Mittwoch, 16. September 2015

Spirituelle Entwicklung

Erleuchtung – Bodo Deletz 

Bodo Deletz wurde als Autor von „Mary“ und 10 weiteren Büchern unter dem Namen Ella Kensington sehr bekannt. Wir trafen uns und ich war beeindruckt von seinem Geist und seinen Forschungen. So entstand die Idee, ihm vier einfache Fragen zu stellen. Die Antworten sind eigene Artikel geworden, spannend und voller Wissen. So darf natürlich auch nicht die Frage nach DEM Ziel spiritueller Sucher fehlen.ErleuchtungBodoText

Frage von Thomas Schmelzer: Was bedeutet für Dich Erleuchtung? 

Es gibt viele esoterische Richtungen, die auf fernöstliche Traditionen aufbauen, in denen die Erleuchtung angestrebt wird. Doch Erleuchtung wird in diesen Traditionen nicht wie hier im Westen mit einem Zustand in Verbindung gebracht, bei dem alles in bester Ordnung ist. Im Gegenteil! Viele Erleuchtete sind totsterbenskrank, leben einsam im Elend usw.

Das irritiert in den fernöstlichen Traditionen tatsächlich niemanden, denn das Ziel des Lebens wird dort darin gesehen, den spirituellen Zustand der Erleuchtung zu erlangt und damit nicht mehr in diese Welt inkarnieren zu müssen. Der Körper ist völlig unwichtig dabei und wird sogar vielfach gezielt misshandelt, um die Herrschaft des Geistes über den Körper zu erlangen. Auch versucht man seinen Verstand los zu werden und das eigene Ich (Ego) aufzulösen. Ob man sich dabei glücklich fühlt, ist ebenfalls unwichtig, denn Glück ist genauso wenig wie Gesundheit das Ziel.

Vieles aus diesen Traditionen hat sich mit westlichen, esoterischen Philosophien vermischt obwohl diese Philosophien völlig gegensätzlichen Zielen dienen sollen. Daher versuchen manche Menschen ihr Glück zu finden, in dem sie ihr Ego auflösen, die Polarität auflösen und alles als gleich „gültig“ ansehen. Sie wollen auf diese Weise die Liebe finden.

Und in der Tat erleben erleuchtete Yogis auf spiritueller Ebene allumfassende Liebe. Doch im irdischen Leben spiegelt sich diese allumfassende Liebe in der Regel ganz und gar nicht in ihrem Leben wider. Weder in ihrer Gesundheit, noch in ihrem sozialen Umfeld oder in ihren Lebensbedingungen. Es ist eine reine spirituelle allumfassende Liebe und das ist auch das Einzige, was diese Yogis interessiert.

Wenn man als Yogi alleine irgendwo in einer Höhle sitzen will und keine sozialen Kontakte pflegt, kaum etwas isst, die eigenen Gesundheit, die Einsamkeit und das alles einem völlig egal ist, dann kann man auf diesem Weg den Zustand der spirituellen Erleuchtung  erlangen. Da passt dann alles zusammen.

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