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Mittwoch, 8. Juni 2016

Die 9/11-Terror-(F)Lüge: Wenn Geschichte neu geschrieben werden muss

Andreas von Rétyi

Es ist schon bemerkenswert: Jetzt berichten auch deutsche Medien darüber, dass die Geschichte der Terroranschläge des 11. September 2001 neu geschrieben werden müsse. Was Kritiker der offiziellen Version seit Jahr und Tag sagen und wofür sie permanent verfemt und verspottet wurden, wird jetzt also als Enthüllung präsentiert.
Einhellig hielten die großen Medien an der offiziellen Darstellung der katastrophalen Vorgänge vom 11. September 2001 fest, jener Flugzeug-Attacken, die kurz unter »9/11« als die schrecklichsten Terroranschläge der Welt in die Geschichte eingingen. Doch bald schon mehrten sich in kritischen Kreisen ernste Zweifel an der Aufrichtigkeit der veröffentlichten Regierungsanalysen und des 9/11 Commission Report. Da wurden Zeugenaussagen unterschlagen, sobald sie nicht ins gewünschte Bild passten, da wurden auch Fakten weggelassen, die vor allem die US-Regierung belastet hätten, da wurde hingegen viel Fragwürdiges präsentiert, was die Öffentlichkeit schlichtweg als die Wahrheit hinzunehmen hatte. Dabei war das gezeichnete Bild abstrus, die meisten Menschen erkannten das schon bald.



Nur änderte das alles nichts an der Geschichte. Um die Widersprüche kümmerte sich in der Medienwelt offenbar niemand: Ob nun das erstaunliche Verhalten des US-Präsidenten in der Emma-Booker-Grundschule von Sarasota, Florida, oder ob die schier unbegrenzte Freiheit der Terroristen, ob deren seltsames Verhalten vor den Anschlägen oder die Abfolge des Gebäudekollapses, ob die Zeugenaussagen zu Explosionsherden, ob Fachurteile zu den Bränden und deren Temperaturen, ob der so rätselhafte, aber wiederum »perfekte« Zusammenbruch von Gebäude Nummer 7, das von keinem Flugzeug getroffen wurde und dann Stunden später wie bei einer höchst fachmännisch durchgeführten, kontrollierten Sprengung in sich kollabierte, ob die absolut mangelnde Luftraumsicherung oder die zufällig am selben Tag stattfindende Katastrophenübung, ob … Man könnte die Aufzählung hier beliebig fortsetzen.

Die großen Nachrichtenformate und etablierten Massenmedien scherten sich um nichts oder belustigten sich über vermeintlich absurde Theorien. Selbst als sich die erste Aufregung gelegt hatte, selbst nach Wochen, Monaten und Jahren gab es nur die offiziellen Aussagen zu hören. Noch schlimmer: Wer es wagte, hier auf Grundlage konkreter Sachverhalte zwingende Fragen zu stellen und Kritik zu äußern, wurde in die Ecke gestellt und als verantwortungsloser Verschwörungstheoretiker abgekanzelt, der das Leid der Angehörigen von 9/11-Opfern noch verschlimmere. Denn derlei abstruse Spekulationen verletzten deren Gefühle und dienten lediglich dem Sensationalismus, so war teils zu vernehmen. Dass aber gerade die direkt betroffenen Familien vor allem eines erfahren wollten, nämlich nichts als die Wahrheit, das kam den spürbar gespielt entrüsteten Wiederkäuern des Establishments in ihrer ganzen Pseudosensibilität anscheinend überhaupt nicht in den Sinn.

Und weithin wurde das längst abgegriffene Repertoire gegen die Kritiker bemüht. Fakt ist allerdings, dass der Mainstream auch im Falle von 9/11 hoffnungslos versagt und sich regelrecht für ein Cover-up prostituiert hat. Diese Sachlage schloss von vornherein jeden Versuch aus, ernsthaft zu recherchieren und wahrheitsgetreu zu berichten.

Nun endlich überrascht also das deutsche Monitor-Magazin seine Zuschauer mit einer erstaunlichen Pressemitteilung:: »Monitor-Exklusivinterview: ›Die Geschichte von 9/11 muss neu geschrieben werden‹«. Was war geschehen? Die mehr oder minder sensationell klingende Aussage erhält in jedem Fall einiges Gewicht durch ihren eigentlichen Urheber: Bob Graham. Er war seinerzeit immerhin Vorsitzender im Geheimdienstausschuss des US-Senats. Über Graham, jahrelang Gouverneur von Florida und anschließend Senator im US-Kongress, gäbe es einiges zu berichten, auch zu seinen Bemühungen, die Wahrheit zu 9/11 zu erfahren, was ihm nebenbei bemerkt die besondere Aufmerksamkeit des FBI eingebracht hat. Jedenfalls erklärte er nun gegenüber dem Monitor-Team der ARD: »Ja, die Geschichte von 9/11 muss neu geschrieben werden, weil es eine Unterstützergruppe gab, die die Anschläge erst möglich gemacht hat.«

Da waren vor allem jene 28 geschwärzten Seiten des offiziellen Kongress-Berichts vom Dezember 2002, die sich mit der ausländischen Herkunft der Attentäter befassen. Die Zensur war seinerzeit von George W. Bush höchstpersönlich angeordnet worden. Warum, darüber muss man kaum spekulieren. Bekannt sind die geschäftlichen Beziehungen der Bushs nach Saudi-Arabien. Doch dürfte dahinter noch mehr stecken.

In den USA wird der kritische Textabschnitt lediglich als die »28 pages« bezeichnet. Der volle Name der Quelle: »Joint Inquiry into Intelligence Community Activites Before and After the Terrorist Attacks of September 11, 2001«. Hier sind immer wieder Passagen zensiert, auf Seite 415 beginnt dann der fragliche Abschnitt. Ein vom Cincinnati Enquirer angegebener Link zum U.S. Senate Select Committee on Intelligence führt dort zur Meldung »Seite nicht gefunden«, doch wer einen Blick in das Dokument werfen will, kann das über die Federation of American Scientists tun.

Bob Graham betont, der Geheimhaltung verpflichtet zu sein und keine Einzelheiten offenlegen zu dürfen, fasst aber zusammen: »Auf den 28 Seiten geht es vor allem darum, wer die 9/11-Attentäter finanziert hat, und die Erkenntnisse zeigen eindeutig auf Saudi-Arabien.« Trotzdem wurden alle Kräfte fortwährend darauf fokussiert, sämtliche Kritiker mit der üblichen Diffamierungs-Dampfwalze zu überrollen und gleichzeitig eine koordinierte Medienmaschinerie in Gang zu bringen, um den bald folgenden militärischen Aktionen in der Öffentlichkeit jede nötige Rechtfertigung zu verleihen.

Der Republikaner Thomas Massie zählt zu den wenigen Personen, die Einblick in jene so verräterischen 28 Seiten nehmen durften. Was er sagt, gleicht der Äußerung von Graham. Aufgrund der Lektüre sehe er sich veranlasst, sein komplettes bisheriges Geschichtsverständnis neu zu ordnen. Wahrscheinlich um der breiten Öffentlichkeit genau diese Mühe zu ersparen, verweigert auch Noch-Präsident Barack Obama eine Preisgabe der recht umfangreichen Textpassage. Obama sträubt sich nicht nur gegen eine Deklassifizierung dieser Information, er will auch einen kürzlich vom US-Senat vorgelegten Gesetzesentwurf nicht unterschreiben, der Opferfamilien erlaubt, ausländische Staaten wegen einer Beteiligung an Terroranschlägen zu verklagen. Wie berichtet wird, übt Riad hierzu klaren Druck aus: Man wolle US-Finanzpapiere im Wert von 750 Milliarden US-Dollar auf den Markt werfen, sofern das Gesetz nicht vereitelt werde. Nichts aber täuscht darüber hinweg, dass an 9/11 fast alles neu aufgearbeitet werden muss.

Einige Medien in Deutschland haben den Monitor-Beitrag aufgegriffen und ebenfalls über Graham berichtet. Natürlich ist es ein merklicher Schritt, wenn endlich auch ein Mainstream-Format solche Aussagen aufgreift und ernst nimmt. Doch für viele, die bereits seit Jahren weitere Untersuchungen und eine kritische Auseinandersetzung mit der offiziellen Theorie fordern, hat die Umgangsweise auch etwas Ärgerliches an sich, wo doch nach wie vor eher abschätzig über die Bemühungen kritischer Journalisten berichtet wird, wenn überhaupt. Bisher wurden sämtliche hervorstechenden Widersprüche ohnehin negiert und die alternativen Veröffentlichungen pauschal lächerlich gemacht. Und selbst zur aktuellen Sachlage können sich Monitor und Co nicht verkneifen, erneut darauf zu verweisen, dass Gerüchte und Vermutungen bei wohl kaum einem anderen Thema so sehr ins Kraut geschossen seien, wie das bei 9/11 der Fall war. Was soll das? Ist das nicht bei jedem großen historischen Thema in der einen oder anderen Form der Fall? Und warum verlieren die konventionellen, so konformen Medien zunehmend an Glaubwürdigkeit? In den vergangenen Jahren haben sich vermeintliche Verschwörungstheorien häufig als völlig korrekt erwiesen, wurden dann jeweils irgendwann zunehmend auch vom Mainstream vereinnahmt – allerdings ohne Tribut an die unabhängigen Medien zu zollen. Wie war das mit Bilderberg, wie war das mit dem Irakkrieg, wie war das mit der Finanzkrise, mit dem anstehenden Bargeldverbot, mit der Merkel-Politik, mit zahlreichen anderen Vorgängen?

Im Nachhinein soll seitens der vielzitierten Qualitätsmedien vermeintliche Seriosität vorgespiegelt werden, um das gute Selbstwertgefühl zu vermitteln, sich nicht auf Spekulation eingelassen zu haben, sondern ausschließlich auf Grundlage der aktuellen Erkenntnisse berichtet zu haben, während nun hingegen wirklich essenzielle neue Fakten auf den Tisch gelangt seien, die eine entsprechende Neubewertung erforderten. Eine reine Alibi-Argumentation! Es gab solche Fakten längst, und die Medien hätten darauf längst anders reagieren müssen. Allein die vielen Zeugenaussagen und Analysen unabhängiger Wissenschaftler hätten eine ernste Rezeption erfordert.

Aber spätestens jetzt muss man wohl wirklich aufmerksam werden. Fragt sich, wie lange die Aufmerksamkeit anhält. Doch die Arbeiten, wie sie von unabhängigen Journalisten geleistet wurden, zu diskreditieren oder zu verschweigen, dürfte wohl kaum der richtige Weg sein. Diese Form der Schadensbegrenzung dürfte auf Dauer auch kaum dazu beitragen, die Glaubwürdigkeit der etablierten Medien zu bewahren. Denn jene über Jahre hinweg betriebene Rufschädigung, wie sie weltweit eben gerade auch gegenüber 9/11-Kritikern betrieben wurde, wird – das ist jetzt schon klar – weiterhin ohne jegliche Rehabilitation fortbestehen. Doch genau das bleibt für das Establishment nicht ohne spürbare Folgen.

Selbstverständlich können nicht alle der geäußerten Alternativ-Erklärungen zutreffen, das wäre eine illusorische und unsinnige Vorgabe. Einige Darstellungen sind wahrscheinlicher, andere weniger wahrscheinlich. Insgesamt jedoch präsentieren die Kritiker des allgemein verbreiteten Szenarios genügend zahlreiche und belegte Fakten, die jeden um Ehrlichkeit bemühten Journalisten dazu anregen sollten, die offizielle Version kritischer zu betrachten. Diese aber schlichtweg als uneingeschränkte Wahrheit zu präsentieren, kommt einer bewussten Täuschung gleich.

Kein Außenstehender sieht sich in der Lage, nachzuweisen, was damals wirklich geschah. Schon gar nicht im Detail. Darum kann es aber zunächst gar nicht gehen. Es geht um das Grundsätzliche. Und grundlegende Recherchen schlichtweg allein deshalb der Lächerlichkeit preiszugeben und sie unmittelbar zu verwerfen, weil sie nicht mit der offiziellen Regierungsversion übereinstimmen, stellt eine erstrangige, geradezu sträfliche journalistische Verfehlung dar. Die jetzt immerhin einmal ernsthaft offengelegte Erkenntnis, dass eine Revision der uns bisher von 9/11 erzählten Geschichte dringend erforderlich ist, sollte zunächst genug sein, Zweiflern endlich ohne jene Arroganz zu begegnen, die sich hier manche Schreiber der konformen Zunft nahezu völlig risikolos anmaßen. Sie steht ihnen wahrlich weder gut, noch steht sie ihnen zu. Und es gibt auf dem Sektor durchaus hochkarätige Zweifler.

Viele unabhängige Autoren haben sich über Jahre hinweg um Aufklärung bemüht. Gerade auch für Journalisten in den USA keine einfache Aufgabe. In meinem 2007 erschienenen Buch über Die Terror-(F)Lüge habe ich mit der zuweilen erforderlichen zeitlichen Distanz selbst ebenfalls zahlreiche Personen und Fakten genannt und mich darum bemüht, Informationen aus erster Hand wiederzugeben. Wie bei etlichen anderen Themen, wurde mir auch hier bald klar, wie problematisch eine kritische Beschäftigung mit solchen Fällen werden kann. Heute, bald zehn Jahre später, hebt sich offenbar langsam auch im Mainstream der Vorhang ein wenig. Wie weit wird man sich wohl trauen zu gehen? Letztlich wird dann natürlich alles wieder das reine Verdienst der etablierten Medien sein. Am allgemeinen Schema dürfte sich auch in Zukunft leider kaum etwas ändern.

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