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Montag, 14. September 2015

Neues zum E-Cat: Rossi erhält US-Patent

Der in den USA tätige italienische Erfinder und Unternehmer Andrea Rossi erhielt unlängst nun doch das Patent auf seinen E-Cat. Seit Jahren schon sorgt Rossi mit dem Energy Catalizer für Aufsehen und Kontroversen, die nun wieder aufleben. Das geschieht natürlich abseits der üblichen Info-Organe. Manche sprechen von einer stillen, einer unsichtbaren Revolution auf dem Gebiet niederenergetischer Kernreaktionen.

Eigentlich war der Fall für das US-Patentbüro bereits erledigt. Der E-Cat des aus Italien stammenden Erfinders Andrea Rossi erhielt kein Patent. Doch durch weiteres intensives Arbeiten, Studieren und Diskutieren sei es, so Rossi, schließlich eben doch gelungen, den Antrag erfolgreich durchzusetzen.
Erteilt wurde das Patent auf den »Fluid Heater« Rossis am 25. August 2015 unter der Nummer 9.115.913 B1. Ein Patent auf eine unmögliche Erfindung? Rossi und alle, die von seiner Arbeit überzeugt sind, sehen darin eine wesentliche Bestätigung. Vor allem aber diejenigen, die den E-Cat nachbauen wollen, suchen nun weitere hilfreiche Hinweise in der Patentschrift oder auch an dieser Stelle oder als PDF.

Einigen Kommentatoren fiel auf, dass darin lediglich von einem Flüssigkeitserhitzer die Rede ist. Niederenergetische Nuklearreaktionen (Low Energy Nuclear Reactions, LENR) fänden keine Erwähnung, ebenso fehlten Begriffe wie »E-Cat«, »Energy Catalizer« oder »Kalte Fusion«. Nun geht es bei dem Patent eigentlich um eine Systemkomponente.

Doch insgesamt erinnert die Situation tatsächlich ein wenig an den Umgang mit dem »Perpetuum mobile«. Ein Apparat, der auch nur annähernd im Verdacht stünde, angeblich eine solche Maschine zu sein, hätte natürlich bei keinem Patentamt eine Chance. Und das schon sehr lange.

Schon der ungewöhnliche deutsche Erfinder Johann E. E. Bessler war im 18. Jahrhundert mit seinem bis heute absolut rätselhaften, offenbar ewig drehenden Rad, das selbst Gelehrte wie Leibniz so verwirrte wie faszinierte, ständigen Angriffen, Unterstellungen und Beleidigungen ausgesetzt. Heute weiß man, dass seine Gegner bei Versuchen, Bessler zu »entlarven«, sogar manipulierten und regelrecht fälschten!

Ähnlich angegangen und tabuisiert wird die weiterhin umstrittene »Kalte Fusion«, wie sie vor allem durch das 1989 präsentierte Experiment von Stanley Pons und Martin Fleischmann berühmt-berüchtigt wurde. Eine Kommission des US-Energieministeriums klassifizierte die »Kalte Fusion«seinerzeit als pathologische Wissenschaft.

Was aber behauptet Andrea Rossi? Bei seinem E-Cat dreht es sich ebenfalls um ein System, das aus einer niederenergetischen Kernreaktion hohe Überschussenergie generieren soll. Rossi geht allerdings nicht von Fusionsvorgängen aus.

Vielmehr ist die Rede von Isotopenumwandlungen als Ursache der positiven Energiebilanz. Bei einer 2011 nahe Bologna durchgeführten technologischen Demonstration wurde in Anwesenheit von Physikern sowie rund 50 geladenen Gästen der Rossi-Reaktor vorgeführt.

Der Berichterstattung zufolge lieferte der Apparat nach anfänglichen Problemen schließlich das erstaunliche Ergebnis, aus einem Input von 400 Watt eine Ausgangsleistung von 12 400 Watt zu erzielen. Demnach stand 31-mal mehr Energie zur Verfügung, als hineingesteckt wurde. Und das sei längst nicht der maximale, bereits erreichte Wert gewesen. Bei anderer Gelegenheit nämlich habe der Faktor zwischen Eingang und Ausgang sogar bei 415 gelegen.

Der Reaktor, der den Angaben zufolge Nickel und Wasserstoff zu Kupfer umwandelt, sollte eigentlich auch Gammastrahlung erzeugen, was laut Rossi und dem 2013 verstorbenen Physiker Sergio Focardi bereits mehrfach gemessen worden sei. Allerdings trat sie am Tag jener Vorführung nicht auf – eine seltsame, für Kritiker natürlich auch sehr verdächtige Unregelmäßigkeit. Insgesamt blieb vieles unklar, und die Zeit ging dahin, ohne dass konkrete Beweise vorgelegt wurden.

Im Mai 2013 führten der US-Unternehmer Sterling D. Allan von Pure Energy Systems (PES) sowie der britisch-amerikanische Bibliothekar und Autor Frank Acland von E-Cat-World ein immerhinanderthalbstündiges Interview mit Rossi, das per Internet übertragen wurde. Mehr als 1000 Zuhörer klinkten sich ein und hatten Gelegenheit, ihre Fragen an Rossi zu stellen.

Dabei fokussierte sich das Interesse vielfach auf den geplanten Megawatt-Reaktor Rossis, wobei der Erfinder versuchte, die umfangreichen Probleme zu schildern, wie sie bei einem solchen Vorhaben auftreten. Auch die Sicherheitsstandards spielten eine große Rolle. Mit einer Auslieferung entsprechender Anlagen sei, so lautete damals schon die Aussage, nicht vor 2015 bzw. 2016 zu rechnen.

Trotz der Verzögerungen glauben etliche Beobachter, einen Betrug in diesem Fall ausschließen zu können, der über jene lange Zeit hinweg längst aufgeflogen wäre. Außerdem habe es unabhängige Tests gegeben, die selbst unter sehr konservativen Ausgangsbedingungen eine Überschusswärme attestieren konnten. Das wurde auch in einer Studie vom Mai 2013 bestätigt, wobei allerdings Kritiker die Autoren als nicht unabhängig bezeichneten.

Wer aber nicht bereits ein gewisses Interesse an der Thematik oder gar direktere Berührungspunkte zur Technologie vorweist, dürfte auch kaum an solche Tests denken. Der Mainstream gewiss nicht. In der Forschung wird ohnehin ungern und selten reproduziert, da sichhier kaum Sporen verdienen lassen. Außerdem wird sich kaum jemand an einem derart »heißen Reaktor« die Finger verbrennen wollen. Da bleibt man doch lieber auf der sicheren Insel der Konvention.

Doch von einer Wüste der Ergebnislosigkeit kann auch nicht gerade gesprochen werden. So wurden im Herbst 2014 Resultate eines dritten Langzeittests zu Rossis »Hot Cat« bekannt. Professor Alexander Parkhomow von der Moskauer Lomonossow-Staatsuniversität versuchte daraufhin, anhand der bis dato vorliegenden Informationen einen unabhängigen Nachbau zu realisieren. Dabei gelang ihm ebenfalls, einen Überschuss thermischer Energie zu erzeugen.

Nach dem Ausschalten jeglicher Energiezufuhr hielt der Reaktor seine Betriebstemperatur sogar noch über eine Spanne von acht Minuten aufrecht, so berichtet Parkhomow. Die Ursachenforschung stand dabei nicht im Vordergrund, festzustellen aber ist der Effekt an sich. Und das nunmehr erteilte Patent dürfte, so glaubt auch Rossi, die Arbeit nun beschleunigen.

Am 8. September kommentierte Acland die Patentierung und diskutierte dabei vor allem auch das Verhalten der vorgeblich neutralen und verlässlichen Mainstream-Medien, gerade auch im Internet. Natürlich wird dabei schnell klar, wie sanktionierte Meinungen, wie per Konvention als »verlässlich« eingestufte Quellen, das allgemeine Bild beherrschen.

Alternative Energiekonzepte werden dadurch im Keime erstickt. Alles, was nicht ins Schema passt, werde unweigerlich unter einem Tarnmantel vor den Augen der Öffentlichkeit verborgen, so Acland. Und die internationale Presse folgt diesen ausgetretenen Pfaden völlig uniform. Traurig, aber wahr. Es sind die gleichen alten Mechanismen, die immer und überall gut funktioniert haben. Warum also nicht auch hier!

Aclands Fazit: Die LENR-Revolution vollzieht sich stillschweigend, sie setzt sich großteils für die Öffentlichkeit unsichtbar fort. Doch Acland glaubt nicht, dass dieser Zustand anhält. Durch ständig neu gewonnene Informationen mehren sich die Anstrengungen zur Reproduktion entsprechender Systeme.

Die Anzeichen seien außerordentlich gut, dass das Gebiet früher oder später seinen Durchbruch erlebt und der Deckmantel angehoben werden kann, um künftig auch einer breiteren Bevölkerung klar werden zu lassen: LENR könnte eine der wichtigsten Entdeckungen unserer Zeit sein. Man kann nur hoffen, dass Acland recht behält. Die Testphase für den Megawatt-Reaktor wird, wie Rossi sagt, übrigens nicht vor November 2015 enden, aber auch nicht später als Februar 2016. Das wäre der Aussage nach der Beginn der Serienproduktion. Ein Termin, der mit Spannung erwartet wird. 

Quelle: KoppOnline 

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