Erkennen • Erwachen • Verändern

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Donnerstag, 31. Dezember 2015

Frieden ,Liebe und Mitgefühl ist die Lösung

43ph

Bild:© Romolo Tavani - Fotolia.com


Eine spirituelle Antwort auf den Terror finden

Der Terror als Spiegel: Angst und Hass oder Liebe und Vergebung? Gewaltlosigkeit als Lösung oder Angriff als Verteidigung? Was ist wahr?

Mehr Krieg?

Die Anschläge von Paris sind nun fast eine Woche her. Die Medien-Maschine hat die Angst über Paris ausgerollt, die Politik nutzt sie für einen weiteren Schritt in Richtung Polizeistaat. Die Kriegsmächte auf allen Seiten ergehen sich in Rache und die Antwort auf Paris lautet weltweit vor allem: mehr Krieg!

Es ist schwer, eine eigene Antwort auf die aktuellen Ereignisse zu finden, sie zu durchdringen und wirklich zu fragen: Was ist hier meine höchste Wahrheit?

Meinen Hass bekommt ihr nicht

Nicht alle antworten mit Gewalt. Ausgerechnet der Mann eines der Opfer von Paris zeigte, dass es auch andere Optionen gibt. Der Journalist Antoine Leiris verlor durch die Attentate in Paris seine Frau, die Mutter seines nur 17 Monate alten Sohnes. In einem offenen Brief wandte er sich an die Mörder seiner Frau:

„Am Freitagabend habt Ihr mir das Leben eines außergewöhnlichen Menschen geraubt, die Liebe meines Lebens, die Mutter meines Sohnes, aber meinen Hass, den bekommt Ihr nicht. Ich weiß nicht, wer Ihr seid, und ich will es auch gar nicht wissen, denn Ihr seid tote Seelen. Wenn dieser Gott, für den Ihr so blind mordet, Euch nach seinem Ebenbild erschaffen hat, dann hat jede Kugel im Leib meiner Frau auch sein Herz verletzt.

Deshalb nein, ich werde Euch jetzt nicht das Geschenk machen, Euch zu hassen. Sicher, Ihr habt es genau darauf angelegt – doch auf diesen Hass mit Wut zu antworten, das hieße, sich derselben Ignoranz zu ergeben, die aus Euch das gemacht hat, was Ihr seid. Ihr wollt, dass ich Angst habe, dass ich meine Mitbürger mit Argwohn betrachte und meine Freiheit für meine Sicherheit opfere. Vergesst es. Ich bin und bleibe der, der ich war.

Ich habe sie heute Morgen gesehen. Endlich, nach Tagen und Nächten des Wartens. Sie war noch genauso schön wie Freitagabend, als sie losging, genauso schön wie damals, vor über 12 Jahren, als ich mich unsterblich in sie verliebte. Natürlich bin ich vor Kummer fast am Ende, diesen kleinen Sieg gestehe ich Euch zu, aber das wird nicht lange dauern. Ich weiß, sie wird mich jeden Tag begleiten und dass wir uns im Paradies der freien Seelen wiedersehen werden – in eben dem Paradies, zu dem Ihr niemals Zutritt haben werdet.

Wir sind zu zweit, mein Sohn und ich, aber wir sind stärker als alle Armeen dieser Welt. Ich habe auch nicht mehr viel Zeit für Euch, denn ich muss zu Melvil gehen, der gerade aus seinem Nachmittagsschlaf erwacht. Er ist noch nicht einmal 17 Monate alt, er wird jetzt eine Kleinigkeit essen wie jeden Nachmittag, und dann werden wir miteinander spielen, auch wie jeden Tag, und dieser kleine Junge wird für Euch sein Leben lang ein Affront sein, weil er glücklich sein wird und frei. Denn, nein, auch seinen Hass werdet Ihr nie bekommen.“

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