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Sonntag, 27. September 2015

Der Blutsupermond vom 28. September, der Feuerring und das bevorstehende große Erdbeben in Japan

Michael Snyder

Am 28. September erleben wir den letzten der vier Blutmonde, die 2014/2015 auf biblische Feiertage fallen. Dieser Blutmond wird ein »Supermond« sein und man wird ihn von Jerusalem aus klar und deutlich erkennen können. Von einem Supermond spricht man, wenn ein Neumond oder ein Vollmond auf den Zeitpunkt fallen, an dem der Mond der Erde auf seiner elliptischen Umlaufbahn am dichtesten kommt. Das führt dazu, dass der Mond von der Erde aus betrachtet größer als normal wirkt.

In den vergangenen Jahren wurde wiederholt die These geäußert, dass es eine Verbindung zwischen Supermonden und gesteigerter seismischer Aktivität geben könnte. Wieder andere haben in Artikeln versucht, diese Theorie zu entkräften. Ich habe die Argumente beider Lager gelesen und muss sagen, dass ich nicht entscheiden könnte, wer nun recht hat. Was ich allerdings weiß, ist, dass die seismische Aktivität entlang des Pazifischen Feuerrings in den vergangenen Jahren dramatisch angestiegen ist.




Laut Volcano Discovery gibt es derzeit 32 aktive Vulkane auf dem Feuerring oder in seiner Nähe. Wenn Sie finden, dass das nach ganz schön vielen Vulkanen klingt, haben Sie absolut recht: Es ist eine ungewöhnlich hohe Zahl.

Auch die Erdbebenaktivität entlang des Feuerrings nimmt zu. Erst vor wenigen Tagen wurde Chilevon einem schweren Erdbeben der Stärke 8,3 auf der Richterskala erschüttert. Das Beben löste eine etwa fünf Meter hohe Flutwelle aus und bis hin nach Neuseeland wurden Tsunami-Warnungen ausgegeben …
Für die Küstenregionen des südlichen Kaliforniens wurde eine Tsunami-Warnung ausgegeben. Das bedeutet, dass es voraussichtlich zu starken Strömungen kommen wird und Anwohner der Küste fern bleiben sollten.
Wegen der Möglichkeit starker Strömungen warnten Los Angeles und die Bezirke Orange und San Diego die Bürger davor, an den Strand zu gehen und sich in den Häfen aufzuhalten. Mit Überflutungen dagegen sei nicht zu rechnen, hieß es in allen drei Bezirken.

»Weitverbreitete gefährliche Tsunamiwellen sind möglich« entlang der Küste Chiles und Perus, teilte das Pacific Tsunami Warning Center mit, auch für Hawaii gelte erhöhte Alarmbereitschaft.
Ein Tsunami-Alarm werde ausgegeben, um die Katastrophenschutz-Mitarbeiter und die Öffentlichkeit vor einem Ereignis zu warnen, zu dem es später in dem Gebiet, für das der Alarm gültig ist, kommen könnte, so das Warnzentrum. Das gelte beispielsweise, wenn »ein möglicher Tsunami mit beträchtlichen Überflutungen unmittelbar bevorsteht oder erwartet wird«.
Selbst das 10 000 Kilometer vom Epizentrum des Bebens entfernte Neuseeland gab eine Tsunami-Warnung aus.

Welch große Schäden der Tsunami in Chile anrichtete, können Sie sich hier ansehen. Geschätzte 80 Prozent aller größeren Erdbeben tragen sich entlang des Feuerrings zu. Da ist es unumgänglich, dass es innerhalb dieser »Gefahrenzone« irgendwann zu einer Naturkatastrophe kommt, die mit ihrem Ausmaß den gesamten Planeten schockieren wird.

Ganz besonderes Augenmerk sollte man dabei auf Japan richten. An den Tsunami von 2011 können wir uns alle noch sehr gut erinnern. Jetzt ist innerhalb der letzten 30 Tage der Asoausgebrochen, dazu hat ein Erdbeben der Stärke 5,3 die Menschen ordentlich durchgerüttelt.

Früher oder später wird ein schweres Erdbeben Tokio treffen. Wenn das geschieht, sind die Schäden für Japan (und für die gesamte Weltwirtschaft) völlig unabsehbar. Hier ein Auszug aus einem Artikel, der vor einigen Jahren erschien und sich mit der Frage befasste, welche Schäden ein Erdbeben der Stärke 7,3verursachen würde:
Neuere Gebäude in Tokio sind dafür ausgelegt, auch stärkere Erdbeben unbeschadet zu überstehen, aber ein großes Erdbeben in der Stadt kann verheerende Folgen haben.
Die Regierung schätzt, ein Beben der Stärke 7,3 würde etwa 5600 Menschen töten, 159 000 verletzen und 850 000 Gebäude beschädigen.
Leider ist das, was über Tokio hereinbrechen wird, jedoch viel, viel schlimmer als das. Und man darf nicht vergessen: Der Fuji liegt auch sehr dicht bei Tokio. Irgendwann wird dieser Vulkan wieder ausbrechen. Was dann an Leid und Zerstörung über die Menschen hereinbricht, wird absolut unvorstellbar sein. Ich hoffe, dass es Ende September nicht zu irgendwelchen größeren Beben in Japan oder sonst wo kommt. Hoffen wir und beten wir für ein friedliches und ruhiges Ende des Monats.

Unterdessen haben sich die Mainstreammedien leider auf die Leute eingeschossen, die davor warnen, dass der bevorstehende »Blutsupermond« ein bedeutsames Ereignis sein könnte. Hier ein Beispiel von der Website des britischenDaily/Sunday Express:
»Ihren Anfang nahmen die Blutmond-Prophezeiungen mit zwei amerikanischen Predigern, die über eine große Gefolgschaft verfügen. Die Geistlichen sagten, wenn es Ende September zum vierten ›Blutmond‹ der vergangenen 18 Monate kommt, läute dies das Ende der Welt ein, wie wir sie kennen. Die Wiederkunft Jesu Christi stehe dann bevor.
Am 28. September kommt es zum vierten Blutmond in der Serie, zwischen der auch sechs Vollmonde liegen.
Den beiden Predigern John Hagee und Mark Britz wird vorgeworfen, mit ›falschen Warnungen‹ zu hausieren, um Geld mit ihren Büchern über ihre Prophezeiungen zu verdienen. Dessen ungeachtet fegt die Theorie wie ein Waldbrand durch die religiöse Online-Gemeinde, diverse Videos zu der Theorie entwickeln sich zu viralen Hits.«
Erstens können sie nicht einmal »Mark Biltz« richtig schreiben, zweitens weiß ich mit absoluter Sicherheit, dass Mark Biltz nicht erklärt hat, dass die Wiederkunft Jesu Christi im September erfolgen wird. Aber so ist das halt, so etwas nennt sich heutzutage »Journalismus«. Dieamerikanischen Medien veröffentlichen ähnliche Geschichten. Hier nur ein Beispiel:
»Natürlich wird irgendwann das Ende aller Tage gekommen sein, aber ganz gewiss wird das nicht in der Nacht von Sonntag auf Montag sein, wenn ein Supermond und eine Mondfinsternis zusammenfallen und für einen ›Superblutmond‹ sorgen.
Kein die Welt zerstörender Komet, kein die Erde zerspaltendes Erdbeben … und falls eine religiöse Figur (wieder)kommt, wird das in einem privateren Rahmen geschehen, ganz so, wie es nach Meinung vieler Leute ohnehin jeden Tag geschieht … dieses Wochenende wird ohne die Erde verschlingendes Feuer und ohne Schwefel auskommen.
Aber hey: Falls die Welt und alles Leben auf ihr am Wochenende doch vorbei sein sollten, schickt mir doch bitte eine E-Mail. Betreffzeile: ›Habe ich’s doch gesagt!‹.«
Vielleicht haben die Spötter recht, vielleicht wird am 28. September wirklich nichts passieren. Aber eines möchte ich dennoch ganz deutlich machen: Unserem Planeten stehen große Erschütterungen bevor. Das Leben, wie wir es kennen, wird sich grundlegend verändern.

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