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Montag, 3. August 2015

Mystisch: Wenn Koma-Patienten mit einer anderen Sprache aufwachen

Wie funktioniert das, wenn Menschen plötzlich eine Sprache sprechen die sie gar nicht kennen können? Als die 94-jährige Rentnerin Liu Jaiyu gestern nach einem Schlaganfall im Krankenhaus aufwachte, sprach sie ausschließlich fließendes Englisch. Sie hat in ihrem Leben als Englisch-Lehrerin gearbeitet, was einen Ansatz zur Erklärung bietet. Verwundert waren aber ihre Pfleger und ihr Arzt, Li Yanfang, dass die Frau anfangs in ihrer Muttersprache nur noch wenige Worte zusammenbrachte. Selbst wenn ihr Besuch sie auf Chinesisch anspricht, antwortet sie Englisch. 




Solche Fälle sind jedoch keine Seltenheit. Oft wachen Koma-Patienten mit einer anderen Sprache auf.




Rennfahrer kann nach Unfall fließend Englisch und vergisst es sofort wieder
Ein Rennunfall war der Auslöser für einen aktuellen Bericht. Vor diesem Ereignis im Jahr 2007sprach der tschechische Rennfahrer Matěj Kus nur gebrochen Englisch.
Nachdem er sein Bewusstsein verloren hatte, konnte er plötzlich fließend Englisch mit britischem Akzent sprechen. Aber diese Fähigkeit hielt nicht lange an; Kus behielt später keine Erinnerung an sein kurz aufgetauchtes fließendes Englisch. Er lernt jetzt ausdauernd Englisch mit gebräuchlichen Methoden.

Xenoglossie - Muttersprache aus Vorleben sprechen

Wenn Menschen aus dem Koma aufwachen und nicht mehr oder nur sehr holprig ihre Muttersprache sprechen können, dafür aber in einer anderen Sprache oder ausschließlich in dieser Sprache fließend kommunizieren können, spricht man von Xenoglossie.
Die eigene Muttersprache wird vergessen und ausschliesslich eine andere Sprache, wird auf dem Niveau einer Muttersprache gesprochen zur Kommunikation genutzt.
So wachte vor 2012 der Australier Benjamin McMahon aus Melbourne, der nach einem Autounfall im Koma gelegen hatte, auf und sprach die asiatisch aussehende Krankenschwester in Hochchinesisch an und wollte Papier und Stift haben.
Der 22-Jährige konnte Mandarin sprechen und schreiben (was nur sehr schwer zu erlernen ist). Doch diese Sprache hatte er zuvor nur ein wenig in der Schule gelernt. Seine Muttersprache Englisch war dafür in den ersten drei Tagen komplett verschwunden.

Vierjähriges Mädchen singt in einer anderen Sprache

1953 entdeckte Professor P. Pal von der Universität Itachuna in Ost-Bengalen das vierjährige Hindu-Mädchen Swarnlata Mishra, das ohne vorherigen Kontakt mit dieser Kultur bengalisch singen konnte. Das junge Mädchen behauptete, dass sie einmal eine bengalische Frau war, der ein naher Freund das Tanzen beigebracht hatte.
Ein ähnlicher Fall wurde von dem Biologen Lyall Watson beschrieben. Ein zehnjähriger Filipino-Junge, Indios Igarot, kommunizierte in Trance auf Zulu, der Sprache einer südafrikanischen Volksgruppe, die er nie zuvor gehört hatte.

Unbekannte und alte Sprachen unter Hypnose erinnern

Abgesehen von Fällen bei denen Komapatienten manifestieren sich bei Xenoglossie auch verlorene und tote Sprachen oder seltene Dialekte bei denen sogar Sprachen von vergangenen Zivilisationen oder nahen Planeten gesprochen werden.

Kind schreibt im Trancezustand uraltes Ägyptisch

Ein englisches Kind namens Rosemary, das im Trancezustand zu Telika-Ventiu wurde war ebenfalls solch ein Fall. Im Jahr 1931 behauptete es, aus der Zeit 1400 v. Chr. zu sein und sprach und schrieb in einem uralten ägyptischen Dialekt, den nur einige Spezialisten auf der Welt erkennen oder deuten konnten.

Cynthia Henderson spricht unter Hypnose fliessend Alt-Französisch

Ein weiterer Fall, der seine Theorie stützt, stammt von Peter Ramster dem australischen Psychologen und Autor des Buches „The Search of Lives Past" („Die Suche nach vergangenen Leben").
Er war erstaunt, dass er sich mit seiner Studentin Cynthia Henderson fliessend auf Alt-Französisch unterhalten konnte, aber nur, wenn sie unter Hypnose stand. Ausserhalb dieses Trance-Zustands hatte sie nur ein rudimentäres Verständnis dieser Sprache.

Die Sprache des roten Planeten

Noch erstaunlicher ist es, wenn eine Person etwas Unvorstellbares schreibt oder spricht, wie die Sprache von Atlantis oder sogar die Sprache vom Mars, wie in dem vom Forscher T. Flournoy 1899 dokumentierten Fall, als eine Person namens „Helen" neben Hindi und Französisch auch die Sprache des roten Planeten beherrschte.

Der Ursprung von Xenoglossie - Forscher sammelte Belege für Existenz von Vorleben

Unter Hypnose war eine Frau aus Pennsylvania in der Lage, auf Schwedisch zu kommunizieren. Dieses Sprachvermögen hatte sie sich nicht durch Lernen angeeignet. Im tiefen Zustand der Trance sprach sie mit tieferer Stimme. Auf die Frage nach ihrem Namen erklärte sie, sie sei Jensen Jacoby, ein schwedischer Bürger des 17. Jahrhunderts.
Der Fall wurde von Dr. Ian Stevenson, dem früheren Leiter der Psychiatrie der Universität von Virginia und Autor von „Unlearned language: new studies in Xenoglossy" („Nicht erlernte Sprachen: Neue Studien von Xenoglossie") ausführlich untersucht.
Laut Dr. Stevenson konnte diese Frau - ohne vorheriges Training oder mit der Sprache in Berührung gekommen zu sein - nur deshalb Schwedisch sprechen, weil sie sich aus einer früheren Existenz daran erinnerte.
... und benennt Dinge des täglichen Bedarfs im Schweden des 17. Jahrhunderts
Dr. Stevensons Theorie wird dadurch gestützt, dass die Hypnotisierte Werkzeuge des täglichen Gebrauchs aus jener Zeit und jenem Ort, wo Jacoby lebte, benennen konnte.
Auf der Suche nach einer allgemeingültigen Erklärung für Xenoglossie haben sich viele Forscher Dr. Stevensons Verständnis, das auf vergangene Leben verweist, angeschlossen.
Dieser Theorie gemäss kann nach einem Trauma oder einem hypnotischen Zustand die Persönlichkeit eines vergangenen Lebens durchbrechen und diese Person verfügt dann über Wissen, das sie sich nicht in diesem Leben angeeignet haben kann.

Dr. Stevenson war anfangs selbst skeptisch

Anfangs war Dr. Stevenson selbst im höchsten Grade skeptisch, was die Fälle von regressiver Hypnose betraf; aber mit der Zeit wurde er einer der produktivsten Autoren zu diesem Thema. Als seine Arbeit später Fortschritte machte, konzentrierte sich Stevenson auf kleine Kinder.
Er fand heraus, dass es ihnen leichter fiel, Informationen aus vergangenen Leben abzurufen und dass sie weder Hypnose noch ein traumatisches Erlebnis benötigten, um sich an ihre weit zurückliegenden Leben zu erinnern.
Dr. Stevenson zeichnete die Beschreibungen der Kinder von ihren vergangenen Leben auf und verglich sie mit den Leben der verstorbenen Individuen, die sie vorgaben, gewesen zu sein. Er verglich sogar Einzelheiten über physische Besonderheiten wie Narben und Muttermale und an welchen Stellen sie waren.
Diese Informationen, kombiniert mit den Fällen von Xenoglossie, lieferten Dr. Stevenson, viele Beweise dafür, dass Menschen reinkarnieren und in anderen Existenzen andere Sprachen gesprochen haben. (lv/dk)

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