Freitag, 21. August 2015

Spiritueller Wachstum durch luzides Träumen


Wie sich beim Klarträumen Gehirn und Bewusstsein 
verändern


luzides träumen

Bild: H. Kopp-Delaney



Bei einem luziden Traum (auch: Klartraum) sind sich die Träumer dessen bewusst, dass sie träumen. Das bedeutet auch, dass die Traumhandlung und oft sogar die Traumumgebung verändert werden kann. Die Träumer können im Traum Entscheidungen darüber treffen, was sie tun wollen, zum Beispiel Fliegen wie ein Vogel, eine bestimmte Person treffen oder sogar Fragen an das Unterbewusstsein stellen.

Manche Menschen erleben ab und an spontan Klarträume, andere trainieren gezielt, luzid zu träumen. Etwa ein Drittel erlebt immerhin 2-4 Mal im Jahr einen luziden Traum.

Bekannt ist Luzides Träumen schon seit Jahrhunderten – im tibetanischen Buddhismus gibt es sogar eine eigene Form von Traum-Yoga, die es den Mönchen erlaubt, selbst im Schlaf an ihrem spirituellen Wachstum zu arbeiten und entspricht dem buddhistischen Gedanken, dass auch der gewöhnliche Wachzustand eine Art Traum ist, aus dem man erst mit der Erleuchtung erwacht.

Neurologische und psychologische Fakten zum Klarträumen

Dass luzides Träumen existiert, ist auch längst durch wissenschaftliche Studien nachgewiesen. Die große Frage ist aktuell, was dabei in Gehirn und Bewusstsein passiert.

Bisher bekannt und relativ gut belegt sind die folgenden Fakten:

Die luziden Träume finden typischerweise, wie normale Träume auch, während des REM-Schlafs statt. Diese Schlafphase ist gekennzeichnet durch eine Lähmung des Körpers mit Ausnahme der Augäpfel, die sich schnell bewegen – daher auch der Name, REM steht für Rapid Eye Movement. Tatsächlich spiegeln die Augen der schlafenden Person die Augenbewegungen im Traum wieder, das gilt für luzide und für unbewusste Träume. Die Augenbewegungen sind dementsprechend die einzige Möglichkeit, wie die klarträumende Person während des Traums mit der Wachwelt kommunizieren kann, zum Beispiel indem sie ein vorher abgesprochenes Bewegungsmuster wiedergibt.
Das Gehirn zeigt bei luziden Träumen ein anderes Aktivitätsmuster als bei gewöhnlichen Träumen. Es werden Bereiche im präfrontalen Kortex aktiviert, die in neurowissenschaftlichen Studien meist mit Funktionen wie Selbsteinschätzung, Bewertung der eigenen Gedanken und Gefühle sowie Selbstwahrnehmung in Verbindung gebracht werden.

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