Erkennen • Erwachen • Verändern

Erkennen • Erwachen • Verändern

Freitag, 26. Juni 2015

Kehrt die Zarenfamilie offiziell nach Rußland zurück?

(von Niki Vogt)  Seit Langem kursiert "in der Szene" das Gerücht, die menschenverachtende Elite, die die "Neue Weltordnung" samt drastischer Weltbevölkerungsdezimierung durchdrücken will, sei in ihren letzten verzweifelten Versuchen, diesen teuflischen Plan doch noch gegen jeden Widerstand zu erzwingen, bereits so gut wie gescheitert. In Wahrheit gebe es hinter den Kulissen machtvolle Leute und Strukturen, die genau am Gegenteil arbeiten. Die Menschen müßten wieder befreit werden, Gerechtigkeit, Anstand, Rechtssicherheit  und gesunder Menschenverstand wieder Einzug halten. Die verrotteten Strukturen einer skrupellosen, scheindemokratischen Weltregierung samt Vasallen würden bald niedergerissen werden. Die globalen Oligarchen-Clans wie Rockefeller, Cheney, Halliburton, Rotschild, Goldman-Sachs usw. würden gestürzt und eine Aristokratie/Monarchie nach altem Vorbild als wahre Landesväter reinstalliert werden. Wunschträume? Delirium?
Wirklich? Oder könnte die Wiedereinsetzung der Zarenfamilie in Rußland tatsächlich der Auftakt für dieses neue Zeitalter sein?

Walter Eichelburg ist sicher ein kauziges Unikum. Er schreibt, er sei von den Kreisen, die die Wiederkehr der Monarchien in Europa betreiben, informiert worden. Klingt abgefahren. Doch selbst Gegner sagen über ihn "Blöd ist der Mann ganz und gar nicht, er sieht die Entwicklung schon richtig. Er verrennt sich nur mit seinem Gold als Patentlösung und die Idee von der Monarchie ist vollkommener Schwachfug." Letzteres wird auch von vielen seiner Leser so gesehen. Rückkehr zur Monarchie? Höchst unwahrscheinlich. Nichts weiter, als verklärende Sehnsucht nach der "guten, alten Zeit".
Und dann erscheinen heute plötzlich diese Artikel in den britischen Zeitungen "Express UK" und "The Guardian", der amerikanischen "Financial Times" und der kanadisch/europäischen Seite "europebusines" des Earl of Stirling, sowie diebretonische Internetzeitung "Breiz Atao" : Die alte Zarenfamilie der Romanows macht sich bereit, ihren angestammten Platz wieder einzunehmen.
Aha. Es wurde offenbar ein Brief bekannt, den ein Abgeordneter von Putins Partei an die Oberhäupter der Zarenfamilie Romanow, Maria Wladimirowna und Prinz Dimitri Romanowitsch, geschickt hat.
Die empfehlenswerte Webseite "Nachtwächter" hat den Express-Artikel dankenswerterweise auf Deutsch übersetzt:
 
Vladimir Putin ”will” die russische königliche Familie wieder einsetzen und sie in einem alten Palast einziehen lassen, der einst von Zar Nikolaus II. bewohnt wurde.

Die außergewöhnliche Rückkehr der Romanows würde die Herrschaft des starken Manns im Kreml nicht bedrohen, sondern darauf abzielen, ihr eine Rolle in der Vereinigung Russlands zu geben. Der von Wladimir Petrow, einem Abgeordneten von Putins Partei, vorgeschlagene Schritt, hat Spekulationen darüber hervorgerufen, dass dies direkt durch den russischen Führer genehmigt wurde.

Petrow bereitet einen Gesetzentwurf vor, der zum hundertjährigen Ende der imperialen Herrschaft umgesetzt werden soll und »den Mitgliedern der königlichen Familie einen besonderen Status einräumt« und »ihre Rückkehr nach Russland anregen« soll.

Zarenfamilie RomanowDer Abgeordnete hat Briefe an die Erben der Romanow-Dynastie geschrieben, die das Land über zwei Jahrhunderte beherrschte, bevor Zar Nikolaus II. im Vorfeld von zwei Revolutionen 1917 abdankte. Im darauf folgenden Jahr wurde die Romanow-Familie – Nikolaus und seine Frau Zarin Alexandra und ihre fünf Kinder Olga, Tatjana, Maria, Anastasia und Alexei – von Bolschewiken, angeführt von Jakow Jurowski unter dem Befehl der Ural-Sowjets, exekutiert.

Petrow hat die Großherzogin Maria Wladimirowna und Prinz Dimitri Romanowitsch angeschrieben und sie gedrängt, nach Russland zurückzukehren, um zu Symbolen der nationalen Kultur zu werden und »die spirituelle Macht des russischen Volkes wiederzubeleben«. In dem aufgetauchten Brief heißt es:

»Während ihrer ganzen Regentschaftsgeschichte war die imperiale Dynastie der Romanows eine der Stützen von Russlands Souveränität.«

Derzeit mache das Land »einen schwierigen Prozess der Wiederherstellung der Größe des Landes und der Rückkehr seines globalen Einflusses« durch und die »Mitglieder des Hauses Romanow dürfen sich dem in Russland jetzt, in einem derart wichtigen Moment der Geschichte, ablaufenden Prozess nicht entziehen«. Weiter heißt es:

»Ich bin sicher, dass eine Rückkehr der Nachfahren des letzten russischen Herrschers in die historische Heimat zur Aufarbeitung der politischen Widersprüche seit der Oktober-Revolution beitragen und zu einem Symbol der Wiedergeburt der spirituellen Macht des russischen Volkes werden wird.«

»Die Nachfahren der königlichen Familie mögen eine wichtige symbolische Rolle in der russischen Gesellschaft spielen.«

»Wie in vielen europäischen Ländern, mögen die Romanows ein Symbol zur Erhaltung von Traditionen und nationaler Kultur werden.«

Die königliche Famile würde in einen der diversen großen Romanow-Paläste zurückkehren, entweder Ropschinski oder Pawlowsky nahe St. Petersburg, oder in den großen Liwandia Palast auf der Krim, die durch Putin vergangenes Jahr von der Ukraine annektiert wurde. [AdÜ: ???] Der Brief weiter:

»Bis heute stehen viele der Paläste der Zarenfamilie leer, oder werden für falsche Zwecke genutzt.«

»Ich glaube, dass es für alle Seiten nur gut wäre, wenn die Paläste in der Umgebung von Leningrad als offizielle Residenz genutzt werden.«

Alexander Zacharow, Direktor von Romanov Imperial House in Russland, gab zu verstehen, dass einige Repräsentanten der Dynastie bereit wären, nach Russland zurückzukehren. Er sagte:

»Die königliche Familie hat wiederholt gesagt, dass sie bereit ist, nach Russland zurückzukehren und dort dauerhaft zu leben. Unsere Repräsentanten verbringen zunehmend Zeit in Russland und sind ganz erpicht darauf zurückzukommen.«

»Herzogin Maria Wladimirowna hätte zu jeder Zeit als Privatperson zurückkommen können, da sie aber die königliche Familie anführt und sich ihren Vorfahren verpflichtet fühlt, muss ihre Rückkehr angemessen stattfinden.«

Zacharow sagte, dass sie nicht auf einen üppigen Palast aus sei und fügte hinzu:

»Sie fordert weder Rechte auf Immobilien, noch politische Macht und Privilegien, aber sie möchte, dass die königliche Familie eine historische Institution und Teil des historischen Erbes des Landes ist.«

Allerdings betonte er, dass die abgesetzte königliche Familie nicht in politische Spielereien des modernen Russlands hineingezogen werden sollte. »Das imperiale Haus nimmt an keinerlei politischen Kämpfen teil«, fügte er hinzu und warnte, dass es Gruppierungen gäbe, die versuchen würden »die königliche Familie auszunutzen«.

Sergej Markow, Chef des Instituts für politische Studien, argumentierte hingegen, dass eine Rückkehr der Romanows wenig Einfluss auf das moderne Russland haben würde.

»Die meisten Ländern haben keinen Respekt vor königlichen Familien, außer Großbritannien und die Niederlande.«

»Die Menschen in Russland verstehen die Romanows entweder als Opfer, weil sie von den Bolschewiken erschossen wurden, oder als Verräter, die während der kritischen Jahre der Monarchie unverantwortlich gehandelt haben.«

»Viele glauben, dass es Nikolaus II. Absetzung war, die den Bürgerkrieg ausgelöst hat.«
 

 

http://www.extremnews.com/images/full-1cbfd5b228e5424692a9b50e7253308c.jpg
 Die Zarenfamilie Romanow, noch ahnungslos, daß sie
bald alle ermordet werden
Die Financial Times beschreibt eigentlich hauptsächlich mit gelindem Unverständnis die enorme Beliebtheit, die die zur Zeit laufende Ausstellung zur Dynastie der Romanows erfährt. Schlangen von Menschen und tiefe Verehrung für die Zarenfamilie zwingen den Redakteur der FT offenbar dazu, mangels Masse als einzigen Gegenzeugen der Romanow-Verehrung einen X-beliebigen "Management-Studenten" ausführlich zu Wort kommen zu lassen, dessen Meriten und Legitimation in seiner Deklarierung zum "Hobby-Historiker" bestehen. Jener - bis dato der Welt unbekannter - Roman Andreyev bescheinigt nun in seiner profunden Fachkenntnis der russischen Regierung, mit dieser Ausstellung "Gehirnwäsche" bei der Bevölkerung zu betreiben. Was er damit eigentlich Zielführendes aussagen will, bleibt sein Geheimnis. Seine Begründung für diesen Vorwurf besteht darin, daß diese Romanow-Verehrung irgendwie mit der Sehnsucht des russischen Volkes nach einem starken Führer zu tun habe. Was sich aber ebenso auf Stalin und Putin übertragen läßt.
Doch in den Artikeln kommt, allem Unverständnis zum Trotz, der wahre Kern immer wieder durch.
Im "Express" wird der besagte Brief in Teilen zitiert. Besonders interessant sind die Passagen:
»Ich bin sicher, dass eine Rückkehr der Nachfahren des letzten russischen Herrschers in die historische Heimat zur Aufarbeitung der politischen Widersprüche seit der Oktober-Revolution beitragen und zu einem Symbol der Wiedergeburt der spirituellen Macht des russischen Volkes werden wird.«
»Während ihrer ganzen Regentschaftsgeschichte war die imperiale Dynastie der Romanows eine der Stützen von Russlands Souveränität
Aus der Financial Times:
Almost a century after its demise, the Romanov dynasty has returned – as a powerful symbol of identity for a nation struggling to define itself. After more than 70 years of Soviet totalitarianism followed by two decades of economic and political upheaval, many Russians long for a revival and recognition of their cultural and historical roots.
 
 
With the help of the powerful Russian Orthodox Church, President Vladimir Putin has long played to those emotions to underpin his popularity and nurture a clearer, stronger national identity.
Zu Deutsch:
"Fast ein Jahrhundertnach ihrem Verschwinden kehrt die Romanow-Dynastie zurück - als ein machtvolles Symbol der Identität für eine Nation, die darum kämpft, sich selbst zu definieren. Nach mehr als 70 Jahren sowjetischen Totalitarismus', gefolgt von zwei Dekaden wirtschaftlichen und politischen Umbruchs, sehnen sich viele Russen nach einer Wiederbelebung und Anerkennung ihrer kulturellen und geschichtlichen Wurzeln."
"Mithilfe der mächtigen russischen orthodoxen Kirche, hat Präsident Wladimir Putin lange diese Emotionen gefördert, um seine Popularität zu stärken und eine klarere, stärkere nationale Identität zu nähren."
 
Die offizielle Rückholung der Zarendynastie nach Rußland - in welcher Form auch immer, ob rein symbolisch, als "Ehrenmonarchen" oder als parlamentarische Monarchie - wird in allen Artikeln mit der Wiedergewinnung von Identität, Nationalität, spezifisch russischer Kultur, Aufarbeitung und Wiederanschluß an die eigene Geschichte, Hinwendung zum alten Glauben, Moral, Frömmigkeit, Rückbesinnung auf alte Größe, konservative Werte und Wiedegewinnung von Souveränität in Verbindung gebracht.
Das sind nun zufällig alles Begriffe, die für die Neue Weltordnung das leuchtend rote Tuch darstellen. Seit Jahrzehnten versucht die NWO genau den entgegengesetzten "Werte"-Kanon durchzusetzen.
Der kommt aber nicht bei den Völkern an. Die Leute wissen wohl, daß man bestimmte Sachen besser nicht ausspricht, daß ihnen "von oben" seltsame Tabus und gesellschaftliche Mantren aufgezwungen werden und halten grummelnd den Mund. Sie schütteln den Kopf darüber, daß "heute alles ganz anders" ist, und man die Wahrheit ja nicht laut sagen darf, aber haben keine Lust auf Scherereien und kuschen.
Die Sehnsucht nach den alten Werten und den einst errungenen bürgerlichen Freiheiten, eben nach der guten, alten Zeit, ist jedoch unter der verordneten, politisch korrekten Oberfläche ungebrochen. Sie nimmt im selben Maße zu, wie die Völker ihre Verarmung, Ausbeutung, Entmündigung, Entrechtung, Überfremdung, Manipulation und Machtlosigkeit wahrnehmen. Korruption, Skrupellosigkeit, Verlogenheit, Pädophilie in höchsten Kreisen, persönliche Vorteilsnahme und Inkompetenz der Politiker und Würdenträger, Rechtsunsicherheit und Willkür kommen noch dazu. Die Wut auf "die da oben" schwillt überall bis zum Platzen an.
Lassen wir noch ein paar Monate ins Land gehen. Sehen wir dem Treiben der Politiker zu, die absolut zuverlässig IMMER gegen die Interessen des Volkes, das ja eigentlich der Souverän sein soll, entscheiden. Die Politik geht immer und überall, sogar in lebenswichtigen Angelegenheiten so todsicher gegen den Willen und die Interessen des eigenen Volkes vor, daß auch die einfachen, unpolitischen Leute sich schon fragen, warum.
Daß das nicht nur Inkompetenz und Unvermögen sein kann, merkt selbst der Dümmste langsam. Es fehlt nicht mehr viel, und die Lunte wird anfangen zu brennen.
Dazu kommt noch der bevorstehende, unvermeidbare Reset der überschuldeten Systeme, der entweder in einem Crash oder einem qualvollen Völker-Enteignungs-Feldzug die wuchernde Mißwirtschaft, Überschuldung und Bereicherung Weniger wieder auf Null setzen muß.
Besser kann man die Bühne für einen grundsätzlichen Systemwechsel kaum präparieren.
Wie sagt Andreas Popp so schön: "Eine Revolution kommt nicht dann, wenn die Menschen restlos verzweifelt sind, sondern dann, wenn es nur diesen Schritt braucht, daß es ihnen besser geht."
Kombinieren wir das mit der alten Weisheit, daß der Mensch die bekannte Hölle dem unbekannten Ungewissen vorzieht. Dann ist klar, was passiert, wenn man den Menschen statt des unbekannten Ungewissen den positiv besetzten, vertrauten, gütigen, starken, alten Archetypus "König" als Ausweg aus der bekannten Hölle anbietet.
Hierzu ein kleines Fundstück:
https://scontent-cdg2-1.xx.fbcdn.net/hphotos-xpa1/v/t1.0-9/10409788_908197829227466_8108063973221404599_n.jpg?oh=6200056dae1afe67cf4850204b63800b&oe=55E9EE84

Doch da stellen sich ein paar Fragen:

Wird wirklich "im Hintergrund" ein Wechsel zu Monarchien alter Prägung vorbereitet?
Oder ist die Rückholung der Zarenfamilie nach Rußland ein "Ausreißer"?
Haben diese Familien wirklich Interesse, das zu übernehmen?
Welcher König möchte ernthaft als erste Amtshandlung diesen jetzigen Saustall ausmisten und sich die Hände blutig und dreckig machen?
Oder falls: Wollen die nicht ersteinmal den Reset abwarten, um wirklich neu und unbelastet anzufangen?
Wer hat daran überhaupt Interesse?
Wer kann sowas installieren, wer hat solche Netzwerke, solche Mittel, das Ganze samt Beamtenapparat vorzubereiten?
Stecken - WENN das so sein sollte -  wirklich andere Kräfte dahinter, als dieselben globalen Oligarchen?
Oder ist das alles nur eine Show, um die Menschen wieder einmal zu täuschen damit sie glückselig dem nächsten Ausbeuter vertrauen?
Gäbe es dann wieder wirklich souveräne Staaten?

Keine Kommentare: