Samstag, 4. Juli 2015

»Area 51« ‒ Ein Frontalangriff auf das größte Geheimnis der USA

Mitten im Kalten Krieg, als alle Angst hatten, dass jederzeit ein Atomkrieg losbrechen könnte, gab es in der US-Armee ein geflügeltes Wort. Es lautete »loose lips sink ships«, lose Lippen versenken Schiffe. Das Motto stammte vom berühmtesten Propaganda-Plakat der US-Armee im Zweiten Weltkrieg. Soldaten sollten ihre Lippen geschlossen halten, um keine militärischen Geheimnisse auszuplaudern.

Daher wurde auch später im Kalten Krieg so gut wie alles, was der Sowjetunion – dem »Reich des Bösen« ‒ in die Hände spielen könnte, kurzerhand zum Geheimnis erklärt. Doch es gab ein Geheimnis, das nie gelüftet wurde. Es gilt bis heute als das größte in der Geschichte der USA.

Es ist der Absturz eines unbekannten Flugobjektes 1947 in Roswell, New Mexico. In den vergangenen 20 Jahren ist das Roswell-Ereignis weltweit zum Synonym für Vertuschungen und Täuschung durch die US-Regierung geworden.

Was sich wirklich hinter dem Absturz verbirgt, bleibt Verschlusssache auf einer Ebene, die sogar noch höher angesiedelt ist als die des Weißen Hauses. Nur wenige auserwählte Geheimnisträger hatten bislang Zugang zur Wahrheit.
Doch damit ist nun Schluss. Zwei amerikanische Enthüllungsautoren legen mit Im Inneren der wahren AREA 51 ein Buch vor, das es in sich hat.

Der Anthropologe und Air-Force-Veteran Thomas J. Carey und der Journalist und UFO-Experte Donald R. Schmitt präsentieren in 21 spannenden Kapiteln Belege, Indizien und Zeugenberichte, die erstmals beleuchten, welch bedeutende Rolle die Wright-Patterson Air Force Base ‒ die wahre Area 51 ‒ in diesem Fall, aber auch bei zahlreichen anderen UFO-Vorfällen, spielt.

Unter den Beweisen, die Carey und Schmitt vorlegen, sind die Aussagen von Mark Magruder. Sein Vater, Marion (»Black Mac«) Magruder, nahm 1948 als Jagdflieger an einem mehrmonatigen Seminar des Air War College in Montgomery teil.

Die für das Seminar ausgewählten Offiziere galten laut Carey und Schmitt »als die besten und intelligentesten auf ihrem Gebiet«. Magruder Senior wurde damals im Rahmen des Seminars zusammen mit den anderen Teilnehmern eine Woche lang für ein Praktikum auf den neu fusionierten Luftwaffenstützpunkt »Wright-Patterson Air Force Base« verlegt und über den Absturz in Roswell informiert.

Magruder durfte die Überreste des abgestürzten Flugobjekts in Augenschein nehmen und erzählte zwei Jahrzehnte später seinen fünf Söhnen von den Wrackteilen, die »nicht von dieser Welt« stammten, darunter ein »metallisches Tuchgewebe, das leicht war, eine hohe Festigkeit besaß undzu einem Ball zusammengedrückt werden konnte, der nach dem Loslassen wieder in seine ursprüngliche flache Form zurückkehrte«.

Aber das war nicht alles. Magruder berichtete seinen Söhnen auch von den »Hieroglyphen«, die er damals 1948 auf den Wrackteilen der (nicht mehr) fliegenden Untertasse gesehen hatte. Dass er in einem hermetisch abgeschirmten Raum auch einen Überlebenden des Absturzes gesehen hatte – eine 120 Zentimeter kleine Kreatur mit dünnen Armen und übergroßem Kopf – behielt er bis auf sein Totenbett jedoch für sich.

Ein weiterer Zeuge in diesem spannenden Buch, das auch einige Dokumente der US-Armee abbildet, ist der Astronom und Physiker Dr. J. Allen Hynek, den die US-Luftwaffe in den 50er- und 60er-Jahren als Berater ihrer UFO-Studie »Blue Book« engagierte. Carey und Schmitt schildern, wie Hynek sich vom Skeptiker zu einem überzeugten Forscher des UFO-Phänomens wandelte.

In der Enthüllung über die »wahre Area 51« erfahren wir, wie das Pentagon systematisch brisante Details über das Rockwell-Ereignis und andere Vorkommnisse manipulierte und verschwinden ließ. Dazu heißt es im Buch:
»Er (Hynek) sollte oftmals beschreiben, wie von ihm UFO-Berichte und Meldungen bei Blue Book geprüft wurden und wie häufig keiner der schwierigen Fälle zu finden war. Alle von erfahrenen SAC-Offizieren sowie von Piloten von Militär- und Zivilflugzeugen gemachten Augenzeugenaussagen, die er selbst zu den Akten genommen hatte, waren seltsamerweise später aus diesen verschwunden.«
Es klingt fast ein wenig großspurig, wenn die Autoren in der Einleitung mitteilen, sie seien »zuversichtlich, genug Indizienbeweise erbracht zu haben, um jeden Gerichtssaal als Sieger zu verlassen«. Doch 300 Seiten später sind solche Zweifel an der selbstbewussten Ankündigung von Carey und Schmitt verflogen.

Carey und Schmitt konfrontieren ihre Leser mit unzähligen Versuchen seitens der US-Regierung und des Militärs, sämtliche Hinweise und sogar jeden Gedanken an eine außerirdische Bedrohung vollständig zu unterdrücken.

Ganz deutlich wird dies in den abschließenden Bemerkungen zu dem Buch mit der Überschrift »Im Schatten von Geistern«, wo die beiden Autoren das weltberühmte Luftfahrt-Museum auf Wright-Patterson schildern. Es wird jedes Jahr von mehr als einer Million Menschen besucht.

Von MiG-Jagdflugzeugen bis hin zu allen möglichen Prototypen werden dort viele interessante Flugzeuge ausgestellt. Doch ein Thema wird fast völlig ausgeblendet: Unbekannte Flugobjekte. Nur eine einzige Glasvitrine gibt es in dem seltsamen Museum, schreiben die Autoren.

Sie enthält gefälschte UFO-Fotos, Fantasie-Artefakte und ein zum Klecks geschmolzenes Stück Kunststoff. Ganz klar: Hier wird, so die Autoren, der Versuch unternommen, das Thema zu einer Nebensache zu machen:
»Das Kennzeichen dieser stumpfsinnigen Ausstellung ist die Versicherung, dass von der Air Force niemals ein zuverlässiger Beweis oder entsprechende Zeugen zur Untermauerung der Theorie gefunden werden konnten, dass es sich bei UFOs um eine Technologie handelt, die der unseren weit überlegen ist.«
Zum Glück erspart dieses Buch den interessierten Lesern einen Flug in die USA.




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