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Sonntag, 4. Oktober 2015

Bewusstseinsarbeit: Wer bin ich wirklich?

Bewusstseinsarbeit: Wer bin ich wirklich?

Bewusstseinsarbeit

Foto: Hartwig HKD flickr.com


In seinem neuen Buch „Unschuldig?! – die Ungewissheit hat ein Ende“ beschäftigt sich der Bewusstseinstrainer Klaus Konstantin erneut mit Fragen rund um die Themen Identität, Bewusstsein, Wahrnehmung und Erkennen. Sein-Redakteur Oliver Bartsch sprach mit ihm über die Nützlichkeit von Paradoxien, spirituelle Wachstumsarbeit und dem Leben aus der Kraft der Quelle….

 Du arbeitest in deinen Büchern und Seminaren gern mit Paradoxien wie zum Beispiel „Die Ungewissheit hat ein Ende – es gab sie nie“ oder „Schauen ohne Wissen ist fühlendes Erkennen“ oder „Du gehst da hinein, was du nicht bist, um zu erkennen, was du bist“. Was willst du damit bewirken?

Im sogenannten Quantenansatz, dem Ganzheits-Bewusstsein, gibt es nichts Getrenntes. Alles ist im Grundsatz feinstoffliche Energie und manifestiert sich für eine bestimmte „Zeit“ in grobstofflich physischer und chemischer Form. Alle sichtbaren Phänomene sind gleichzeitig Energie-Wellen und physisch fester Teil. Schon Einstein erkannte in seiner Zeit, dass alles nichts anderes ist als „verdichtete Leere“. Die sichtbare Welle des Meeres ist nicht vom Meer getrennt, sie bleibt Teil davon …! Das ist ein altes gutes Beispiel zur Erkenntnis des Ungetrennten. Es würde hier zu weit führen über das „Non-Duale“ zu referieren.

Wir sprechen hier von metaphysischen Paradoxien – Phänomene, die mit den zur Verfügung stehenden Mitteln, der trennenden Vernunft und Logik, nicht begreifbar und zu verstehen sind. Paradoxien sind Widersprüche, die sich innerhalb einer Ganzheitssicht auflösen. Wir sprechen hier von der Gegensatz-Auflösung.

Ein gutes und deshalb sogar verständliches Paradoxon ist das Beispiel vom Festhalten und Loslassen, dem Beständigen und dem Wechsel, dem Anziehen und dem Abstoßen. Wie auch immer wir die beiden einzigen Energieströme im Universum etikettieren, sie existieren außerhalb der Zeit, metaphysisch gleichzeitig, und bedingen sich auf der linearen Zeitschiene gegenseitig – genauso wie das Ein- und das Ausatmen.

Also wie bekommen wir das Beständige und den Wechsel als Gegensätze zusammen? Wir brauchen nur die getrennte Sichtweise auf einen anderen Fokus verlegen und das Ganze in einem komplexen Zusammenhang erkennen. Was wir dann wahrnehmen, ist plötzlich vollkommen klar und kann gar nicht anders sein, deshalb hat es auch nichts mehr mit Verstehen zu tun: Das einzig Beständige ist der ständige Wechsel. Aus der unbewussten Sichtweise des trennenden und deshalb auf Mangelbewusstsein ausgerichteten Verstandes ist das nicht möglich. Diese trennende Wahrnehmung führt ins bewerten und urteilen. Somit entsteht das Bewusstsein von „Macht und Ohnmacht“. Also, wie geht’s? „In der Akzeptanz der Ohnmacht liegt die Macht.“

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