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Donnerstag, 1. Oktober 2015

Propagandakrieg gegen Putin: Fotos von zivilen Opfern in Syrien vor russischen Luftschlägen aufgenommen

Der russische Präsident äußerte sich zu den angeblichen zivilen Opfern durch die russischen Luftschläge: "Die ersten Informationen über zivile Opfer waren erschienen, noch bevor unsere Flugzeuge in den Himmel stiegen."


Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte die Kritik an den Luftangriffen des russischen Militärs in Syrien heute schon zurückgewiesen: Die "Gerüchte", dass es Russland gar nicht auf Stellungen der Terror-Miliz "Islamischer Staat" (IS) abgesehen habe, seien "unbegründet", erklärte Lawrow nach einem Treffen mit US-Außenminister John Kerry.
Es gebe außerdem keine Hinweise, dass bei den Angriffen der russischen Luftwaffe Zivilisten getötet worden seien, betonte Lawrow mit Blick auf entsprechende Medienberichte. Es gehe bei dem Militäreinsatz in Syrien, der auf Bitten der syrischen Regierung am Mittwoch gestartet worden sei, ausschließlich um den Kampf gegen den IS sowie weiterer Terrorgruppen, so der russische Außenminister.

Der mediale Propagandakrieg 

Jetzt äußert sich auch der russische Präsident zu der Anti-Russland Propaganda in den westlichen Leitmedien. Verschiedene Medien zeigen Bilder von angeblichen zivilen Opfern der russischen Luftschläge in Syrien. Das Problem dabei ist aber, dass die Fotos schon vor dem Eingreifen Russlands im Syrien-Konflikt aufgenommen wurden. 
"Die ersten Informationen über zivile Opfer waren erschienen, noch bevor unsere Flugzeuge in den Himmel stiegen", sagte Putin am Donnerstag in Moskau, berichten verschiedene russische Medien. Russland sei "auf solche Informationsattacken gefasst". "Das bedeutet jedoch nicht, dass wir derartige Informationen völlig ignorieren sollen."
Seit gestern fliegt die russische Luftwaffe Angriffe auch Stellungen der radikal-islamischen Miliz Islamischer Staat. Der syrische Führer Baschar al-Assad bat Russland um Hilfe. Der IS hat nämlich bereits weite Teile des Landes unter Kontrolle. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums sind mehr als 50 russische Flugzeuge und Hubschrauber an der Operation in Syrien beteiligt, berichtet "Sputnuk".
Das Eingreifen Russlands verstößt nicht gegen das Völkerrecht. Staaten können in andere Staaten entweder auf Beschluss des UN-Sicherheitsrats oder auf Bitte der Regierung des betreffenden Landes eingreifen. Die US-geführte Koalition die seit einem Jahr Syrien und den Irak bombardiert hat weder die Zustimmung der UN noch die Zustimmung Damaskus im Land Militärschläge zu fliegen. (so) 

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