Donnerstag, 15. Oktober 2015

MH17: Testsimulierung widerlegt Ergebnisse niederländischer Ermittler zu Absturz (Video)

Die Ergebnisse einer Testsimulierung des Unglücks von Malaysia-Airlines-Flug MH17 im Sommer 2014 über der Ostukraine beweisen, dass die Maschine vom Gebiet abgeschossen wurde, das von den ukrainischen Sicherheitskräften kontrolliert wurde – nämlich von einem Standort nahe der Siedlung Saroschtschenskoje. 
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Dies teilte Jan Nowikow, Generaldirektor des russischen Rüstungskonzerns Almaz-Antey, am Dienstag vor Journalisten mit.
„Heute können wir eindeutig sagen: Wenn die Boeing von einer Buk-Rakete abgeschossen wurde, so handelt es sich dabei um eine Rakete vom Typ 9M38, welche seitens der Siedlung Saroschtschenskoje abgefeuert wurde“, so Nowikow.
Die Boeing 777 der Malaysia Airlines mit der Flugnummer MH17 war am 17. Juli 2014 im umkämpften ostukrainischen Gebiet Donezk abgestürzt. Alle 298 Insassen der Verkehrsmaschine, die von Amsterdam nach Malaysia unterwegs war, kamen ums Leben. In der Region lieferten sich die ukrainische Armee und bewaffnete Regierungsgegner heftige Gefechte. Die Regierung in Kiew und die Milizen werfen sich gegenseitig vor, den Jet abgeschossen zu haben.
Weil die meisten Opfer Niederländer waren, übernahmen die Niederlande die Leitung der Ermittlungen. In ihrem Zwischenbericht im September hieß es, dass die Passagiermaschine „von einer Vielzahl hochenergetischer Objekte“ getroffen worden und in der Luft auseinandergebrochen sei. In einem Endbericht im Oktober 2015 wollen die Ermittler die genaue Absturzursache nennen. Nach monatelangen Untersuchungen erklärten die Niederlande 147 Ermittlungsunterlagen für geheim.
Im Juni dieses Jahres informierten Fachleute des russischen Rüstungskonzerns Almaz-Antey über ihre Untersuchungen, laut denen die malaysische Boeing von dem von den Kiewer Streitkräften kontrollierten Territorium aus mit einer Boden-Luft-Rakete des Typs Buk abgeschossen wurde. Almaz-Antey schlug damals ein Ermittlungsexperiment mit einer abgeschriebenen Boeing vor. Der Konzern baut Buk-Luftabwehrraketen, mit der vermutlich die malaysische Boeing abgeschossen worden ist.
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MH17 mit alter Rakete abgeschossen – Russland hat keine solchen Raketen
Die Produktion solcher Raketen war bereits zu Sowjetzeiten eingestellt worden, teilte Almaz-Antey am Dienstag mit.
„Wir haben bewiesen, dass es eine Rakete vom Typ Buk 9М38 war, die die Boeing vom Himmel geholt hat. Und dass sie aus dem Raum Saroschtschenskoje abgefeuert worden war“, teilte Nowikow am Dienstag auf einer Pressekonferenz mit. „Die letzte solche Rakete war im Jahr 1986 in der Sowjetunion gebaut worden.“ Die russischen Streitkräfte hätten bereits 2011 diese Buk-Modifikation ausgemustert. Saroschtschenskoje stand zum Zeitpunkt des MH17-Absturzes unter Kontrolle des ukrainischen Militärs.
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Almaz-Antey zweifelt an Echtheit von Bildern der Raketensplitter 
Der russische Rüstungskonzern Almaz-Antey, zweifelt daran, dass einige der Bilder der Raketensplitter, die die internationale MH17-Ermittlungskommission veröffentlicht hat, echt sind.
Die Bilder, die die Splitter der Rakete zeigen, seien von schlechter Qualität, sagte Almaz-Antey-Chef Jan Nowikow am Dienstag auf einer Pressekonferenz. „Einige der Bilder lassen Zweifel aufkommen. Auf den Fotos mögen die Splitter ja äußerlich einer Buk-Rakete ähneln. Doch die Qualität lässt das nicht eindeutig erkennen.“
USA halten Daten zu MH17-Absturz zurück
In den Niederlanden wird heute der technische Bericht zum Absturz der Boeing 777, Flugnummer MH17, von Malaysia Airlines im Juli 2014 veröffentlicht. Einige Details des Berichts sickerten im Vorfeld durch. Experten zufolge lassen die Untersuchungsergebnisse viele Fragen offen, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta” am Dienstag.
Flug MH17 - Auf der Suche nach der Wahrheit
Über ein Jahr lang untersuchten niederländische Spezialisten die MH-17-Wrackteile. Beim Absturz des Passagierflugzeugs im Südosten der Ukraine kamen im Juli 2014 298 Menschen ums Leben. Nach Informationen der britischen Zeitung „The Guardian” konzentrierten sich die Berichtverfasser nur auf die technische Seite des Unglücks.
Der Sicherheitsrat der Niederlande betonte, dass die Ermittler sich nicht mit der Suche nach den Verantwortlichen der Tragödie befassten.
Nach Angaben westlicher Medien wird die Internationale Untersuchungskommission heute offiziell bestätigen, dass eine „Buk“-Rakete auf das Flugzeug abgefeuert worden war. Wer den Startknopf drückte, wird jedoch ungeklärt bleiben.
Außerdem werden von den Experten Erklärungen erwartet, warum die Maschine überhaupt über das Kampfgebiet im Südosten der Ukraine flog. Zum damaligen Zeitpunkt umflogen fast alle Fluggesellschaften die Gebiete Donezk und Lugansk. Der Bericht versucht zu begründen, warum Amsterdam die Verwandten der Todesopfer mehrere Tage im Ungewissen ließ.
Die russische Seite äußerte mehrmals Zweifel über den Verlauf der Ermittlungen. Moskau wies immer wieder darauf hin, dass die Internationale Kommission die von Moskau bereitgestellten Daten zum Flugzeugunglück fast nicht beachtete.
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Nach Ansicht des russischen Sicherheitsexperten Aleksej Fenenko zeugt das Ignorieren der russischen Daten davon, dass „dieser internationale Prozess nur mit dem Ziel begonnen wurde, die russische Führung in Verruf zu bringen“. „Die USA stellten selbst keine Satellitenaufnahmen zur Verfügung, weil Washington ein bestimmtes politisches Ziel verfolgt. Für die USA ist es von Nachteil, die Aufnahmen bereitzustellen, die die Version der Schuld Moskaus am Flugzeugunglück zunichtemachen können“, betont Fenenko

Quelle: PravdaTV 

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