Yams an. Was ein enorm gesundes Zeug ist. Seinen Gemüsegarten düngte er mit Holzasche. Wichtig, sich zu merken: Er härtet die Zaunpfahlspitzen im Feuer.
Zuerst pflanzte er die Setzlinge in Reihen an, aber das befand er als zu schwierig feucht zu halten an trockenen Tagen. Also reorganisierte er sein Äckerchen, indem er etwa ein Meter breite Häufen aufschichtelte und eine Mulde in die Mitte grub. Dorthinein gab er dann trockene Blätter und das Wasser, was nicht mehr zu größten Teil verdunstete, wie vorher, wo es auf eine größere Erdfläche verteilt, kaum Nutzen für die Pflanzen brachte. So läuft es gleich in das Innere der Hügel, die Blätter verhindern ebenfalls noch Verdunstung und die Feuchtigkeit gelangt ohne Verlust tatsächlich an die Wurzeln der Pflanzen, statt an der Oberfläche zu verdunsten.

Sowohl die Süßkartoffeln als auch die zarten Triebspitzen sind eßbar und werden entweder in Wasser gekocht oder im Feuer gegart.

Natürlich geht ein Forscher für primitive Technologien weiter. Im nächsten Video baut er sich eine kleine Schmiede. Sein selbstgebastelter Ventilator zum Feuer-Anfachen ist genial und in seinen Ausbaustufen richtig pfiffig. Dann sucht er sich an einem Bach orangefarenen Schlamm, der auf das eisenoxidhaltige Ausscheidungsprodukt von Bakterien schließen läßt, mischt den eisenhaltigen Schlamm mit Holzkohlepulver (Kohlenstoff, der das Metalloxid zu Metall reduziert), und Holzasche, die den Schmelzpunkt des Eisens heruntersetzt und knetet das ganze in Lehm ein. Dann feuert er die Esse richtig an, der Lehm und die gesamten Zutaten produzieren am Ende Schlacke, in der kleine Eisenkörner enthalten sind. Dieser Typ von Schmelzofen, nur deutlich größer, wurde in alter Zeit tatsächlich angewandt, um zuerst Kupfer, dann Kupfer und Zinn für Bronze und später Eisen zu gewinnen. Bei größeren Öfen steigt die Temperatur und die gewonnenen Mengen an Metall sind deutlich höher.

Die Ventilatortechnik ist einfacher herzustellen als ein Blasebalg, der mit Leder, Griffen und feuerfester Austrittsdüse gefertigt werden muß und unbrauchbar wird, wenn er nicht luftdicht verklebt ist oder das Leder brüchig wird. Der Ventilator liefert überdies fast dauernd einen Luftstrom, während ein Blasebalg nur beim Zudrücken bläst. Allerding verschleißt die Kordel, mit der man den Ventilator antreibt recht schnell.

Einen weiteren, interessanten Survival-Beitrag fanden wir bei „North Survival“. Hier geht es nicht nur mit steinzeitlichen Techniken zur Sache, sondern hier ist wirklich Survival angesagt: Wie bastle ich mit einfachen Mitteln eine Fischreuse? Diese Erfindung ist ebenfalls uralt, simpel und effektiv. Weidenzweige sind übrigens ideal dafür, weil biegsam, Wasser-unempfindlich und stabil. Man kann die Reuse mehrfach einsetzen und man muß nicht dabei bleiben, wie beim Angeln. Man kann sie mit und ohne Köder einsetzen, und man kann Tiere, die hineingeraten sind, die man aber nicht essen will oder kann, unbeschadet wieder hinauslassen in die Freiheit.



Quelle:  http://quer-denken.tv/

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