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Samstag, 19. März 2016

Wettermanipulation ‒ Los Angeles »impft« Wolken seit über einem halben Jahrhundert

Andreas von Rétyi

Die US-Metropole Los Angeles und ihre Umgebung sind seit Jahrzehnten Ziel von Maßnahmen, das Wetter künstlich zu beeinflussen. Von Trockenheit heimgesucht, beauftragte die Stadt ein Spezialunternehmen, Wolken zu impfen und den Niederschlag zu steigern. Jetzt werden (wieder) eindeutige Fakten zur Manipulation des Wetters bekannt.

Was selbst heute noch leicht utopisch klingt, ist längst schon Realität. Tatsächlich existieren etliche offizielle Dokumente, die belegen, welchen Stellenwert die Wetterbeeinflussung für militärische und zivile Anwendungen seit langer Zeit einnimmt.
Wiederholt wurden Großexperimente hierzu durchgeführt. Die Angelegenheit wird völlig ernst genommen, weltweit. Abgesehen davon, dass Wetterkontrolle eine wirksame Wetterwaffe schafft, die offenkundige militärische Vorteile bietet, besteht in ariden Regionen grundsätzlich dringend Bedarf an erhöhtem Niederschlag.



So auch in Kalifornien, dessen Landstriche vor allem seit dem Jahr 2011 von extremer Trockenheit heimgesucht werden. Wasserreserven schwinden, Städte und landwirtschaftliche Betriebe sehen sich einer anhaltenden Krise gegenüber. El Niño sorgte zwar in den vergangenen Monaten für mehr Regen in Kalifornien, doch wird dem Sturm, der unlängst über Los Angeles hinwegfegte, eine ganz andere, künstliche Ursache zugeschrieben.

Das für das städtische Trinkwasser und wesentliche Aspekte der Infrastruktur zuständige Department of Public Works in Los Angeles hat nämlich erstmals seit 2002 wieder Wolkenimpfungen unternommen. Dabei wurde Silberjodid in die Wolken geschossen, um auf diese Weise erhöhten Regenfall zu bewirken. Der lokale Bezirk geht davon aus, einen entsprechendenAnstieg von rund 15 Prozent zu erreichen. Bekannt wurde nun auch die Bestätigung eines US-Unternehmens, offiziell damit beauftragt worden zu sein, die Impfungen durchzuführen.

Laut Los Angeles Times wird bereits seit den 1950er-Jahren auf die Methode zurückgegriffen. Allerdings bleibt sie nicht ohne unerwünschte Folgen, auch wenn das Unternehmen diesbezüglich Entwarnung gibt. Schließlich setze man nur sehr geringfügige Materialmengen ein. Und trotzdem: Windabwärts können Regenfälle komplett zum Erliegen kommen, andere Effekte werden nicht ausgeschlossen.

Das Wolkenimpfungs-Programm im Bezirk Los Angeles wurde lediglich in Zeiten starken Regens oder nach Zerstörungen infolge großer Flächenbrände unterbrochen, wenn das Risiko einer Überflutung oder starker Flussbewegungen erhöht war. So wurde auch eine Vereinbarung zur Wolkenimpfung im Jahr 2009 aufgehoben, nachdem weite Gebiete des Angeles National Forest abgebrannt waren.

Im vergangenen Oktober allerdings entschloss sich der zuständige Aufseherstab aufgrund der fortgesetzten Dürreperiode, einen neuen Vertrag mit dem im US-Bundesstaat Utah ansässigen Unternehmen North American Weather Consultants zu schließen. Der Vertrag gilt zunächst für zwölf Monate und umfasst einen jährlichen Etat von 550 000 US-Dollar.

Die im Mainstream auch heute noch gerne bestrittene Möglichkeit der Wetterbeeinflussung wurde in den vergangenen Jahrzehnten bereits vielfach praktisch genutzt. Bezeichnend sind die Ereignisse von Lynmouth, die sich im August 1952 abspielten: Damals brach eine verheerende Regenflut über den kleinen südenglischen Fischerort herein. Rund 100 Häuser wurden förmlich weggeschwemmt, 420 Menschen waren plötzlich ohne Unterkunft. Insgesamt kamen mindestens 34 Personen bei der Katastrophe ums Leben. Bald machte der Verdacht die Runde, dass die furchtbare Flut durch ein verdecktes Militärexperiment ausgelöst worden war. Erklärte Skeptiker bestreiten allerdings bis heute einen solchen Kontext.

Fakt ist, dass das Project Cumulus der Katastrophe unmittelbar vorausging. Es war ein geheimes Experiment zur Wolkenimpfung, durchgeführt vom britischen Militär. Jahre später wurden hierzu auch geheime Akten und Tonband-Aufzeichnungen entdeckt, die bestätigen, was damals geschah. Eine Flugstaffel hatte Cumulus-Wolken mit Silberjodid geimpft. An den Teilchen kondensierte der Wasserdampf, was zum sintflutartigen Regen führte.

Die Skeptiker sehen jedoch keinen Kausalzusammenhang zwischen beiden Ereignissen. Für sie trafen Experiment und Flut rein zufällig zusammen. Und von offizieller Seite gab es vor 1955 gar keine Versuche dieser Art. Das britische Verteidigungsministerium negierte eine solche Manipulation des Wetters beharrlich, was die Skeptiker offenbar völlig unkritisch übernahmen. Aber das Wissenschaftsmagazin New Scientist konnte im Jahr 2010 nachweisen, dass die Experimenteeben doch stattfanden.

Es gibt genügend weitere Beispiele für gezielte Wettermanipulation, natürlich nicht zu vergessen den »Atmosphären-Heizer« HAARP in Alaska (US-Patent #4,686,605). Mit den Möglichkeiten, sie in die Tat umzusetzen, befasst sich auch ein interessantes Forschungspapier aus dem Jahr 1996. Es nimmt seinen Ursprung im US-Militär und titelt: Weather as Force Multiplier: Owning the Weather in 2025. Konzipiert als Analyse mit futuristischen Elementen, zeigt sie dennoch das Machbare auf.

Grundsätzlich geht es dabei um die Nutzung von Aerosolen, die von Flugzeugen in der Luft verbreitet und mittels elektromagnetischer Strahlung verändert werden, um das Wetter zu beeinflussen. Dieser Bericht war nie als Geheimdokument geplant, sein Inhalt gibt allerdings genügend Grund zu vermuten, dass noch viele unausgesprochene Wahrheiten zur Wettermanipulation existieren.

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