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Freitag, 31. Juli 2015

»Rassistische« Killerroboter könnten »ethnische Säuberungen« durchführen

Paul Joseph Watson 

Tausende Fachleute, darunter der bekannte Physiker Professor Steven Hawking, haben einen Offenen Brief unterzeichnet, in dem sie ein Verbot von Killerrobotern fordern, die möglicherweise in Zukunft von Diktatoren dazu benutzt werden könnten, »ethnische Säuberungen« durchzuführen. Der Brief wurde im Rahmen der 25. Internationalen Gemeinsamen Konferenz zu Künstlicher Intelligenz (IJCAI) in Buenos Aires vorgelegt.


Die Wissenschaftler warnten, die Welt stehe vor einem Rüstungswettlauf bei Robotern, in dessen Verlauf diese künstlichen Killer so billig werden könnten, dass sie sozusagen zur »Kalaschnikow der Zukunft« würden. Diese Technologien könnten von Terroristen und Kriegsherren zur Durchführung von »ethnischen Säuberungsaktionen« oder zu »Mordanschlägen, Destabilisierung ganzer Länder, zur Unterdrückung der Bevölkerung und gezielten Tötungen bestimmter ethnischer Gruppen« missbraucht werden.
Die Entwicklung von Killerrobotern würde zwar die Verluste an Menschenleben unter den Soldaten verringern, zugleich sinke damit aber auch die Schwelle zur Bereitschaft, Kriege zu führen, da die Gefährdung für das Leben und die Unversehrtheit der eigenen Soldaten abnehme. Zudem würde nach Ansicht der Experten ein solcher Missbrauch dieser Technologien die Akzeptanz für die positiven Aspekte Künstlicher Intelligenz (KI) in der Öffentlichkeit erschweren.

»Der überwiegende Teil der Chemiker und Biologen hat keinerlei Interesse daran, chemische oder biologische Waffen zu entwickeln, und ebenso wenig sind die meisten Forscher und Entwickler im Bereich Künstlicher Intelligenz daran interessiert, KI-Waffen zu entwickeln – und lehnen es auch ab, dass andere das Ansehen ihrer Wissenschaft beschmutzen, indem sie derartige Waffen entwickeln, da dies in der Öffentlichkeit zu einem Rückschlag hinsichtlich der Akzeptanz von KI führen und so deren zukünftige positive Auswirkungen auf die Gesellschaft in Frage stellen könnte«, heißt es in dem Offenen Brief.

Die Wissenschaftler erneuern zudem ihre Forderung nach einem vollständigen Verbot von Killerrobotern. »Es ist keine gute Idee, ein militärisches Wettrüsten für KI-Waffen zu beginnen. Dies sollte durch ein Verbot offensiver autonom agierender Waffensysteme, die keiner wirklichen Kontrolle durch Menschen mehr unterliegen, unterbunden werden«,schreiben sie.

Die Gefahr, dass sich Terrorgruppen oder rabiate Diktatoren derartige Technologien verschaffen, ist zwar real, aber man darf keinesfalls vergessen, dass die Regierungen die größte Gefahr darstellen, was potenzielle mechanisierte Massentötungen und Unterdrückung angeht.

Bereits 2008 hatte das Pentagon die Rüstungskonzerne aufgefordert, Roboter für den Kriegseinsatz zu entwickeln. Die Maschinen sollten im Rahmen sogenannter »Pursuit-Evasion«-Szenarien (»Verfolgen und Entkommen«) »nicht-kooperative menschliche Ziele aufspüren und verfolgen«. Das Pentagon forderte, die Roboter sollten in der Lage sein, »intelligente und autonome Suchmissionen« zu erfüllen.

Paul Marks vom New Scientist stellte daraufhin in einem Kommentar die Frage: »Wie lange wird es dauern, bis wir erleben müssen, wie ganze Horden von Drohnen mit paralysierenden Waffen gegen lästige Demonstranten vorgehen? Oder sollen die Drohnen sogar mit tödlichen Waffen bestücktwerden?«

Offenbar macht die Rüstungsindustrie rasche Fortschritte, denn bereits im Februar dieses Jahres stellte das Unternehmen Boston Dynamics, das heute zum Google-Imperium gehört, einen neuen Roboter namens Spot vor, der wesentlich beweglicher als sein größerer VorgängerBig Dog ist und sich sowohl in Räumen wie auch im Freien mit hoher Geschwindigkeit fortbewegen kann.

Steve Wrigt, Experte für Polizei- und Militärtechnik von der Metropolitan University in Leeds warnte ebenfalls davor, dass derartige Roboter mit Waffen bestückt werden könnten. »Der Begriff, mit dem dies alles schmackhaft gemacht wird, lautet ›nicht-kooperative menschliche Person‹«, sagte Wright, »Wir haben es hier mit den Anfängen einer Entwicklung zu tun, die darauf abzielt, Roboter in die Lage zu versetzen, Menschen wie ein Rudel Hunde zu jagen. Sobald die Software perfektioniert wurde, müssen wir damit rechnen, dass [diese Roboter] autonom handeln und bewaffnet sein werden.«

Der bekannte Roboterexperte Noel Sharkey hat immer wieder betont, Roboter, wie sie von Boston Dynamicsentwickelt würden, dienten letzten Endes dazu, große Menschenmengen zu kontrollieren und Menschen zu jagen und zu töten. »Wenn man über einen autonomen Roboter verfügt, dann wird diese Maschine auch Entscheidungen treffen, wer getötet wird, wann getötet wird und wo getötet wird«, sagte Shakey in der Alex Jones Show.

»Besonders besorgniserregend ist dabei, dass die Gründe für diese Entwicklung mit der Komplexität der Missionen zusammenhängen. Und wenn es ein Problem gibt, etwa bei der Kommunikation, kann man einen Roboter ohne Kommunikation in das betreffende Gebiet entsenden. Und dann entscheidet die Maschine, wer getötet wird, und diese Aussicht erschreckt mich zutiefst.«

Auch aus ethischer Sicht stellen Killerroboter ein erhebliches Problem dar. Ein Roboter wird Kollateralschäden vermutlich ganz anders bewerten, wenn die Entscheidung zu töten getroffen wird. Zugleich wird die Verantwortung für den Tod unschuldiger Menschen verwässert, wenn nicht mehr ein Mensch, sondern eine Maschine für das Blutvergießen verantwortlich wäre.


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