Sonntag, 21. Juni 2015

Russland und Griechenland unterzeichnen Vereinbarung für gemeinsames Pipelineprojekt (Videos)

Russland und Griechenland haben einen Vertrag zur Gründung eines Joint Ventures unterzeichnet, das den Bau der Rohrleitungen für das Pipeline-Projekt „Turkish Stream“ in Griechenland übernehmen werde, teilte der russische Energieminister Alexander Novak mit. Die Erdgas-Pipeline soll eine Transportkapazität von 63 Milliarden Kubikmeter im Jahr aufweisen. Der griechische Energieminister Panagiotis Lafazanis bezeichnete das Übereinkommen mit Russland als „historisch“.

Nach der Ankündigung, die Ostsee-Pipeline Nord Stream auszubauen, soll nun auch die Pipeline Turkish Stream des russischen Staatskonzerns Gazprom Chart zeigen nach Griechenland verlängert werden.
Die griechische Erweiterung von „Turkish Stream“ werde unter dem Namen „Südeuropäische-Pipeline“ firmieren, führte Novak im Rahmen der Unterzeichnung einer bilateralen Absichtserklärung mit Griechenland beim Petersburger Wirtschaftsforum am Freitag an. Wie zu vernehmen war, soll der Bau der Pipeline bereits 2016 beginnen und voraussichtlich 2019 beendet sein.
Dabei versprach der russische Minister, dass beide Länder gleich große Anteile am Bauunternehmen erhalten werden. Der Bau jedoch werde angesichts der prekären Wirtschaftslage im südeuropäischen EU-Staat von Russland vorfinanziert. Athen versprach, die Verbindlichkeiten für die russische Finanzhilfe zu begleichen, sobald erstes Erdgas aus Russland geflossen sein wird.
Video:


Nach Ansicht von Experten könnte Russland Griechenland rund zwei Milliarden Euro für die Pipeline zusagen, die 2019 fertig sein soll.
Der griechische Energieminister Panagiotis Lafazanis bezeichnete das Übereinkommen mit Russland als „historisch“:
„Die Pipeline wird nicht nur Griechenland und Russland verbinden, sondern auch alle anderen Menschen Europas.“
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Durch die geplante Pipeline vom russischen Küstenort Anapa sollen jedes Jahr bis zu 63 Milliarden Kubikmeter Gas strömen. Sie soll durch das Schwarze Meer bis nach Griechenland führen. Außer Griechenland und der Türkei haben auch Ungarn, Mazedonien und Serbien Interesse an einem Anschluss an die Pipeline bekundet. Das Vorhaben Gazproms ersetzt frühere Pläne für die transeuropäische Pipeline South Stream, die über Bulgarien in die EU führen sollte.
Video:



Russland will ab 2020 auf die Ukraine als bisher wichtigstes Transitland für Gas in die EU ganz verzichten.
Zudem zitierten Nachrichtenagenturen Lafazanis, wie folgt:
„Unsere Botschaft ist eine der Stabilität und Freundschaft […] Die Pipeline, mit der wir heute beginnen, richtet sich gegen niemanden in Europa. Es ist ein Projekt für den Frieden, Stabilität in der gesamten Region.“

 Quelle: PravdaTV 

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Griechenland soll endlich raus aus der EU und sich Russland anschließen.