Montag, 4. Juli 2016

Auch Menschen haben einen Magnetsinn

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Der Geophysiker Joe Kirschvink vom California Institute of Technology ist felsenfest davon überzeugt, dass wir Menschen genauso wie viele Tiere über einen Magnetsinn verfügen.

Auf einer Konferenz in London hatte der Forscher die Ergebnisse seiner Studie vorgestellt, mit der er belegen will, dass wir genauso wie beispielsweise Vögel, Bakterien oder Hunde die Fähigkeit besitzen, das Magnetfeld der Erde wahrzunehmen.

Diese Sinnesleistung nennt man Magnetsinn. Und für Kirschvink besitzen alle Säugetiere, zu denen auch wir Menschen zählen, diese Fähigkeit, nur hätten wir verlernt, sie auch zu nutzen.

Da es keine Rezeptoren gibt, die einen Magnetsinn entlarven könnten, ist es entsprechend schwierig, ihn nachzuweisen. Doch Kirschvink und sein Team haben hierzu Experimente durchgeführt und  dafür  ihre  Probanden rotierenden  magnetischen Feldern ausgesetzt, während sie ihre Gehirnströme aufzeichneten.

Dabei stellten sie fest, dass immer dann, wenn sie das magnetische Feld gegen den Uhrzeigersinn rotieren ließen, ganz bestimmte Neuronen im Gehirn mit besonders hoher elektrischer Aktivität auf diese Veränderungen reagierten. Für die Wissenschaftler war es der Beweis, dass der Mensch ebenfalls einen Magnetsinn besitzt, denn man mit diesen hohen Ausschlägen auch sichtbar messen konnte.

Allerdings konnten der US-Forscher damit nur belegen, dass der Mensch sehr wahrscheinlich einen Magnetsinn besitzt aber nicht, wo  er  sich  befindet. Deshalb  müssen  weitere Untersuchungen und Experimente folgen, um den  Sitz dieses Sinnesorganes zu lokalisieren. So könnten wir ja vielleicht eines Tages lernen, ihn auch wieder zu nutzen.

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