Sonntag, 5. Juni 2016

Ohne Bewusstsein existiert nichts

Die Naturwissenschaften haben seit der Aufklärung im 18. Jahrhundert viel erreicht. Wir haben die Vorurteile und den Aberglauben des Mittelalters hinter uns gelassen und die Vernunft an erste Stelle gesetzt. Die systematische Erforschung der sinnlich wahrnehmbaren Welt hat unser Verständnis von Realität grundlegend verändert. 



Ausgehend vom Mesokosmos, dem Bereich, in dem sich unser alltägliches Leben vollzieht, sind wir mit gigantischen Teleskopen in den Makrokosmos des Weltalls vorgedrungen. Wir haben ein Teleskop im Weltraum positioniert, um einen von der irdischen Atmosphäre ungetrübten Blick auf ferne Himmelskörper zu erhalten. Mit Hilfe von gigantischen Teilchenbeschleunigern wie jenem des CERN in Genf oder dem Fermilab nahe Chicago erforschen wir den Mikrokosmos der subatomaren Teilchen. Unser geistiger Horizont hat sich durch Jahrhunderte der wissenschaftlichen Forschung gewaltig ausgeweitet. Wir wissen heute so viel über die materielle Welt wie nie zuvor und dennoch bleibt ein gigantischer weißer Fleck auf der Landkarte unserer Erkenntnis: Trotz aller Errungenschaften und Durchbrüche bleibt das Wesentliche für die Naturwissenschaften nach wie vor ein Rätsel: unser Bewusstsein.

Ohne wahrnehmendes Bewusstsein gäbe es kein Forschen, keine Wissenschaft und keine Erkenntnis. Jedes Experiment, jede Berechnung, jede Messung braucht ein menschliches Bewusstsein. Wir wissen ziemlich genau, wie die Physiologie des Menschen funktioniert, doch das Wesen des Lebens ist damit noch lange nicht erklärt. Alle Informationen, die wir über die materielle Außenwelt haben, gelangen über die fünf körperlichen Sinne in unser Bewusstsein. Dort werden sie mit Gedanken und Gefühlen verknüpft. Dadurch erst erhält die Welt Sinn und Bedeutung. Wenn wir diesen Gedanken konsequent zu Ende denken, heißt das: Realität entsteht erst in unserem Inneren. Die Welt, die wir erfahren ist die Welt, die wir in uns- bewusst und unbewusst- erschaffen.

Der Physiker und Biologe Ulrich Warnke geht sogar soweit zu behaupten, ohne Bewusstsein existiere gar nichts. Er sagt, „Das Gegenteil lässt sich nicht einmal beweisen, denn dazu bräuchte man wiederum ein Bewusstsein.

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