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Dienstag, 14. Juli 2015

Mögliche Folgen der Sonnenaktivitätsabnahme

Stehen wir vor einer neuen kleinen-Eiszeit?


© Fernando Calvo, Foto: NASA


Laut einer von Prof. Valentina Zharkova beim »National Astronomy Meeting« in Llandudno vorgestellten neuen Studie, wird die Sonnenaktivität im Laufe der 2030er-Jahre dramatisch sinken. Sie könnte auf ein Niveau fallen, das zuletzt zwischen 1646 und 1715 zu einer kleinen Eiszeit führte und als das sogenannte »Maunderminimum« bekannt wurde. Damals sanken die Temperaturen derart, dass Flüsse, die normalerweise immer eisfrei blieben, zufroren – unter anderem sogar die Londoner Themse.

Die Sonne hat einen Zyklus, in der ihre Sonnenaktivität alle zehn bis zwölf Jahre einen Höhepunkt mit besonders vielen Sonnenflecken und Eruptionen erreicht, der danach wieder nachlässt und mit einem erneuten Ansteigen den ganzen Zyklus wiederholt. Dieser »Sonnen-Herzschlag« verhält sich aber sehr unregelmäßig und der Aktivitäten-Zyklus fällt unterschiedlich lang oder kurz aus. Die Ursache dieser Schwankungen vermutet man in den enormen Magnetfelder im Inneren der Sonne, die wie ein riesiger Dynamo wirken und die Konvektion des heißen Plasmas beeinflusst und es in konstanten Abständen pulsieren lässt. In der Nähe ihrer Oberfläche besitzt die Sonne aber einen zweiten solchen Dynamo, der zwar ähnliche Prozesse vollzieht, sie aber wesentlich unbeständiger und chaotischer ablaufen. Wie diese Unregelmäßigkeiten in den Sonnenzyklen zustande kommen, ist bislang ein Rätsel.


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