Dienstag, 5. Juli 2016

Auf welche Katastrophe bereitet sich die amerikanische Regierung vor?

Michael Snyder

Vielleicht haben Sie persönlich noch nicht damit begonnen, sich auf eine größere Katastrophe vorzubereiten, aber die amerikanische Regierung tut es mit Sicherheit. Ich habe erfahren, dass die Regierung in den letzten Monaten zahlreiche Unternehmen, die sich auf die Produktion von Nahrungsmittel-Notrationen spezialisiert haben, kontaktierte. Sie teilte den Firmen mit, ihre Bestände könnten im Falle eines größeren Notstandes beschlagnahmt werden. Darüber hinaus beteiligte sich die Regierung vor Kurzem an einer Übung, die eine »beispiellose weltweite Nahrungsmittelkrise simulierte, die etwa ein Jahrzehnt anhielt«.
Zusätzlich enthüllte das öffentliche Sendernetzwerk National Public Radio (NPR) Einzelheiten über das streng geheime Strategische Nationale Krisenvorratsprogramm, in dessen Rahmen medizinische Versorgungsgüter im Werte von einigen Milliarden Dollar überall im Land gelagert werden.
Von der Existenz dieses Programms hatten die meisten Amerikaner keine Ahnung. Und dann sind da noch die seltsamen Berichte über Sichtungen von Militärfahrzeugen mit UN-Kennung aus allen Teilen des Landes. Was um aller Welt geht hier vor? Auf welche Art von Katastrophe bereitet sich die Regierung so fieberhaft vor?



Doch beginnen wir mit dem Strategischen Nationalen Krisenvorratsprogramm. Laut NPR wurden mindestens sechs Lagerhäuser an verschiedenen Stellen in den USA eingerichtet. In ihnen lagern Güter im Wert von mindestens sieben Milliarden Dollar:
»Eines Tages könnten [im Ernstfall] einige Tausend Menschenleben von diesen Vorräten abhängen, die aus medizinischen Versorgungsgütern aller Art bestehen und dann von den Behörden – etwa im Falle eines Terroranschlages mit chemischen, biologischen oder atomaren Waffen – benötigt würden.
Der genaue Standort dieser Lager ist geheim. Auch ihre Zahl wird nicht bekannt gegeben. (Obwohl ein früherer Regierungsbeamter vor Kurzem auf einer öffentlichen Veranstaltung von insgesamt sechs dieser Lager sprach.) Und selbst ihr genauer Inhalt wird geheim gehalten.
›Wenn jeder weiß, auf welche Eventualitäten wir vorbereitet sind, dann ergibt sich daraus auch, wie man uns auf eine Weise angreifen kann, auf die wir nicht vorbereitet sind‹, sagte Greg Burel, der Leiter des Strategischen Nationalen Krisenvorratsprogramms. ›Und das wollen wir natürlich nicht.‹
Aber er war bereit, sich zum Wert der gelagerten Güter zu äußern: ›Wir beziffern den gegenwärtigen Wert der gelagerten Güter mit etwas mehr als sieben Milliarden Dollar.‹«
Aus dem NPR-Bericht geht auch hervor, dass es sich bei den meisten der gelagerten Güter um medizinische Versorgungsgüter handelt, unter denen sich auch »einige Millionen Impfstoffdosen« befinden. Geht unsere Regierung etwa davon aus, es könnte in absehbarer Zeit zu einer größeren Pandemie kommen?

Wie ich schon anmerkte, bereitet sich die Regierung auch auf eine größere Nahrungsmittelkrise vor. Im Folgenden ein Auszug aus einem Artikel, der auf der Internetplattform Vice veröffentlicht wurde:
»Die amerikanische Sicherheitswirtschaft bereitet sich auf die Folgen einer beispiellosen weltweiten Nahrungsmittelkrise vor, die ein ganzes Jahrzehnt anhalten könnte, wie aus Berichten des Unternehmens CNA hervorgeht [das vor allem wissenschaftliche Beratungsdienstleistungen für das Heimatschutzministerium und die amerikanische Notstandsbehörde FEMA erbringt].
Die entsprechenden, in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannten, Untersuchungen wurden im Dezember 2015 von CNA veröffentlicht. Sie beschreiben die umfassende und ausführliche Simulation einer angenommenen weltweiten Nahrungsmittelkrise in den Jahren 2020 bis 2030.
An dieser Computersimulation mit dem Titel ›Nahrungskettenreaktion‹ waren 65 Regierungsvertreter aus den USA, Europa, Afrika, Indien, Brasilien sowie wichtigen multilateralen und zwischenstaatlichen Einrichtungen beteiligt.«
Droht uns also in den kommenden Jahren auch noch eine massive Nahrungsmittelkrise? Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, die weltweite Nachfrage nach Nahrungsmitteln habe bereits zugelegt, und eine andere Meldung besagt, dass es schon bald zu einer »Verdoppelung der Lebensmittelpreise« kommen könnte:
»Die wachsende Weltbevölkerung und die Nachfrage nach Lebensmitteln könnten laut einer neuen Untersuchung zusammengenommen mit zurückgehenden Wasservorräten und der Abnahme von Anbauflächen zu einer Verdoppelung der Nahrungsmittelpreise führen und in einigen Entwicklungsländern sogar Unruhen in der Bevölkerung auslösen.
In aufstrebenden Ländern wie China und Indien, die ein deutliches Wachstum und eine Zunahme des Wohlstandes verzeichneten, habe die Nachfrage nach Nahrungsmitteln wie etwa Fleisch, deren Produktion mit erheblichen Umweltbelastungen einhergehe, zugenommen. Das sagte Martin Halle, politischer Analyst des Global Footprint Network (GFN).
›Einige wenige Aspekte sind unzweideutig: Die Nachfrage nach Nahrungsmitteln wird aufgrund des Bevölkerungswachstums massiv ansteigen‹, erklärte er gegenüber der Thomson-Reuter-Stiftung.«
Es gehört zu den selbstverständlichen Aufgaben einer Regierung, sich auf verschiedene, auch schwere Krisenszenarien einzustellen. Wenn sich die Regierung keine Gedanken darüber machen und entsprechende Planungen ausarbeiten und umsetzen würde, um das Land auf größere Katastrophen vorzubereiten, wäre dies ein eindeutiges Versagen.

Aber warum tauchen gegenwärtig an vielen Stellen in den USA UN-Fahrzeuge auf? Nach Angaben meines Freundes Ray Gano wurden militärische Fahrzeuge der Vereinten Nationen »in den Bundesstaaten Texas, Mississippi, Arizona, Florida und nun auch in Virginia« gesichtet. Als Beleg und Illustration veröffentlichte Jeff Stern auf seiner Facebook-Seite eine Reihe von Fotos weißer UN-Militärfahrzeuge, die in Virginia unterwegs sind. Diese Fotos wurden auch in weltweit erscheinenden Berichten über dieses Phänomen abgebildet.

Muss man alle diese Dinge als ungewöhnlich einstufen? Und wenn dies so wäre, sollte uns dies alarmieren? Brandon Turbeville ist offenbar dieser Meinung. Auf der Internetseite Activist Report schreibt er:
»In den vergangenen Tagen wurden Militärkonvois beobachtet, die sich in Nord-Süd-Richtung bewegten. Ihre Ladung umfasste sowohl Hochmobile Vielzweckfahrzeuge (HMMWV, kurz: Humvees) als auch Truppentransporter und Panzer. Weitere Soldaten folgten den Konvois in zivilen Fahrzeugen. Interessanterweise trugen viele der Soldaten im Konvoi Helme, eine eigentlich ungewöhnliche Vorgehensweise bei einem einfachen Konvoi. Darüber hinaus beförderten die Konvois auch Baumaschinen und -ausrüstung.
Einerseits könnte es sich bei diesen Truppenbewegungen um Routinemaßnahmen handeln, oder um UN-Fahrzeuge, die lediglich aus ihrem Produktionsstandort abtransportiert wurden, oder einfach nur um einen völlig harmlosen Transport. Aber die Kontroversen, die sich im Zusammenhang mit den anstehenden [Präsidentschafts-] Wahlen in den USA abzeichnen, sowie die Gefahr eines Wirtschaftszusammenbruchs und eines potenziellen Konflikts mit Russland könnten andererseits durchaus Anlass für einen Einsatz von ›Friedenstruppen‹ der Vereinten Nationen in den USA bieten. Viele haben bereits auf die Möglichkeit eines solchen Szenarios hingewiesen. Aber auch die Ausrufung des ›Ausnahmezustandes‹ in irgendeiner Form scheint denkbar.«
Die gepanzerten UN-Fahrzeuge, die beim Transport durch Virginia fotografiert wurden, sind schon beeindruckend. Hier einige weitere Informationen zu den Fahrzeugen aus der britischen Tageszeitung Daily Mail:
»Die Version VX wiegt an die 7,5 Tonnen und bietet zwei Fahrern und acht weiteren Personen Platz.
Die Fenster lassen sich nicht öffnen. Stattdessen weist das Fahrzeug verschließbare Schießscharten auf, die zum Abfeuern von Kugeln oder etwa zur Übergabe von Dokumenten benutzt werden können. Sie sind so groß, dass man sogar eine Dose Limonade durch sie hindurchreichen kann.«
Diese schwer gepanzerten Fahrzeuge sind so ausgelegt, dass sie einem Angriff mit Giftgas und dem Beschuss mit Kleinwaffen standhalten:
»Im Falle eines Giftgasangriffs verhindern interne Ventilatoren das Eindringen des Gases oder kontaminierter Luft. Zugleich können sie das Fahrzeuginnere mit frischer Luft versorgen, wenn sie ihre Drehrichtung ändern.
Lautsprechersysteme erlauben die Kommunikation mit der Außenwelt.
Ferngesteuerte Scheinwerfer auf dem Dach und paarweise angebrachte rote und blaue Blitzleuchten befinden sich an allen vier Seiten des Fahrzeugs.
Die Fenster sind mit schusssicherem Glas versehen, an dem der Beschuss durch Kleinwaffenmunition abprallt, als handele es sich um Kieselsteine, und das sogar einem Nahschuss eines Hochleistungsgewehres standhält.«
Jedes Fahrzeug weist neun Schießscharten auf. Und wenn sie voll bemannt sind, können sie ein beachtliches Schussfeld abdecken. Aber letzten Endes weiß ich nicht genau, was dies alles bedeutet. Meine Beschreibungen könnten sich auch auf ganz normale Aktivitäten der Regierung beziehen, die eine etwas überzogene Aufmerksamkeit erregt haben.

Aber es ist auch möglich, dass sich die Regierung auf etwas Schwerwiegendes vorbereitet. Aber selbst wenn dies so wäre, würde man uns im Unklaren darüber lassen, um was es eigentlich geht.

Ich persönlich bin überzeugt, dass der Zeitraum bis zu den Wahlen im November von massivem Chaos geprägt sein wird, und deshalb registriere ich derartige Meldungen aufmerksam und mit einiger Besorgnis. Letztlich wird sich die tatsächliche Bedeutung dieser Geschehnisse erst aus den Ereignissen in den kommenden Wochen und Monaten ergeben. Ohne Zweifel hat sich die Lage in den USA in der letzten Zeit enorm zugespitzt, und ich habe den Eindruck, dass sie sich in Zukunft noch weiter verschärfen wird.

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