Freitag, 23. Oktober 2015

Island macht ernst: Banker-Elite zu 74 Jahren Haft verurteilt

Island schickt 26 Top-Banker ins Gefängnis, wegen ihren Rollen während der Finanzkrise. Im krassen Gegensatz zu der mehr als niedrigen Zahl der Strafverfolgungen von CEOs und hochrangigen Finanzeliten in Europa und den USA, hat Island gerade 26 Banker zu insgesamt 74 Jahren Gefängnis verurteilt. Die Mehrheit der Verurteilten wurden zu Haftstrafen von zwei bis fünf Jahren verdonnert. Die Höchststrafe in Island für Wirtschaftskriminalität beträgt sechs Jahre. Island diskutiert aber derzeit über eine Verlängerung der maximalen Haftstrafe um mehrere Jahre.
Die Strafverfolgung ist das Ergebnis der Manipulation der isländischen Finanzmärkte im Jahre 2001, was zu einer Deregulierung des Finanzsektors des Landes führte. Die Anhäufung von Auslandsschulden führte zu einem Zusammenbruch des gesamten Bankensektors im Jahr 2008.
In zwei getrennten Entscheidungen hat der Oberste Gerichtshof  Islands und das Bezirksgericht in Reykjavík, in der vergangenen Woche drei Top-Manager der Landsbankinn und zwei Top-Manager der Kaupthing Bank, zusammen mit einem prominenten Investor für ihre Verbrechen zu Gefängnis verurteilt.
Mit diesen Urteilen hat die Zahl der Banker und Finanziers 26 erreicht, die für ihre Straftaten im Zusammenhang mit dem finanziellen Zusammenbruch des Landes verurteilt wurden.
Was Sie nicht wissen sollen!: Einigen wenigen Familien gehört die gesamte westliche Welt - und nun wollen sie den Rest!
Während Island diejenigen verfolgt hat, die die Finanzkrise verschuldet haben, machten die Regierungen in Europa und den USA genau das Gegenteil (Wie Island die Krise überwand: Fünfmal schlimmer als Griechenland). Sie stopften Abermilliarden auf Kosten der Steuerzahler in ihr verbrecherisches Bankensystem. Viele dieser Finanzverbrecher erhielten sogar noch satte Boni und leben bis heute auf freiem Fuss. Hier gibt es leider immer noch einen massiven Nachholbedarf in der Strafverfolgung dieser Wirtschaftsverbrechen.

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