Sonntag, 4. September 2016

Kosmisches Jahr und Monate- Zeitalter

zeitenwende

Die Rechnung der kosmischen Zeitalter geht auf das altbabylonische Reich zurück. Sie setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: Die astronomische Wanderung durch den Tierkreis aufgrund der Präzession, also der Neigung der Erdachse, und die Einwirkungen der „Großen Zentralsonne“ in der Mitte unserer Milchstraße, um welche sich unser ganzes Sonnensystem bewegt. Zumeist wird nur der erste Faktor erwähnt. Durch ihn ergibt sich das „kosmische Jahr“, welches sich in kosmische Monate – die Zeitalter – unterteilt. Der diesbezügliche Zeitraum wird mit 26.000 Jahren oder 25.200 Jahren berechnet. Da eine dieser Rechnungen auf sehr frühe Zeit zurückgeht, ist nicht auszuschließen, daß eine kosmische Veränderung stattgefunden haben könnte (der babylonische Historiker Berossos beispielsweise, dessen Geschichtstafeln teilweise erhalten sind, erzählt die Geschichte der Menschheit über einen Zeitraum von 2,6 Mio. Jahren). Die allgemeine Zeitalterrechnung nimmt also auf jenes kosmische Jahr Bezug, das 26.000 Jahre umspannt. (Heraklid setzte das „Große komische Jahr“ mit 18.000 Jahren an, doch die babylonische Rechnung ist die zutreffende.) Die kosmischen Einflüsse, welche sich auswirken, werden auf die Strahlungskräfte der Sternbilder zurückgeführt. Nach babylonischem Glauben lagen hinter den Sternen die Eingänge zu den Welten der Götter. Der zweite Faktor, die Einflüsse der „großen Zentral-sonne“, ist weniger bekannt, aber ebenso wichtig. Diese große Zentral-sonne, die astronomisch bisher nicht festgestellt werden konnte, ist keine Sonne im herkömmlichen Sinne, sondern vielmehr der zentrale Durchlaß des göttlichen Lichts (Ilu) vom Jenseits ins Diesseits.

Ihre Farbe ist Indigo. In Indigo hat man sich auch die Ilu-Strahlung vorzustellen, das göttliche Licht aus den Allschöpferquellen Männlich und Weiblich, den Iluhe. Der Umlauf unseres Sonnensystems um diese unsichtbare Zentralsonne dauert rund 200.000 Jahre. Im Pariser Louvre ist eine altbabylonische Stele zu sehen, die König Naram Sin (Enkel und Nachfolger Sargon I.) am Fuße des „Mitternachtsbergs“, des Nordbergs, zeigt. Dieser gilt als der Berg der Versammlung der Götter. Über diesem Götterberg zeigt jene Stele zwei Sonnen: Die diesseitige Sonne und die jenseitige, die große Zentralsonne. Im Indischen findet sich dazu eine vage Entsprechung in der Mythe von Pralada (oder Pralaya). Diese magische Sonne ist gelegentlich auch als Schwarze Sonne bezeichnet worden, weil sie für das menschliche Auge nicht sichtbar ist. Die Strahlung der jenseitigen Sonne und das Wandern der Erde durch den Tierkreis aufgrund der Präzession bestimmen also die Zeitalter, von den Babyloniern und Assyrern „Adu“ genannt.

Neben dieser babylonischen Zeitaltersicht, welche die allgemein übliche ist, besteht noch die der alten Arier Indiens. Dort werden die kosmischen Zeit-alter „Yuga“ genannt. Die Unterteilung des kosmischen Jahrs erfolgt hier nicht in zwölf Zeitalter, sondern in vier größere Einheiten, die wiederum unterteilt sind, wodurch sich schließlich weitgehende Deckungsgleichkeit mit der babylonischen Sichtweise ergibt. Insgesamt besteht also kein nennenswerter Unterschied – das gilt auch hinsichtlich der Ausdeutung. So befinden wir uns nach indischer Auffassung jetzt an Ende des Kali-Yuga, des Zeitalters der Sünde, nach babylonischer am Ende des Zeitalters der Finsternis (des Fischezeitalters). Das folgende lichte Zeitalter heißt bei den Indern das Karki-Yuga (oder Kalki-Yuga), bei den Babyloniern heißt es das Wasserkrugzeitalter, da die Göttin Ischtar die reinigenden Wasser sinnbildlich über die Welt ausgießt. Die irrige Bezeichnung „Wassermannzeitalter“ stammt aus späterer abendländischer Astrologie und ist de facto falsch.

Der Übergang vom Fischezeitalter zum Wasserkrugzeitalter ist aber nicht nur der Wechsel von einem kosmischen Monat in den nächsten, sondern zugleich der Übergang in ein neues kosmisches Jahr! Damit stehen Um-brüche massivsten Ausmaßes bevor. Dies ist in den Überlieferungen der alten Hochkulturen verankert. Die Inder erwarten Kalki Avatara, die Babylonier und Assyrer den Dritten Sargon, die Germanen den Starken von oben (siehe Edda), im Neuen Testament der Bibel ist dies in die Wiederkunft Christi umgewandelt worden (siehe dazu die Parusiereden im N.T.). Immer handelt es sich um einen schlagartigen Wandel, der auch mit gewaltsamen Veränderungen verbunden ist oder sein kann.

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