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Sonntag, 30. August 2015

„Gold-Zug“ der Nazis gefunden: Polnische Regierung warnt vor Explosionsgefahr

Der sagenumwobene „Nazi-Zug“, der letzte Woche Freitag in der Nähe der polnischen Stadt Walbrzych entdeckt worden ist, könnte Sprengfallen enthalten, teilte das polnische Kulturministerium gestern mit.


Das polnische Kulturministerium hat gestern vor Sprengfallen in dem mysteriösen „Nazi-Zug“ gewarnt und Schatzjäger aufgefordert, nicht mehr nach dem genauen Standort des sagenumwobenen Zuges, der sich in der Nähe der Kleinstadt Walbrzych in Niederschlesien befinden soll, zu suchen.

Diese Bitte kommt eine Woche nach der Entdeckung des Zuges durch einen Polen und einen Deutschen.
Der polnische Denkmalschützer Piotr Zuchowski meinte bei einer Pressekonferenz, dass der Zug gefährliche Materialien aus dem Zweiten Weltkrieg enthalten und mit sehr großer Wahrscheinlichkeit mit Sprengfallen besetzt sein könnte.
Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges kursiert die Geschichte des geheimnisvollen „Gold-Zuges“ unter den Einwohnern von Walbrzych. Kurz vor dem Einmarsch der Roten Armee im Jahre 1945 soll ein Zug mit Gold, Juwelen und Waffen beladen und nach Breslau geschickt worden sein, doch er kam nie an seinem Bestimmungsort an.
Gerüchten zufolge sei er in der Nähe von Walbrzych verschollen. Viele hielten seine Existenz bisher für eine Legende, aber jetzt könnte es sich um mehr, als nur ein Ahnenmärchen handeln, denn Zuchowski habe Geo-Radarbilder in guter Qualität gesehen und sei sich „zu 99 Prozent“ sicher, dass der Zug tatsächlich existiere.
Aber ob es sich bei dem entdeckten Fund tatsächlich um den berühmten „Nazi-Zug“ handelt, muss noch untersucht werden. 
Zygmunt Nowaczyk, der Vize-Bürgermeister von Walbrzych machte allerdings schon eindeutig klar, dass der Fund dem polnischen Staat gehöre. Den Schatzsuchern macht das nichts aus, denn es soll noch einen zweiten geheimnisvollen Zug in dieser Region geben. (as)

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