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Montag, 12. Oktober 2015

Spektakuläre Wende: Obama erklärt US-Kriege für gescheitert

US-Präsident Barack Obama hat einen spektakulären Kurs-Wechsel der Außenpolitik vollzogen: In einem Interview mit 60 Minutes bezeichnete Obama als erste US-Präsident den Irak-Krieg als „Fehler“. Die Syrien-Stratgie sei gescheitert, ebenso wie die Intervention in Afghanistan. Die USA müssten ihre militärischen Ausritte beenden. So spricht ein Friedensnobelpreisträger.


US-Präsident Barack Obama hat in einem bemerkenswerten Interview mit CBS für die Sendung 60 Minutes einen völlig neuen Kurs in der US-Außenpolitik vorgegeben: Demnach sollen nicht mehr Kriege die US-Außenpolitik prägen – weil alle Stellvertreter-Kriege der jüngeren Vergangenheit gescheitert seien. Ausdrücklich bezeichnete Obama den Irak-Krieg als „Fehler“ – etwas, was in dieser Deutlichkeit noch von keinem US-Präsidenten zu hören gewesen ist. Obama: „Die Republikaner, die jetzt wollen, dass wir im Irak einmarschieren, sind dieselben, die immer noch Schwierigkeiten haben anzuerkennen, dass das ein Fehler war.“
Zu Syrien distanziert sich Obama in überraschend offener Weise von den US-Neocons, die seit Jahren verlangen, dass die USA in Syrien eingreifen sollen: „Ich war von Anfang an skeptisch gegenüber der Idee, dass wir im Endeffekt einen Stellvertreter-Krieg in Syrien starten sollen.“ Alle bisherigen Bemühungen „haben nicht funktioniert“. Das Problem des IS-Terrorismus sein eines, „das die ganze Gemeinschaft der Staaten“ lösen müsse – nicht die USA allein.
In Afghanistan habe man 13 Jahre lang Krieg geführt – das Ergebnis stehe in überhaupt keinem Verhältnis zu dem enormen „Investment“, das die Amerikaner hineingesteckt hätten.
Der Interviewer, Steve Kroft, stellt beinharte Fragen, und Obama ist über weiter Strecken nicht in der Lage, die Vorhaltungen zu entkräften. Das dürften ihm seine Widersacher als Schwäche auslegen. So fragte Kroft, ob die Schwäche der USA nicht dadurch ihren Ausdruck finde, dass nun Russlands Präsident Wladimir Putin das Kommando im Nahen Osten übernommen habe. Obama geriet etwas ins Schwimmen, und versuchte darzustellen, dass Amerikas Stärke anderswo zu finden sei, etwa beim Kampf gegen den Klimawandel. Vor allem aber wehrte sich Obama gegen die Definition von Stärke als einer rein militärischen Kategorie.
Doch tatsächlich agiert Obama bei aller scheinbaren Hilflosigkeit in diesem Interview wie ein Friedensnobelpreisträger, wohl zum ersten Mal in seiner Amtszeit. Er erklärt nämlich, wenngleich aus der Defensive, dass all die militärischen Abenteuer und Stellvertreter-Kriege für die Welt und für die USA sinnlos seien.
Obama: „Es wäre eine schlechte Strategie, wenn am Ende das einzige Maß für die Führungsrolle und Stärke Amerikas darin besteht, dass wie weitere 100.000 oder 200.000 Soldaten nach Syrien oder zurück in den Irak schicken, oder vielleicht nach Libyen, oder vielleicht in den Jemen; und wir dann dorthin gehen, nicht nur, um die Polizei zu sein, sondern diese Regionen zu regieren. Wenn wir diesen Fehler wieder machen, dann Schande über uns!“
Quelle: DWN 

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

"Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute... " bzw. "Wer's glaubt, wird seelig". Weichspülmodus zur Gefühlsabdämpfung. Die guten Amis....... Vorbereitung auf gute Stimmung?
.....

Anonym hat gesagt…

Wen Interessiert es was Obama sagt? Da könnte genauso der Furz meines Hundes das Weltgeschehen bestimmen! Es wird das gemacht was die Finanz-Elite vorschreibt, und nicht was dieser "Präsidentenhonk" in einem Interview von sich gibt- einfach Lachhaft!-Da könnte Merkel ja auch den ewigen Frieden auf Erden verkünden.

Rene Hoeppner hat gesagt…

Wer einmal lügt, usw ... ;-)

Anonym hat gesagt…

Er führt was im schilde

Anonym hat gesagt…

Zu schön um wahr zu sein!!!!!

der aufklärer hat gesagt…

zum ende seiner amtszeit will er seinen ruf noch retten
schöne worte der dann keine taten folgen
deutlich zu sehn an seinem versprechen guatanamo aufzulösen
für was hatt dieser verbrecher den sog, friedensnobelpreis erhalten
er steht in usa kurz vor einer amtsenthebung
der will nur seinen arsch retten