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Dienstag, 4. August 2015

Werden Kritiker der Zustände in der Ukraine jetzt verfolgt?

 (von Niki Vogt) Nicht nur der Angriff gegen "Netzpolitik.org" versucht, den unangenehmen investigativen Journalismus der Alternativen per Anzeigen kaputtzumachen, es gibt weitere Fälle, wenn auch nicht ganz so spektakulär in den Mainstreammedien behandelt. Konkret betrifft es gerade Frank Höfer und in viel ernsterer Weise Mark Bartalmai, der bei uns im Interview war und den Film "Ukrainian Agony" gemacht hat.




mmmaDer mit Crowd-Funding realisierte, hochbrisante Dokumentarfilm „Ukrainian Agony“ hatte nach seiner Premiere am 18. Juli in Berlin offenbar auch die Behörden in der Ukraine erschreckt. Umgehend wurde Mark Bartalmai der Spionage und des Terrorismus angeklagt. Seine Auslieferung in die Ukraine für ein „Gerichtsverfahren“ wird nun gefordert.

Dies zeigt, dass eine Berichterstattung alternativer und unabhängiger Reporter, welche vor Ort ihr Leben riskieren, weder gewünscht noch gedulded wird. Für alle, die bisher immer dachten, das alles wäre ein Spiel und weit weg – vielleicht wird es jetzt etwas klarer. Es ist bitterer – für manche tödlicher – Ernst. Und – nein – man kann nicht mal eben die Polizei anrufen und sich beschweren.

Mark befindet sich nun „auf der Flucht“ und gibt sein Bestes, auch weiterhin aus der Kriegsregion zu berichten. Dafür benötigen wir auch Eure Unterstützung. Filmemachen, auf der Flucht sein und zusätzlich noch humanitäre Hilfe zu leisten ist eine kostspielige Angelegenheit. Bitte unterstützt uns daher mit dem Kauf der DVD – damit unterstützt ihr Mark und Nuoviso und habt selbst noch diesen „gefährlichen“ Film zu Hause, bevor dieser dann auch noch verboten wird.

Ab sofort ist es auch möglich größere Mengen an DVDs zu rabattierten Preisen zu erhalten, um diese dann im Freundes-und Bekanntenkreis zu verteilen. Bei Interesse bitte Mail mit gewünschter Menge an info@nuoviso.tv – wir erstellen dann ein individuelles Angebot.
Aber auch Frank Höfer selbst geriet unter Druck. Er selbst schreibt hierzu:
Vor einem Jahr führte ich mehrere Interviews über den Abschuss von MH17. Der Fall ist bis heute nicht aufgeklärt. Doch bereits damals zählte ich eine Menge Ungereimtheiten auf und stellte die Frage, wieso den auf der Hand liegenden Tatsachen nicht von der Ermittlern nachgegangen wird. Auch nannte ich gewisse Personen namentlich und stellte diese als Tatverdächtige dar. Einer dieser Menschen - Igor Kolomoisky, der damalige Gouvernour von Dnepropetrowsk, beauftragte daraufhin eine Anwaltskanzlei gegen mich vorzugehen. Fast jeder Satz aus dem damaligen Interview wurde auf die Goldwaage gelegt und die Staatsanwaltschaft Leipzig leitete ein Ermittlungsverfahren gegen mich ein mit dem Vorwurf der üblen Nachrede.

Meine Verteidigung bestand hauptsächlich aus Zitaten der Mainstreampresse sowie auch namhafter Politiker, welche im Grunde die gleichen Aussagen trafen wie ich in dem angeprangerten Interview. Die Staatsanwaltschaft folgte größtenteils meiner Argumentation und es blieben aus den 7-seitigen Tatvorwürfen lediglich 2 meiner Behauptungen als unbewiesen im Raum stehen.

Zum einem behauptete ich, Kolomoisky's Privatarmee verfüge über BUK-Systeme, ohne dies ausreichend mit Bewiesen zu untermauern. Und zum anderen bezeichnete ich in einem Nebensatz Herrn Kolomoisky als "Hauptverdächtigen", was suggeriert, dass gegen ihn offiziell ermittelt werden würde. Dies ist aber nicht der Fall. Ich hätte sagen müssen, dass er FÜR MICH als tatverdächtig gilt.

Es deutet sich nun an, dass die Ermittlungen gegen Zahlung einer Geldauflage womöglich eingestellt werden könnten. Um diesen Fall ad Akta legen zu können, sowie gegen womöglich weitere juristische Schritte gegen mich und NuoViso Filmproduktion gewappnet zu sein, bitte ich um finanzielle Unterstützung.

https://www.paypal.com/cgi-bin/webscr?cmd=_s-xclick&hosted_button_id=TGW7D3NQ235NU

NuoViso Filmproduktion
DAB Bank
IBAN: DE78701204008376790005
BIC: DABBDEMMXXX
Verwendungszweck: "Spende Justiz"

Wir bedanken uns bei allen Unterstützern - ohne euch wäre meine Arbeit mit NuoViso Filmproduktion nicht möglich. Wir haben noch vieles vor und werden uns auch weiterhin sehr weit aus dem Fenster lehnen, um der Mainstreamberichterstattung das entgegenzusetzen, was sich viele andere nicht trauen.

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