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Montag, 7. Dezember 2015

BRASILIANISCHES WESPENGIFT TÖTET KREBSZELLEN OHNE DIE GESUNDEN ZU BESCHÄDIGEN

Neue Forschungsergebnisse veröffentlicht in dem Biophysical Journal zeigen, dass das Gift der brasilianischen Wespe Polybia Paulista eine leistungsfähige Anti-Krebs-Zutat enthält. Das Gift namens MP1 (Poybia-MP1) ist in der Lage, Tumorzellen zu töten, ohne die gesunden zu beschädigen.

Um den Mechanismus hinter dieser selektiven Wirkung zu untersuchen, erstellte das Forschungsteam Modell Zellmembranen und setzte sie dem Gift aus. Mit der Verwendung von Bildgebung und biophysikalischen Methoden wurde herausgefunden, dass MP1 die Krebszellen selektiv angreift aufgrund der abnormalen Verteilung der Lipide (Fettmoleküle), die sich auf der Aussenseite ihrer schützenden Membranen befinden.
Der Krebs-Zielbestandteil interagiert mit den Lipide und verzerrt die Struktur der Zellmembranen, wodurch grosse Löcher in ihnen entstehen. Als Ergebnis beginnen Moleküle aus den Membranen und den Krebszellen auszutreten, die nicht in der Lage sind ohne diese Moleküle zu funktionieren und sterben schliesslich.
Zur gleichen Zeit, schädigt das Gift nicht den gesunden Zellen, da sie eine andere Anordnung der Lipide haben, welche an den inneren Membranen der Zelle gefunden wurden und nicht auf der Aussenseite.
Laut Dr. Paul Beales, Professor an der Universität von Leeds und Co-Autor der Studie, Krebstherapien, die die Interaktion mit den Lipide der Tumorzellmembranen involvieren, könnten ”eine völlig neue Klasse von Krebsmedikamenten” werden.
”Dies könnte zur Entwicklung neuer Kombinationstherapien werden, bei denen mehrere Medikamente gleichzeitig verwendet werden, um den Krebs durch Angriffe auf verschiedene Teile der Krebszellen zur gleichen Zeit zu behandeln”, fügte er hinzu.
Das Gift wurde auf Prostata-und Blasenkrebszellen getestet und hat sich als wirksam bei der Hemmung ihres Wachstums erwiesen. Seine Wirksamkeit zeigte es auch bei Leukämie-Zellen, die dafür bekannt sind, dass sie resistent gegen eine Reihe verschiedener Medikamente sind.
Polybia-paulista-waspDie Polybia Wespe. Bildnachweis: Prof Mario Palma/São Paulo/PA.
Während die Nutzung des Polybia Giftes zur Bekämpfung von Krebs eine vielversprechende Möglichkeit ist, ist mehr Forschung notwendig, um die Ergebnisse zu bestätigen und zu erarbeiten. Nach Angaben der Forscher ist der nächste Schritt nicht nur den Mechanismus der selektiven Wirkung des MP1 weiter zu untersuchen, sondern auch seine Anti-Krebs-Eigenschaften für klinische Zwecke zu steigern.
”Das Verständnis des Wirkungsmechanismus dieser Peptide wird translationalen Studien helfen, das Potenzial für dieses Peptid zu bewerten um es in der Medizin einzusetzen”,folgerte Beales.
Quelle: http://www.erhoehtesbewusstsein.de/

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