Freitag, 4. März 2016

Drastische Visualisierung: Bei diesen Lebensmitteln wird Ihnen schlecht, wenn Sie sehen, was drin ist (Videos)

Beliebte Produkte mit der Extra-Portion Schwindel: Es soll Menschen geben, die Nutella sogar löffeln. Wenn sie wüssten, welche Inhaltsstoffe es genau enthält, würde selbt ihnen schlecht werden. Eine Grafik führt uns vor Augen, was in Milchschnitte, Schokoriegel und Co. wirklich steckt.
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Zum Frühstück eine gesunde Portion Fitness-Flakes? Gesund müssten sie doch sein, immerhin bestehen die beliebten Zerealien laut Hersteller Nestlé zu 48% aus Vollkorn (Nestlé bezahlt nur 524 $ für 100 Millionen Liter kalifornisches Trinkwasser (Video)). Die anschaulichen Bilder, die die Verbraucherzentrale Hamburg jetzt veröffentlicht hatten, zeigen jedoch etwas ganz anderes.
Der Anteil des Vollkornweizenmehls an der Menge der Zutaten insgesamt mag stimmen, doch enthält eine Packung Fitness-Flakes vor allem eines: Luft. Ein Teil davon ist der Verpackung selbst geschuldet, der Großteil ist jedoch rezepturbedingt. „Leicht“ werden die Zerealien dadurch auf jeden Fall, denn wer nimmt schon von Luft zu?


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Auf Grund des enthaltenen Zuckers werden die Fitness-Flakes trotzdem nicht zu dem Frühstück, das schnelles Abnehmen garantiert (TTIP und gefährlicher Industriezucker: Politik contra Verbraucherschutz (Video)). Da es sich bei den von der Verbraucherzentrale untersuchten Zerealien um die Sorte Joghurt handelt, darf natürlich auch die Milch nicht fehlen.
Diese ist in Form von Magermilchjoghurtpulver, Molkenerzeugnis und Milcheiweiß enthalten (Die Milchlüge – warum sie ungesund ist). Zahlreiche Zusatzstoffe und Aromen sorgen dann noch für den Geschmack. Das Produkt enthält zudem Palmöl, das wegen Waldrodung und der Zerstörung einzigartiger Lebensräume schon länger in der Kritik steht (Die Lüge von der Green Economy (Video)).
Die zugesetzten Vitamine und Mineralstoffe, die wie das Vollkornmehl die Fitness-Flakes besonders gesund wirken lassen, sind nur zu einem sehr kleinen Anteil enthalten.
Nuss-Nougat-Creme oder doch besser „Zucker-Palmöl-Creme“?
Hierzulande findet man in wahrscheinlich fast jedem Haushalt ein Glas Nutella. Wer morgens beispielsweise nicht auf sein Nutella-Brot verzichten kann, der hat schon nach dem Frühstück fast die Zuckermenge erreicht, die ein Mensch laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) über den ganzen Tag verteilt zu sich nehmen sollte.
Angesichts der Aufschlüsslung der Zutaten sollte die beliebte Nuss-Nougat-Creme aber vielleicht doch besser in „Zucker-Palmöl-Creme“ umbenannt werden. Das entspräche der Wahrheit, aber würden Sie dann noch so genüsslich in Ihr Brot beißen?
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Auch hier suggeriert die Verpackung, das Produkt bestünde zum Großteil – wenn nicht sogar ausschließlich – aus Haselnüssen und viel gesunder Milch. Tatsächlich aber ist Zucker die Hauptzutat, gefolgt von Palmöl. Darf mit Zutaten geworben werden, die laut Hersteller zu 13% (Haselnüsse) beziehungsweise 7,5% (Magermilchpulver) enthalten sind und die folglich nur einen geringen Anteil am Produkt haben?
Müssten nicht eigentlich auf der Verpackung ein großer Sack Zucker und bedrohte Orang-Utans zu sehen sein?
Palmöl: „Toxisch für Niere, Leber und Hoden“
Dieses pflanzliche Palmfett wird für gewöhnlich zum Braten verwendet und macht rund 20 Prozent eines Nutella-Glases aus (Wegen Palmöl: Brandrodungen verursachen verheerende Dunstglocke über Südostasien).
Sprich: Ein Fünftel der Schokocreme besteht aus purem Fett. Doch damit noch nicht genug, denn bei der industriellen Verarbeitung, beispielsweise beim Erhitzen von Palmfett, kommt es zur Bildung von Fettsäureester. Das sind gefährliche Schadstoffe, die schon in geringen Mengen erheblichen Schaden im menschlichen Körper anrichten können.
Alfonso Lampen, Lebensmittelexperte vom Bundesamt für Risikobewertung (BfR), bestätigt dies gegenüber „Wiso“. Die Schadstoffe „sind toxisch für Niere, Leber und Hoden.“ Andere Fettsäuren wie Glycidyl-Fettsäureester, die bei der industriellen Verarbeitung von Palmöl entstehen, können sogar eine krebserregende Wirkung haben. Von diesen schädlichen Stoffen sollte der Mensch demnach so wenig wie möglich zu sich nehmen und es sich nicht täglich auf die Semmel streichen. Wer denkt, diese Schadstoffe sind nur in Nutella enthalten, liegt falsch.
Video: Palmöl – Die Gier nach billigem Fett ORF Weltjournal/ Brote, Kekse, Kuchen, Bratöle, Kosmetika und Putzmittel haben oft eines gemeinsam: viele von ihnen enthalten mittlerweile Palmöl. Mehr als 50 Millionen Tonnen davon werden weltweit im Jahr verbraucht. Palmöl dient zunehmend als Ersatz für gesundheitsschädigende Transfette und als Bio-Alternative für diverse Erdölprodukte. Es ist ein Milliardengeschäft geworden.
Doch nur die wenigsten wissen, dass sie es überhaupt zu sich nehmen. Viele haben noch nie davon gehört. Immerhin ist es in der EU seit Dezember 2014 kennzeichnungspflichtig. Diese topaktuelle Dokumentation zeigt, wo Palmöl herkommt, wie es gemacht wird und welche Auswirkungen es auf unsere Gesundheit und die Umwelt hat. 



Wie das ZDF-Magazin „Wiso“ herausfand, verwenden auch andere Firmen Palmöl bei der Herstellung von Schokocreme. Dabei wurden ebenfalls die Konkurrenzprodukte von Nutella wie Nusskati, Nudossi, NussPli, Nulacta untersucht. Die Testergebnisse von „Wiso“ sind erschreckend: In jeder Nuss-Nougat-Creme sind diese Schadstoffe enthalten. Die „positivsten“ Gift-Werte haben dabei noch Nutella und die billigere Variante Nulacta von Norma.
Greenpeace (Greenpeace: Die Propagandafabrik – Schwindelfeldzug zur Sicherung des Geldregens)hat die Nuss-Nougat-Creme Nutella von Ferrero im Februar 2015 „schmutzige Schokolade“ genannt. Greenpeace warf Ferrero Kinderarbeit bei der Haselnuss- und Kakao-Ernte vor und kritisierte die Palmöl-Monokulturen im Urwald.
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Capri-Sonne: Gesunde Quelle von Vitamin C?
Zwischendurch ein gesundes Erfrischungsgetränk und dem Körper gesundes Vitamin C zuführen? Capri-Sonne besteht hauptsächlich aus Wasser und Zucker und enthält vergleichsweise wenig Orangen-, Zitronen- und Limettensaft aus Fruchtsaftkonzentraten.
Der Geschmack stammt vom zugesetzten natürlichen Orangenaroma. Wollen Sie wirklich Zucker-Wasser für das bisschen Vitamin C trinken, das dem Getränk zugesetzt wird?
Bereits 2009 warnte Foodwatch
Von wegen gesund: 200 Milliliter enthält eine Tüte Capri-Sonne – laut Foodwatch befinden sich darin 6,5 Stück Würfelzucker. Das teilte die Verbraucherorganisation am Dienstag mit. Außerdem steckten in dem Getränk, das mit großen Früchten auf dem Etikett wirbt, kaum Früchte.
In der bekanntesten Capri-Sonne mit Orangen-Geschmack stecken laut Foodwatch nur sieben Prozent Orangen, das seien etwas mehr als zwei Esslöffel pro Tüte. Für den typischen Capri-Sonne-Geschmack sorgen laut Foodwatch Aromastoffe.
Die Verbraucherorganisation wies darauf hin, dass der Capri-Sonne-Hersteller Wild ein weltweit führender Produzent von Aromen ist. Die Verwendung von Aroma werde nur sehr klein auf der Capri-Sonnen-Verpackung vermerkt. Der hohe Zuckergehalt sei für Verbraucher ebenfalls kaum zu erkennen, weil der Hersteller keine Nährwertangaben mache.
Zwar behaupte Capri-Sonne selbst nicht, dass das Getränk gesund sei, erklärte Foodwatch. Allerdings werde der Verbraucher mit einer ausgeklügelten Werbestrategie „ganz legal in die Irre“ geführt. Foodwatch kritisierte unter anderem, dass der Hersteller trotz der ungesunden Zusammensetzung des Getränks als Förderer von Kinder- und Jugendsport auftrete. „Eltern sollten wissen: Im Schulranzen ist Capri-Sonne fehl am Platze“, sagte Anne Markwardt von Foodwatch.
„Fakt ist, dass die klassische Capri-Sonne zehn Prozent Zucker enthält. Das ist die gleiche Menge Zucker, die auch in Säften vorliegt“, hieß es beim Hersteller selbst. So enthalte zum Beispiel Traubensaft sogar deutlich mehr Zucker. Fruchtsaftgetränke schmecken allerdings süßer als Säfte, weil sie weniger Säure enthalten – deshalb werden sie insbesondere von Kindern bevorzugt.“ Wer auf den Kaloriengehalt achten wolle, könne sich seit mehr als drei Jahren für die zuckerreduzierten Varianten entscheiden.
Milchschnitte mit der Extra-Portion Kalorien
„Schmeckt leicht. Belastet nicht. Ideal für zwischendurch.“ Wer da an Obst oder Gemüse denkt, der irrt. Denn das ist der Slogan der Milch-Schnitte. Seit eh und je werben Sportler für das vermeintlich locker-leichte Produkt: Früher die Klitschkos, heute die Boxweltmeisterin Susi Kentikian und die Speedkletterer „Huberbuam“.
Doch was uns die Sportler und die luftig-leichten Werbesprüche weismachen sollen, ist so weit von der Wahrheit entfernt wie Guttenberg vom Doktortitel. Milch-Schnitte besteht zu etwa 60% aus Fett und Zucker. Dagegen ist selbst Schoko-Sahnetorte ein Diät-Wunder: die enthält im Schnitt weniger Kalorien, weniger Zucker und weniger Fett.
Ferrero bewirbt die Milchschnitte mit der Extraportion Milch und gesundem Honig. In der Tat ist „frische Vollmilch“ die Hauptzutat. Wie frisch die Milch noch sein kann, ist eine andere Frage (Karies, Osteoporose, Krebs: Wie Milch uns krank macht).
Gleich danach folgen auf der Zutatenliste Palmöl, Zucker, Weizenmehl und Magermilchpulver. Honig macht ca. 5 % am Produkt aus. Der perfekte Snack für zwischendurch? Die Milchschnitte selbst hat zwar nur 118 Kalorien, diese stammen jedoch vor allem von gesättigten Fettsäuren und Zucker. Die Milchschnitte macht nicht satt, sondern treibt den Insulinspiegel nach oben und macht Lust auf mehr Süßes. Bei einer Milchschnitte wird es dann nicht bleiben (Das Experiment: 30 Tage frei von Zucker, Junk-Food und Alkohol (Video)).
„Für die Zwischenmahlzeit empfohlen“ sagt das „Institut für Sporternährung e.V.“ aus Bad Nauheim laut Verpackung. Seltsam nur, dass Milch-Schnitte mehr Fett und Zucker als Schoko-Sahne-Torte enthält. Die Doktoren empfehlen übrigens auch nutella zum Frühstück. Klingt, als wären die Sportfreunde aus Bad Nauheim echte Ferrero-Fans (Gekaufte Forschung: Wissenschaft im Dienst der Konzerne).
Auf Anfragen von foodwatch hat das Institut nicht reagiert. Übrigens: Laut Impressum wurde www.milchschnitte.de „in Zusammenarbeit mit dem Institut für Sporternährung“ erstellt. Warum das Erstellen einer Produktwebseite zu den Aufgaben einer Forschungseinrichtung gehört? Nichts Genaueres weiß man nicht.
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Fazit: Kaufen Sie stark verarbeitete Produkte, die hauptsächlich Zucker und Fett enthalten, gar nicht erst ein (Heinz „GMO“ Ketchup von Israel verboten: Zu viel Maissirup und zu wenig Tomaten). Achten Sie immer auf die Verpackung und die kryptisch-toxischen Angaben der Hersteller, was Sie nicht kennen, essen Sie nicht („Happy Meal“ des Grauens: So sieht ein McDonald’s-Menü nach sechs Jahren aus)!
Greifen Sie lieber zu gesunden und natürlichen Müsli-Mischungen, köstlichen Aufstrichen, schmackhaften Natursäften und zwischendurch zu etwas Obst und Gemüse (Urbane Gärten, Selbstversorgung: Familie betreibt auf 400 qm beeindruckende Stadtfarm (Video)).
Dadurch tun Sie Ihrem Körper etwas Gutes, schonen aber auch Ihren Geldbeutel, wenn Sie nicht immer einzeln verpackte Snacks oder Getränke kaufen.

Quelle PravdaTV 

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