Dienstag, 20. September 2016

Bewusstsein: Wie man eins wird mit sich selbst und der Welt


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Das höchste Gefühl ist die Erfahrung der Einheit mit allem, was ist. Dies ist die große Rückkehr zur Wahrheit, welche die Seele ersehnt. Dies ist das Gefühl vollkommener Liebe.

– Neale Donald Walsch

Wir haben uns getrennt.

Von. der. Welt. und. von. uns. selbst.

Die Arbeit ein Schlachtfeld ohne Regeln, ein Spießrutenlauf zwischen angespitzten Ellenbogen. Die Nachbarn unbekannt, aber bedrohlich – was sie wohl denken und warum sie so schauen, wenn wir vorbeilaufen. Die Familie für viele nur noch Wohn- oder Erbengemeinschaft. Und wir selbst, naja, wir sind uns auch oft fremd, fühlen uns wie von dünner Haut zusammengehaltene Fragmente aus Tausend Wünschen und Zielen, aus den Erwartungen und Masken, mit denen wir durchs Leben marschieren (Gesellschaft: Darum ist es so gefährlich, angepasst und „normal“ zu sein).

Stell Dich vor einen Spiegel. Schau Dir in die Augen. Vielleicht wirst auch Du dann sehen:

Wir haben uns getrennt, von uns und von allem, und die Trennung schmerzt, falls wir überhaupt noch etwas spüren.

Warum ist ist das so und wie können wir wieder zusammenkommen?

Die Trennung

Drei Trennungsgründe. Alle liegen in uns.

1. Wir denken in „Wenn … dann“

… und zerteilen das Leben damit in das, was es sein sollte (gut) und das, was es ist ist (angeblich nicht gut).

Wenn ich nur einen anderen Job hätte und einen anderen Partner, oder wenigstens überhaupt mal wieder einen, wenn ich ein anderes Gesicht hätte, mehr Muskeln oder wenigstens überhaupt mal welche … dann könnte ich ja sagen zu meinem Leben, dann wäre ich glücklich. Denken wir.

2. Wir denken in „Ich … Du“

… und zerteilen die Welt damit. Wir hier, auf dieser Seite der Front, die anderen da drüben im Krieg der Ichs um das größte Stück vom Kuchen.

Dabei sind wir uns erstens ähnlicher, als wir‘s gern zugeben. Wir alle suchen das Glück und eine Zeit ohne Leid; wollen nicht krank werden und sterben und können dem doch nicht entkommen; wollen nur das Beste für unsere Lieben und müssen doch oft zuschauen, wie sie das Unglück ereilt. Wir alle kennen Scham und Angst und Liebe und Verzweiflung und Hoffnung.

Zweitens hängen wir zusammen und voneinander ab. Auch wenn wir uns gern für unabhängig halten, während wir dastehen in unseren Klamotten aus Italien, Spanien und Polen, mit einem Auto aus Japan oder China, unser Geld bei einem amerikanischen Konzern verdienend und Dinge essend, bei denen wir am liebsten gar nicht wissen wollen, woher sie kommen (auf jeden Fall hat sie ein anderer für uns hergestellt).

Drittens kommen wir alle aus der selben Ursuppe, sind allesamt Ausdruck von Gott oder Buddha-Natur und landen am Ende wieder unter derselben Erde, werden einverleibt von Würmern, die von Störchen gefressen werden, die Eier legen, aus denen neue Menschen kommen, oder wie auch immer das funktionieren mag.

Dass wir getrennt sind ist nur eine Illusion unserer Egos, in Wirklichkeit sind wir wie ein riesiges Energiefeld, ist das Universum wie ein Gehirn, in dem sich alles gegenseitig beeinflusst. Das sagen Mystiker und zunehmend auch Physiker, und ja, vermutlich haben sie recht.

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