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Mittwoch, 12. August 2015

„The Hum“ Geräusche: Orte, an denen es brummt – Deutschlandkarte

Quelle:  PravdaTV Immer wieder bin ich von Lesern gefragt worden: Kann man nicht Karte einrichten, wo die Orte (Adressen) eingetragen werden können, an denen für Betroffene ein kontinuierlicher Brummton zu hören ist? Diesen Luxus gönnen wir uns doch: hier ist sie nun, diese Karte. Ihr seid nicht allein! 
Ich selbst erstellte und aktualisiere diese Google-Maps-Karte, in der Brummer ihren Brummtonort eintragen lassen können. Mir ist durchaus bekannt, daß es eine ganze Anzahl an Karten dieser Art schon gibt. Aber ich brauche eine vertrauenswürdige Karte zur weiteren Erforschung der Ursachen des Brummtons. Hinter dieser Karte stehen keine finanziellen Interessen und keine wirtschaftlichen Organisationen – nicht einmal Feindschaften gegenüber Handymasten oder Mitglieder in einem Verein. Sie ist auch nicht aus Adresslisten Interessierter entstanden, sondern es ist jeder Ort nach Rücksprache mit dem jeweiligen Brummer von Hand eingetragen. Inzwischen ist diese Karte die größte und aktuellste, die es von Deutschland gibt. Ich habe Daten wie die Bestelladressen meines eBooks natürlich nicht verwendet.
Wer seine Orte, an denen er das Brummen besonders deutlich hört, hier eintragen lassen möchte, kann dies gerne tun. Ich brauche dazu den Ort- und Straßennahmen, damit die Karte exakt ist. (Eine Hausnummer brauche ich jedoch nicht.) Mehr als drei Einträge von einem Menschen trage ich nicht ein.
Nehmt einfach Kontakt auf! Ich freue mich, diese Karte zu vervollständigen, auch wenn es manchmal ein paar Tage dauern kann.
Je mehr Orte eingetragen sind, um so leichter sollte es uns fallen, bestimmte Schlüsse zu ziehen – bzw. Schlüsse, die schon gezogen worden sind (es gibt zwischen ländlicher und urbaner Umgebung keinen großen Unterschied in der Häufung der Brummtonopfer) verwerfen oder bestätigen.

HUM – Orte an denen es brummt auf einer größeren Karte anzeigen
Auswertung Karte Brummton in Deutschland
Besonders auffällig ist, daß die eingetragenen Orte eben nicht gleichmäßig verteilt sind. Es gibt eine Häufung im Raum südlich unterhalb Frankfurt, die nicht zu übersehen ist. Das liegt jedoch nicht an einer höheren Einwohnerzahl: Hessen hat etwa ca 1 Mio mehr Einwohner als Niedersachsen und von dort haben sich kaum Brummer gemeldet. Deutlicher wird das auf der Karte zur Verteilung des Brummtons in Deutschland, die ich anhand der Besucherzahlen dieser Homepage erstellt habe.
Womit begründet sich diese Häufung? Was ist in Hessen anders als in Brandenburg? Gerne lese ich von Euren Gedanken! Wer den Ort, wo er den Brummton dauerhaft hört mit der Karte der Funk- und Sendemasten vergleichen möchte kann dies auf der Karte der Bundesnetzagentur tun. (auf die 500m-Karte hereinzoomen!)
Video: Der mysteriöse Knall – Was rummst nachts in Berlin?


Weitere Karten zum Brummton 
Hier ist noch ein Link zur weltweiten Karte des Brummtons. Für die Verläßlichkeit dieser Karte möchte ich jedoch nicht garantieren!
Video: The Hum – weird noise plaguing village is investigated by the Telegraph


Ursachen des tiefen Brummtons
Über einen Zeitraum von 2 Jahren habe ich gemeinsam mit vielen Brummern nach den möglichen Ursachen des Brummtons partizipativ geforscht und mühevoll Puzzleteile zusammen getragen.
Ich habe die Ergebnisse zusammengefaßt und sie dann Betroffenen zum Lesen gegeben. Alle Einwände, Verbesserungen und Ergänzungen habe ich wieder eingearbeitet und so entstand nach und nach mein eBook Mögliche Ursachen des Brummtons. Es ist in der endgültigen Version im Shop auf dieser Seite zu bestellen.
Wer selbst nach den Ursachen des Brummtons suchen möchte oder seine eigenen Vermutungen bestätigen will, der ist herzlich eingeladen hier auf diesen Seiten oder im eBook zu stöbern.
Tiefes Brummen in der Wohnung
Anmerkung: Ein Ton von 50 Hz (das klingt so tief, wie das Brummen von alten Stromkästen) entspricht einer Geschwindigkeit bei Drehung von 3000 Umdrehungen pro Minute. Um sich das vorstellbar zu machen, kann man grob über den Daumen sagen: etwa doppelt so schnell, wie eine Waschmaschine schleudert oder die mittlere Geschwindigkeit eines normalen Automotors. Betroffene, welche eine Frequenz des tiefen Brummes bestimmen können, geben mehrheitlich den Bereich von 50-65 Hz an. -> Ergebnisse meiner Umfrage
In der Regel ist der Brummton nicht zu hören, wenn man das Haus verläßt, darum werden im allgemeinen die Schallquellen oder Vibrationsauslöser zuerst im Haus vermutet.
oft vermutete Schallquellen:
große Ventilatoren Belüftungs- und Klimaanlagen
Kühlschränke
Stereoanlagen
langsam drehende Turbinen
Generatoren
oft vermutete Vibrationsquellen: (Körper- oder Trittschall)
Geothermie-Anlagen
Industrieanlagen z.B. Rollenfließbänder
Windkraftanlagen (WKA)
Pumpen und Pumpstationen z.B. Wärmepumpen
Heizungsanlagen und Heizkraftwerke
Wass- Öl- und Gasleitungen
(Diesel-) Motoren von LKWs, Schiffen
Autobahn- und Schienenverkehr
vermutete Elektromagnetische Wellen:
Mobilfunk, Richtfunk, W-LAN (wireless local area netwok), CB-, Amateur- und BOS-Funk
Radar
Stromleitungen, Hochspannungsleitungen, Transformatoren, Umspannwerke
ELF-Wellen
militärische Anlagen
Anmerkung: Unter Tips schreibt Chris im Beitrag #5 lesenswerte Erfahrungen mit W-LAN
Video: NBC & Discovery News: What’s The Mysterious Hum Driving People Crazy Around The World


Messungen von tieffrequenten Geräuschen
Betroffene hören oft das nächtliche tiefe Brummen alleine. Hinzu gebetene Familienmitglieder und Freunde hören das Brummen nicht. Da ist der Wunsch, den Brummton aufzunehmen und zu messen natürlich und naheliegend. Die Niedersächsische Gewerbeaufsicht schreibt zur Messung von tieffrequenten Geräuschen ganz treffend: „Die Wahrnehmung von Geräuschen mit überwiegenden Anteilen im Frequenzbereich zwischen 10 und 90 Hz (tieffrequente Geräusche) kann durch die im Immissionsschutz im Regelfall anzuwendende A-Frequenzbewertung nicht ausreichend abgebildet werden. Häufig beginnt die Belästigung schon bei Überschreitung der Hörschwelle. Das Hörempfinden ist in diesem Frequenzbereich jedoch nicht mehr ausgeprägt. Es stehen eher andere Empfindungen wie z. B. Ohrendruck, Dröhn- oder Schwingungsgefühle und Verunsicherungsgefühle im Vordergrund. Hinzu kommt, dass tieffrequenter Schall, sofern er nicht ohnehin durch Körperschall übertragen wird (siehe auch Erschütterungen), beim Übergang in Gebäude nur wenig abgeschwächt wird und in geschlossenen Räumen mit gebräuchlichen Abmessungen sogar resonant verstärkt werden kann. Verursacher tonhaltiger, tieffrequenter Schallimmissionen sind vorwiegend industrielle Quellen, wie z. B. Ventilatoren, langsam laufende Verbrennungsmotoren, Brenner, Siebe, Mühlen und Schwingförderanlagen aber u. U. auch Verkehrswege.“ (Quelle, Hervorhebung durch mich)
Es gibt eine DIN zur einheitlichen Messung und Beurteilung von tieffrequenten Geräuschen wie dem Brummton: Sie heißt DIN 45680. Ich möchte jedoch davon abraten, sich an die Immissions- und Lärmschutzämter zu wenden. Nach meiner Erfahrung haben Messungen nur in extrem seltenen Fällen zu einer Lösung geführt. Zu einer Messung würde ich nur raten, wenn ein Ort vorliegt, an dem JEDER Mensch einen Brummton hören kann.

Quelle: PravdaTV 

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