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Samstag, 28. November 2015

Armin Risi: Von Aton zu Adonai



Echnaton und die geheime Verbindung zur mosaischen Tradition
Armin Risi im Gespräch mit Michael Friedrich Vogt beim "MysterienZyklus", eine von der Firma FOSTAC in Bichwil/Schweiz gesponserte Vortragsreihe mit herausragenden Referenten. 

Der geheimnisvolle und viel diskutierte ägyptische Pharao Echnaton (14. Jh. v. d. ZR) war für mehr als dreitausend Jahre gänzlich aus dem Gedächtnis der Geschichte verschwunden, weil die Pharaonen der Nachfolge-Dynastie die Spuren der Echnatonzeit zerstörten und seinen Namen in den Königslisten unterschlugen, wie wenn diese Person nie existiert hätte. Warum wurden Echnaton und seine Frau Nofretete derart geächtet? Wie existierte die verbotene Mysterienlinie des Echnaton im Untergrund weiter? Was ist die Verbindung zwischen dem ägyptischen Gottesnamen Aton und dem jüdischen Gottesnamen Adonai? Welche Verbindung besteht zwischen der biblischen Figur des Moses und dem historischen Echnaton?

Als die Ägyptologen im 19. und frühen 20. Jahrhundert die Existenz dieses offiziell nicht existenten Pharaos entdeckten, erkannten sie in den verbliebenen Inschriften und kulturellen Spuren, daß er und seine Gemahlin religiöse Reformatoren gewesen waren. Sie verließen sogar die goldene Hauptstadt Theben-Luxor und gründeten in der Wüste eine neue Königsstadt.

Anfänglich sah die historische Forschung in Echnaton und Nofretete Vorläufer des Judentums und der Lehre Jesu. Die modernen Rosenkreuzer „erkannten“ in Echnaton ihren geistigen Gründervater. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts jedoch änderte sich die vorherrschende Meinung der Ägyptologen über Echnaton – aufgrund eines Übersetzungsfehlers. Weitere Forschungen brachten überraschende Verbindungen zum Urchristentum und zum Mysterium des Melchisedek ans Licht.

Die verschiedenen religiösen und esoterischen Traditionen des Morgen- und Abendlandes haben gemeinsame Wurzeln. Das ist ein wichtiger Schlüssel zur Essenz der Religionen und entzieht jedem religiösen und okkulten Absolutheitsanspruch den Boden. Es geht um eine Verbindung der Religionen. Der Bogen, der in der Echnatonzeit eröffnet wurde, kann heute in einem neuen, ganzheitlichen Verständnis von Religion, Spiritualität und Mythologie abgerundet werden, und dieser Kreis öffnet sich zu einer neuen „Etappe“ in der geistigen Evolutionsspirale der Menschheit.

Auf 3D-Laserscanaufnahmen der Nordwand von Tutanchamuns Grabkammer entdeckte der Ägyptologe Reeves Spuren, die auf einen zugemauerten Gang hinweisen. Die Grabanlage von Tutanchamun war wohl ursprünglich größer und gar nicht für ihn gebaut, sondern für Nofretete, was sich aus der typisch femininen Ausrichtung ergibt.

Ebenso wird auch das bestätigt, was ich im Vortrag zu Echnaton und zur Kontroverse um seinen angeblichen Nachfolger sagte. Hier ein Zitat aus dem Bericht von Andreas Müller auf www.grenzwissenschaft-aktuell.de:
www.grenzwissenschaft-aktuell.de/grab-de­r-nofretete20150813/

„Laut Reeves‘ Argumentation kann es sich bei dem in den vermeintlich verborgenen Kammern nur um das Grab eines Vorgängers Tutanchamuns handeln. Doch wer genau das war, ist bis heute selbst unter Ägyptologen umstritten. Von den in Frage kommenden Persönlichkeiten Nofretete, Neferneferuaten und Semenchkare wurden jedoch bislang keine Gräber bzw. Mumien entdeckt. Hinter den drei Namen vermuten Reeves und auch andere Ägyptologen ein und dieselbe Person: Nofretete, die Gemahlin des einstigen ‚Ketzerkönigs‘ […].“

Ebenso ist im oben erwähnten stern-Artikel zu lesen: „Tatsächlich handelt es sich bei Semenchkare wohl eher um eine weitere Darstellung Nofretetes. […] Nofretete alias Semenchkare […]“

Auf einmal sagen alle, das hätten sie auch schon immer gedacht! Aber die Lehrbücher zeigen, daß während der letzten 60 Jahre praktisch alle meinten, Semenchkare sei „jemand anders“, und entsprechende (negative) Theorien und Szenarien aufstellten. Die Ägyptologin Christine El Mahdy (1950 – 2008), die nachwies, daß diese Theorien auf einer Fehlübersetzung beruhten, wird von Reeves nirgendwo erwähnt, und sie erlebt diese Bestätigung leider nicht mehr. Aber in meinen Büchern „Licht wirft keinen Schatten“ und „Der radikale Mittelweg“ wird ihre Entdeckung ausführlich besprochen und gewürdigt, ebenso nun auch in diesem Vortrag.

Anfang November 2015 gab die ägyptische Altertumsverwaltung bekannt, daß Infrarotscans einer Wand in der Grabkammer von Tutanchamun auf einen dahinter verborgen liegenden Raum hinweisen:
www.grenzwissenschaft-aktuell.de/verborg­ene-kammer-hinter-tutanchamun-grab201511­09/

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