Samstag, 2. Januar 2016

Verrückt: Konzerne bestimmen, wann und warum wir psychisch krank sind – Officials Declare ‘Eating Healthy’ a Mental Disorder

Verantwortliche erklären „gesunde Ernährung“ zu einer psychischen Erkrankung.Eine Studie dazu haben wir auch gefunden, wer wird erwähnt? Nestlé, der größte Nahrungsmittelhersteller.
„Orthorexia nervosa“ wird diese Krankheit genannt und wir Netzfrauen haben bereits darüber geschrieben. Heute fanden wir einen Beitrag aus dem Guardian aus September 2015, der sich mit dieser „Krankheit“ auseinandersetzt. Die Schlagzeile: „Orthorexia: wenn gesunde Ernährung  sich gegen Sie wendet“.
Dass mit psychischen Erkrankungen nicht zu spaßen ist, ist genauso unumstritten wie die Tatsache, dass Essstörungen nicht nur ungesund, sondern auch lebensgefährlich sein können.
Aber Menschen, die auf eine gesunde Ernährung achten, industriell verarbeitete Lebensmittel möglichst vermeiden, biologisch produzierte Nahrungsmittel bevorzugen, um den negativen Auswirkungen konventionell produzierter Kebensmittel aus dem Weg zu gehen, laufen wohl bald immer häufiger Gefahr, als psychisch krank eingestuft zu werden. Das macht uns doch nachdenklich.
Wir haben uns erneut auf Recherche begeben, hier das Ergebnis: 


Orthorexia nervosa

Zunehmend ist eine neue Art der Essstörung zu beobachten, bei der die Betroffenen eine Besessenheit für eine gesundheitsfördernde Ernährung entwickeln. Laut der Schweizerischen Vereinigung für Ernährung 2004 nimmt die Häufigkeit dieser als “Orthorexie” oder “Orthorexia nervosa” (vom griechischen “orthos” = richtig und “orexis” = Appetit) bezeichneten neuen Essstörung bedenkliche Ausmaße an.
Allein bei der „Schweizerischen Vereinigung für Ernährung“ sollte man misstrauisch werden. Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung erhält Geld von Firmen wie Coca-Cola und Bayer. Sie geht mit ihnen Kooperationen ein und lässt sich für deren Werbung einspannen.

Gönner von der Schweizerischen Vereinigung für Ernährung

nestle

Partner International

  • aid – Aufklärungs- und Informationsdienst für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (Infodienst)
  • Arbeitsgemeinschaft Klinische Ernährung (AKE) Österreichische Arbeitsgemeinschaft
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG)
  • Dachverband Schweizer Lehrerinnen und Lehrer Fachkommission Hauswirtschaft
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin
  • Dietary Guidlines for Americans center for nutrition policy and promotion
  • Ernährungswissenschaft der Justus-Liebig-Universität Giessen
  • Eurpoäische Behörden für Lebensmittelsicherheit (EFSA)
  • Europäisches Forschungsnetzwerk (EUREKA) Europäische Kommision Umwelt
  • European Society for Clinical Nutrition and Metabolism (ESPEN) research, education and consensus statements
  • Forschungsinsitut für biologischen Landbau (FiBL)
  • Forum Ernährung heute, Verein zur Förderung von ErnährungsinformationenL’éco-innovation pour un avenir durable EcoAP
  • Netzwerk Experimentelle Ernährungsforschung (Deutschland)
  • Österreichische Gesellschaft für Ernährung Froschung, Lehre und Information
  • Santé Canada Guide alimentaire canadien
  • Forschungsinstitut für Kinderernährung
  • Quelle
Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung (SGE) setzt sich für eine gesunde Ernährung ein und bekommt dafür vom Bund jährlich 300 000 Franken.
Informationen über SGE findet man ausfder Webseite http://www.sge-ssn.ch/die-sge/ .Wir wissen bereits, dass auch die EFSA gar nicht so neutral ist, wie sie sein müsste. Siehe Lobbyverflechtungen – EFSA gefährdet unsere Gesundheit zugunsten der Industrie!
Die SGE wurde 1965 als Verein mit Sitz in Bern gegründet und ist als gemeinnützige Institution steuerbefreit. Sie kooperiert mit dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV), mit der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz und mit der Akademie der Naturwissenschaften (SCNAT) auf Basis von Leistungsverträgen. Die SGE führt sowohl die Geschäftsstelle des Netzwerkes Ernährung und Gesundheit (Nutrinet) als auch das Kompetenzzentrum Ernährung von bildung + gesundheit Netzwerk Schweiz.

Mitgliederspektrum

Die SGE zählt rund 6000 Mitglieder. 70% der Mitglieder sind Frauen, 25% Männer und 5% Kollektiv- oder Freimitglieder. Die grösste Mitgliedergruppe sind die Deutschschweizer (82%), gefolgt von den Romands (15%) und den Tessinern (3%).
Viele der rund 5700 Einzelmitglieder sind Mediatoren wie Hauswirtschaftslehrerinnen, Gewerbe- oder Grundschullehrer/innen (1400 Mitglieder), Ernährungsberaterinnen (860 Mitglieder), Ernährungs- und Naturwissenschaftler (470 Mitglieder), Apotheker und Drogisten (440 Mitglieder) sowie Mediziner (400 Mitglieder).
Unter den rund 250 Kollektiv-, Gönner- und den rund 50 Freimitgliedern finden sich u.a. Lebensmittelproduzenten, Grossverteiler, Schulen, Fach- und Berufsverbände sowie nationale und internationale Organisationen.
Wenn Sie sich die Gönner anschauen, finden Sie unter anderem die Lebensmittelproduzenten. Wir haben Ihnen bereits erläutert, dass Nestlé, Kraft, Coca-Cola, PepsiCo, Kellog’s, Mars, Unilever, Procter & Gamble, Johnson & Johnson, General Mills und Danone – diese 11 Mega-Konzerne unser Essen kontrollieren. Sie sind die großen Gewinner – ob Softdrinks, Reinigungsmittel, Joghurt und sogar Katzen- und Hundefutter. Siehe Die Macht der Lebensmittel-Giganten 2015
Die SGE hat unter anderem den Auftrag, die Bevölkerung zu informieren und aufzuklären. So steht es in ihren Statuten geschrieben. Doch die Gesellschaft geht auch immer häufiger Kooperationen mit Unternehmen aus der Nahrungsmittelbranche ein: Firmen wie Coca-Cola, McDonalds oder Chips-Hersteller Zweifel zahlen der SGE jährlich Gönnerbeiträge von 2000 bis 10 000 Franken. Dafür erhalten die Firmen Vorteile: Sie dürfen ihr Logo auf der SGE-Internetseite platzieren – und in gewissen Fällen gar das Logo der SGE für ihre Werbung verwenden.

Zum Beispiel Nestlé:

Der Lebensmittel-Multi schuf den «Ernährungspreis Nestlé Schweiz». Im Rahmen einer nationalen Fachtagung der SGE prämiert Nestlé Wissenschafter für ausserordentliche Arbeiten, auch Coca-Cola ist am Anlass regelmäßig dabei.

Dazu von der Webseite Nestlé:

Nestlé hat eine eigene Seite, die sich Ernährungsstudio- Nestlé nennt.
Bevor Sie weiterlesen , sollten Sie wissen, dass Nestlé eine eigene Pharma-Abteilung hat.
Seit Januar 2011 arbeiten die Nestlé Health Science und das Nestlé Institute of Health Science gemeinsam an der Entwicklung einer personalisierten, wissenschaftlich basierten Ernährungstherapie.“ Nestlés Ziel ist es, eine neue Dimension der Nestlé Vision „Ernährung, Gesundheit und Wohlbefinden“ einzuläuten – da wird der Bock zum Gärtner gemacht. 
Wir berichteten bereits Mitte Januar darüber, dass der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé ein weiteres Standbein ausbauen will. Zu diesem Zweck ist der Konzern eine langfristige Zusammenarbeit mit der US-Biotechnologiefirma Cellular Dynamics International (CDI) eingegangen. Dieses Unternehmen produziert menschliche iPS-Zellen.
Nestlé will anhand der von CDI gelieferten Hirn- und Leberzellen den Zusammenhang zwischen Nahrung und Krankheit untersuchen – und so natürlich auch Produkte entwickeln, zum Beispiel mit Nährstoffen angereicherte Getränke und Smoothies, die als gesundheitsfördernd an den Mann gebracht werden können. Siehe dazu: Frankensteins Küche- Nestlé nimmt als Zutat menschliche Stammzellen. Übrigens stammt der Ausdruck „Frankensteins Küche“ nicht von uns, sondern wird als Ausdruck für den Eingriff in die Natur mithilfe von Gentechnik verwendet. Mittlerweile wurde Nestlés Lieferant für menschliche Zellen von Fujifilm aufgekauft.
Nährstoffe: Was ist die Basis für Empfehlungen?

Empfehlungen für die Nährstoffzufuhr gibt es schon seit etwa 150 Jahren. Früher wurden sie formuliert, um Hunger und Mangelerkrankungen vorzubeugen. In unserer heutigen Überflussgesellschaft sollen sie zusätzlich dazu dienen, Nährstoffreserven im Körper zu bilden, eine Überversorgung zu verhindern und unsere Gesundheit zu erhalten und zu fördern.

Standardwerk: D-A-CH-Referenzwerte

Das Standardwerk für Nährstoffempfehlungen im deutschsprachigen Raum, die D-A-CH Referenzwerte, haben die Gesellschaften für Ernährung in Deutschland (DGE), Österreich (ÖGE) und der Schweiz (SGE und SVE) gemeinsam herausgegeben. Die dort genannten Empfehlungen für gesunde Erwachsene, Kinder und Jugendliche sind nach Alter und meist auch nach Geschlecht differenziert. Sie nennen empfohlene Zufuhrmengen, Mindest- oder Höchstwerte für die tägliche Aufnahme an Hauptnährstoffen (Kohlenhydrate,Fett und Eiweiß) sowie an VitaminenMineralstoffenEnergieWasserBallaststoffen und Alkohol. Für Schwangere und Stillende werden entsprechende Zuschläge angegeben.
Internationale Lebensmittelhersteller, wie Nestlé, und globale Handelsunternehmen leiten ihre Richtwerte auch von anderen, internationalen Empfehlungen ab, z. B. den Empfehlungen für Erwachsene von „Eurodiet“. „Eurodiet“ ist ein von der Europäischen Kommission gefördertes Projekt, das gesundheitspräventive Ernährungsprogramme der EU-Mitgliedsländer koordiniert. Die Richtwerte von „Eurodiet“ weichen ein wenig von den D-A-CH-Referenzwerten ab. Die kleinen Differenzen sind bedingt durch geringfügige Unterschiede bei der Berechnung. Der Vorteil: Auch im Urlaub finden Sie identische Werte auf Ihren Produkten. – So Nestlé

Wie neutral finden Sie diese Empfehlungen – wenn Konzerne zu den „Gönnern“ gehören?

Die „Gönner“ profitieren mehrfach, zum Einem stellen diese die Nahrungsmittel her, zum Anderen entwickeln diese die geeigneten Medikamente.
SGE-Präsident Ulrich Moser war bis 2010  im Vorstand der Firma Nutrivit. Die Firma vertrieb künstliche Vitamine. Auch davor waren künstliche Vitamine Mosers Steckenpferd: Während mehrere Jahren arbeitete er für «Roche Vitamine Europa». Hier finden Sie der Werdegang von Ulrich Moser. Mehr Infos auch hier: Gesundheitstipp-SGE-Deals.pdf

Fragwürdige Deals mit Lebensmittelkonzernen und der Pharma können durchaus zu neuen Krankheiten führen, die es vielleicht gar nicht gibt, aber die man erfinden könnte.

Der Begriff Orthorexie (von griechisch: ὀρθός orthós „richtig“ und ὄρεξις órexis „Begierde“, „Appetit“) wurde erstmals vom amerikanischen Arzt Steven Bratman im Oktober 1997 in Anlehnung an die Bezeichnung „Anorexia nervosa“ geprägt. Und wie schon oben erwähnt, kam dann 2004 die SGE, die dann auch gleich mit einem „Bratman Test für Orthorexie  aufwarteten.
Nicht nur wir machen uns Gedanken über dieses Thema, die hat sich auch Jefferey Jaxen gemacht. Jaxen ist ein unabhängiger Journalist, Schriftsteller und Forscher, der seinen Fokus auf Eigenverantwortung und eine alternative Gesundheit gelegt hat. Seine Arbeit ermöglicht es ihm, Veränderungen in diesen sich schnell verändernden Zeiten rasch zu erfassen. Jaxen ist ein Gastautor auf NaturalSociety.com mit einer Vielzahl von Themen.
Seine Gedanken zu diesem Thema haben wir für Sie zusammengefasst.

Verantwortliche erklären „gesunde Ernährung“ zu einer psychischen Erkrankung.

In einem Versuch, die massenhaften Anstürme zu bremsen, die Wandel und Reform bei unseren Lebensmitteln verursachen, hat die Psychiatrie grünes Licht für eine PR gegeben, die die Verbreitung des neuen Modewortes „Orthorexia nervosa“, definiert als „eine pathologische Besessenheit für rein biologische und gesunde Ernährung“, ankurbelt.
Das heißt nichts anderes, als das unser Bedürfnis nach nährstoffreicher und gesunder Nahrung eine psychische Störung ist, die behandelt werden sollte.
CNNFast Company, Popular Science und andere große Namen haben dieses Stickwort sofort aufgenommen und begonnen es heraus zu posaunen.
„Orthorexia nervosa“ als Bezeichnung für die Menschen, die sich Gedanken über eine gesunde und „saubere“ Ernährung machen. Bezeichnet von einem gestörten Wunsch nach „reinen“ oder „gesunden“ Lebensmitteln, werden diejenigen diagnostiziert, die sich übermäßig mit natürlichem Make-up oder ihrer Ernährung beschäftigten.
Mit anderen Worten, kehren Sie industriell hergestellten Lebensmitteln, die bekannte krebserregende toxische Zusatzstoffe enthalten, und einer Geschichte der Verlogenheit, in der das Motto stets „Profit geht über Mensch“ lautet, den Rücken, dann können Sie an einer psychischen Krankheit leiden. Um dem allen die Krone aufzusetzen, werden Ihnen nun, wenn diese „pseudowissenschaftlich“ bezeichnete Erkrankung bei Ihnen diagnostiziert wurde, bekanntlich toxische Medikamente einiger der Großkonzerne verschrieben, die Sie durch die gesunde Ernährung vor allem meiden wollten.
Werbung
Noch hat Orthorexia seinen Weg nicht in die neueste Ausgabe der psychiatrischen Bibel – das „Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM)“ – gefunden, es wird aber häufig mit anderen Essstörungen in einen Topf geworfen.
Die Psychiatrie an sich ist eng mit der Pharmaindustrie verbunden, die die Drogen herstellt, um jeder dieser „Störungen“ zu „behandeln“. Häufig sind es gerade diese Unternehmen, die die Macht besitzen, hinter den Kulissen so viel Einfluss zunehmen, dass weitere psychische Gesundheitskategorien erfunden werden – mit ihren toxischen Produkten als Antwort.

Die Psychiatrie-Gemeinschaft erachtet sogar Kreativität als psychische Erkrankung.

Wenden die Menschen sich auch weiterhin von dem kaputten System der Medizin, Landwirtschaft und der Lebensmittel ab wie von einem gewalttätigen Verwandten, werden die Nahrungsmittelhersteller bereit sein alles zu tun, um ihre schwindende Kontrolle zu behalten. In den letzten fünf Jahren ist der Markt für biologische und nicht gentechnisch veränderte Lebensmittel derart explodiert, dass alle Unternehmen, die nicht willens sind, diesem Trend zu folgen, eine finanzielle Notlage oder sogar ihren Ruin riskieren. Auch spüren die pharmazeutischen Unternehmen, dass weniger Menschen ihre toxischen Medikamente und deren lähmende Nebenwirkungen möchten.
Vielleicht treiben es einige Personen zu weit, vielleicht sogar bis zur Selbstverletzung, aber das Problem, dem wir in Form eines giftigen Nahrungsmittelsystems gegenüber stehen, ist eine viel größere Bedrohung. Schlussendlich lasst uns über einiges der Scheiße im Klaren sein, mit der wir von der Psychiatrie, finanziert durch die pharmazeutische Industrie, gefüttert werden. Wenn gesunde Nahrung und Kreativität mit psychischen Problemen gleichgestellt werden, dann stimmt etwas nicht.

INFOBOX

Wenn es um Ernährung geht, ist Nestlé nicht weit: Auch der größte Nahrungsmittelkonzern beschäftigt sich mit der Krankheit und hat auf seiner Seite sogar einen Test veröffentlicht :
Um herauszufinden, ob Sie selbst oder jemand in Ihrem Umfeld von Orthorexie betroffen ist, gibt es den so-genannten Bratman-Test. Er beinhaltet zehn Fragen. Wer mehr als vier oder fünf Fragen mit „Ja“ beantwortet, sollte vielleicht etwas mehr Gelassenheit in Sachen Ernährung an den Tag legen. Wer gar alle Fragen bejaht, weist starke Anzeichen eines zwanghaften Essverhaltens auf und sollte sich professionellen Rat holen.
Der Bratman-Test:
1.  Denken Sie mehr als 3 Stunden am Tag über Ihre Ernährung nach?
2.  Planen Sie Ihre Mahlzeiten mehrere Tage im Voraus?
3.  Ist Ihnen der ernährungsphysiologische Wert Ihrer Mahlzeit wichtiger als die Freude an deren Verzehr?
4.  Hat die Steigerung der angenommenen Lebensmittelqualität zu einer Minderung Ihrer Lebensqualität geführt?
5.  Sind Sie in letzter Zeit mit sich strenger geworden?
6.  Steigert sich Ihr Selbstwertgefühl durch gesunde Ernährung?
7.  Verzichten Sie auf Lebensmittel, die Sie früher gerne gegessen haben, um nun “richtige” Lebensmittel zu essen?
8.  Haben Sie durch Ihre Essensgewohnheiten Probleme auszugehen und distanzieren Sie sich dadurch von Freunden und Familie?
9.  Fühlen Sie sich schuldig, wenn Sie von Ihrer Diät abweichen?
10.  Fühlen Sie sich glücklich und unter Kontrolle, wenn Sie sich gesund ernähren?
Es gibt auch eine Studie aus der Schweiz:

[PDF]Studie: Prävalenz von Essstörungen in der Schweiz

Prävalenz von Essstörungen in der Schweiz Im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG)
Vertrags-Nr. 09.006170 / 204.0001 / -675 und 10.005736 / 204.0001 / -782 Schlussbericht Zürich, 7. Mai 2012
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsspital Zürich 2 Institut für Sozial- und Präventivmedizin, Universität Zürich
Aus der Studie:
(…) Zwischen ON und den Essstörungen bestehen einige Gemeinsamkeiten. Orthorexie kann zu Mangelernährung und Gewichtsverlust sowie sozialer Isolation wie bei AN führen. Anders jedoch als bei AN und BN sind Personen mit ON bemüht, gesunde und reine Nahrung zu sich zu nehmen, und kümmern sich nicht um die Quantität oder das physische Erscheinungsbild der Nahrung (Arusoglu, Kabakci et al. 2008). Sie verbringen die meiste ihrer Zeit damit, strikte Regeln zu befolgen, und Verhaltensweisen wie die Hauptbeschäftigung mit dem Essen ähneln den Symptomen einer Zwangsstörung. Auf der anderen Seite wird argumentiert, dass die Hauptbeschäftigung mit dem Essen bei ON nicht so stark ausgeprägt ist wie bei AN oder BN, da es sich nur auf die Qualität des Essens bezieht und somit bestehe keine Berechtigung, Orthorexie als Krankheit oder Störung zu definieren (Donini, Marsili et al. 2004; Mathieu 2005; Kinzl, Hauer et al. 2006; Arusoglu, Kabakci et al. 2008; Vandereycken 2011). Mit dem heutigen Konzept von ON (es bestehen noch keine universal akzeptierte Definition und keine validen diagnostischen Kriterien) und den bestehenden Instrumenten zur Orthorexie kann deshalb nicht von einer Essstörung sondern viel mehr von einem auffälligen Essverhalten gesprochen werden.(…)
(…)“Vergleichbare Resultate zeigte die Nutri-Trend Studie von Nestlé, in welcher jeweils knapp 90% der Befragten erwähnten, die Empfehlungen, viel Gemüse, Salat und Früchte zu konsumieren und sich abwechslungsreich und ausgeglichen zu ernähren, seien für sie wichtig. Diese Antworten können zusammen mit den Werten für Orthorexie aus vorliegender Studie als Hinweis auf die Beschäftigung mit Ernährungsfragen und das Ernährungsbewusstsein in der Schweizer Wohnbevölkerung angesehen werden.“(…)
Wir wollen nicht versäumen darauf hinzuweisen, dass Recherchen der Wochenzeitung «WOZ» zeigen, dass der Nestlé-Tochter Nestec in Sponsoringverträgen mit der ETH Lausanne (EPFL) sowohl ein Mitsprache- als auch ein Vetorecht bei der Besetzung von Lehrstühlen eingeräumt wurden. Dieses konnten wir der http://campus.nzz.ch/ entnehmen .Lesen Sie dazu auch „Durchlöchern“ Nestlé und UBS (Universal Bank Schweiz) die Lehr- und Forschungsfreiheit in der Schweiz wie einen Käse?
In „In Frankensteins Küche wird weiter gekocht – Nestlé nimmt als Zutat menschliche Stammzellen“ haben wir über die Zusammenarbeit mit der US-Biotechnologiefirma Cellular Dynamics International CDI) berichtet. CDI liefert menschliche Zellen an das Nestlé Institute of Health Sciences. Nestlé möchte anhand der von CDI gelieferten Hirn- und Leberzellen den Zusammenhang zwischen Nahrung und Krankheit untersuchen – und so natürlich auch Produkte entwickeln, zum Beispiel mit Nährstoffen angereicherte Getränke und Smoothies, die als gesundheitsfördernd an uns Menschen gebracht werden können.
Das Original finden Sie hier

Keine Kommentare: