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Montag, 27. Juli 2015

T-Online, der Umfrage-Buster hat wieder zugeschlagen

Das ist doch ein hübscher Wocheneinstieg. Mal eben gucken, ob T-Online mal wieder einen Umfrage-Buster losgelassen hat, dachte sich ein Quer-Denken Leser und schaute nach  ... JAWOLL! Und wieder ein absolutes Reizthema im Political-Correctness-Bullshit-Bingo: "Sollen die staatlichen Leistungen für Asylbewerber gekürzt werden?". Emnid - natürlich höchst seriös - stellt fest: Die Mehrheit der Deutschen will die Leistungen für Asylbewerber NICHT kürzen. Und was ergibt die T-Online-Leserumfrage?
"Emnid-Umfrage: Mehrheit der Deutschen gegen Kürzungen für Asylbewerber" titelt T-Online ganz brav, und berichtet die Ergebnisse, die das angesehene Institut Emnid ermittelt habe: "Die Mehrheit der Deutschen ist dagegen, Leistungen für Asylbewerber zu kürzen. 52 Prozent sind gegen diesen Schritt, 33 Prozent dafür. Das geht aus einer repräsentativen Emnid-Umfrage hervor, die die "Bild am Sonntag" veröffentlichte. 59 Prozent sprachen sich dagegen aus, Asylbewerber, die mit großer Wahrscheinlichkeit wieder abgeschoben werden, provisorisch in Zelten oder grenznahen Aufnahmeeinrichtungen unterzubringen. Ebenfalls 52 Prozent der Befragten halten Deutschland für gastfreundschaftlich gegenüber Flüchtlingen eingestellt, 42 Prozent sehen das nicht so. Im ersten Halbjahr zählte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge knapp 180.000 Asylanträge - mehr als doppelt so viele wie im selben Zeitraum 2014."
Zur allgemeinen Erheiterung einmal die Werte der T-Online-eigenen Umfrage mit 45.996 Abstimmenden (Montagmittag, 12:55 Uhr):
Diesmal steht aber unter dem Artikel ein kleiner Anmerkungstext der Redaktion:
Anmerkung der Redaktion: Im Gegensatz zu der o.g. Emnid-Umfrage sind Online-Umfragen wie unsere nicht repräsentativ für die Gesamtbevölkerung und einem hohen Missbrauchsrisiko ausgesetzt.

Aha, da hat es wohl schon Diskussionen gegeben.
Also gut, etwa 46.000 Abstimmende sind nicht repräsentativ. Schön, dann schaun wir doch mal: Wieviele Menschen wurden denn für die Repräsentative Umfrage des Emnid-Institutes befragt?
Hier wird es spannend. Kurze Recherche im Netz - überall wird über die Emnid-Umfrage berichtet, und daß im Prinzip die Deutschen alle noch mehr Flüchtlinge wollen, daß auch Kosovaren und Albanier als Flüchtlinge akzeptiert werden sollen, obwohl es da weder Krieg noch Unruhen gibt. Alle benutzen gebetsmühlenartig die Redewendung, daß Emnid das in einer"repräsentativen Umfrage" ermittelt habe. Aber nirgends steht, wieviele Menschen denn befragt wurden, und die Studie selbst ist auch nicht zu finden. Seltsam, ist die Anzahl der Befragten so ein Geheimnis?
Doch, eine Quelle veröffentlicht es. Das Solinger Tageblatt berichtet und nennt die Zahl der Befragten: "Für die Erhebung befragte Emnid am vergangenen Donnerstag 502 Menschen."
Tja, dagegen sind natürlich 46.000 ein völlig unrepräsentativer, geradezu irrelevanter Klacks.

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