Sonntag, 13. September 2015

Video: Soylent Green … Jahr 2022 … die überleben wollen – This is the year 2022


Soy­lent Green (dt. Titel: …Jahr 2022… die über­le­ben wol­len) ist ein Science-Fiction-Film aus dem Jahr 1973, der die gesell­schaft­li­chen Aus­wir­kun­gen der exzes­si­ven Nut­zung end­li­cher Res­sour­cen, der Umwelt­ver­schmut­zung und der Über­be­völ­ke­rung in einem öko-dystopischen Zukunfts­sze­na­rio the­ma­ti­siert. Der Film, des­sen Vor­lage das Buch New York 1999 von Harry Har­ri­son war, erschien ein Jahr nach dem kon­tro­vers dis­ku­tier­ten Bericht „Die Gren­zen des Wachs­tums“ des Club of Rome. Übrigens wurde die Studie von der Volkswagenstiftung mit seinerzeit einer Million DM finanziert.

Der Autor des Romans, Harry Har­ri­son, war mit dem Film nicht zufrie­den, weil er meinte, die Ein­füh­rung des all­ge­mei­nen Kan­ni­ba­lis­mus in die Geschichte würde diese bou­le­var­di­sie­ren und das Niveau sen­ken. Sein Haupt­ziel sei dage­gen gewe­sen, zu zei­gen, wie per­vers die Welt der Super­rei­chen in der Zukunft sein würde.

Es ist das Jahr 2022: Die Stadt New York ist mit 40 Mil­lio­nen Men­schen hoff­nungs­los über­be­völ­kert. Es man­gelt an ele­men­ta­ren Res­sour­cen wie Was­ser, Nah­rung und Wohn­raum. Ledig­lich einige Poli­ti­ker und rei­che Bür­ger kön­nen sich sau­be­res Was­ser und natür­li­che Lebens­mit­tel leis­ten und leben in rela­ti­vem Luxus. Zu wohl­ha­ben­den Woh­nun­gen gehö­ren in der Regel Kon­ku­bi­nen (zum Inven­tar gehö­ren­des „Haus­ei­gen­tum”), die dem Mie­ter als Skla­vin­nen unter­stellt sind. Inmit­ten die­ses Chaos füh­ren der Poli­zist Robert Thorn und sein älte­rer Kol­lege Sol Roth, der die Welt mit rich­ti­gen Tie­ren und Nah­rung (Gemüse und Fleisch statt Soy­lent Rot und Gelb) noch kennt, ein trost­lo­ses Dasein, das ein wenig auf­ge­bes­sert wird durch die Dinge, die Thorn immer wie­der aus den Woh­nun­gen rei­cher Leute mit­ge­hen lässt.

Thorn wird angewiesen, den Mord an dem wohlhabenden und einflussreichen William R. Simonson zu untersuchen. Er entdeckt schnell, dass dieser Opfer eines gezielten Mordanschlags wurde. Währenddessen bringt Sol in Erfahrung, dass Simonson für die Firma Soylent arbeitete.

Dieses Unternehmen – der Name ist eine Kombination aus Soy (Soja) und Lent(il) (Linse) – kontrolliert die Lebensmittelversorgung der halben Welt und vertreibt die künstlich hergestellten Nahrungsmittel „Soylent Rot“ und „Soylent Gelb“. Das neueste Produkt ist das weitaus schmack- und nahrhaftere „Soylent Grün“, ein Konzentrat in Form grüner quadratischer Täfelchen, das angeblich aus Plankton hergestellt wird und reißenden Absatz findet. Infolge von Lieferengpässen am „Soylent-Grün-Tag“ Dienstag kommt es regelmäßig zu Ausschreitungen der hungrigen Massen. Dem begegnet die Polizei mit schweren Schaufelbaggern und Containern; die Demonstranten werden brutal von der Straße entfernt.

Mit Hilfe der Konkubine Shirl, mit der Thorn eine Affäre beginnt, führen die Ermittlungen vom toten Simonson zu einem Priester. Der Ermordete hatte ihm kurz zuvor noch gebeichtet und ihn so in ein Geheimnis eingeweiht. Auf Nachfrage kann der Priester aber nur Andeutungen über eine „grausame Wahrheit“ von sich geben. Kurz darauf wird auch der Priester ermordet aufgefunden. Auf Befehl des Gouverneurs wird Thorn informell angewiesen, die Ermittlungen einzustellen. Doch Thorn weigert sich, die daraus folgende Verantwortung zu übernehmen, und setzt die Nachforschungen fort. An einem „Soylent-Grün-Tag“ wird auf ihn ein Anschlag verübt, der Attentäter verfehlt ihn jedoch und kommt selbst um.

Sol bringt die zwei Bände ozeanographische Berichte, die Thorn aus Simonsons Wohnung nach dessen Tod mitgenommen hatte, zum Informationszentrum (the Exchange). Dort erfährt er von den anwesenden hier arbeitenden „Polizeibüchern“ im Gegenzug eine (weiterhin unausgesprochene) fürchterliche Wahrheit, für die aber noch der letzte Beweis fehlt. Sol will nach seinen Entdeckungen nicht mehr weiterleben, schreibt Thorn eine Nachricht und geht in die öffentliche Tötungsanstalt, um sich „einschläfern“ zu lassen.

Thorn findet sie und eilt ihm nach. Der sterbende Sol kann kurz vor seinem Tod noch erzählen, dass die Ozeane (und damit das Plankton) schon lange tot seien. Thorn folgt dann dem Abtransport der Leichensäcke bis zur Müllverwertungsanlage. Nachdem er in die Maschinerie eingedrungen ist, in der die Leichen entsorgt werden, entdeckt er, dass diese Anlage am anderen Ende „Soylent Grün“ ausgibt. Er wird bemerkt, kann jedoch schwer verletzt entkommen. Er ist fest entschlossen, die grausame Wahrheit „Soylent Grün ist Menschenfleisch!“ („Soylent Green is people!“) ans Licht zu bringen.

 

Quelle: http://netzfrauen.org/

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