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Samstag, 20. Juni 2015

Hunger ist der Preis, den die Griechen dafür zahlen werden, wenn sie in der EU bleiben

 (von Paul Craig Roberts, antikrieg)  Syriza, die neue griechische Regierung, die die Absicht hatte, Griechenland aus seiner Notlage zu retten, ist baden gegangen. Die Regierung verließ sich auf den guten Willen ihrer EU-„Partner,“ nur um herauszufinden, dass ihre „Partner“ keinen guten Willen hatten. Die griechische Regierung hat nicht verstanden, dass es allein um den Endgewinn bzw. die Profite derjenigen ging, die die griechischen Schulden in der Hand halten.


Die Griechen stehen genauso an wie ihre Regierung. Die Mehrheit der Griechen will in der EU bleiben, sogar wenn das bedeutet, dass ihre Pensionen, ihre Löhne, ihre sozialen Dienste und ihre Arbeitsplatzmöglichkeiten reduziert werden. Anscheinend ist es den Griechen wert, in den Graben gefahren zu werden, nur um ein Teil Europas bleiben zu können.

Die angebliche „griechische Krise” macht absolut keinen Sinn. Es ist offensichtlich, dass Griechenland mit seiner verwüsteten Wirtschaft nicht die Schulden zurückzahlen kann, die Goldman Sachs zuerst versteckte und dann mithilfe der Insiderinformation kapitalisierte und somit half, die Krise zu verursachen. Wenn die Liquidität der Gläubiger der griechischen Schulden, anscheinend der NY Hedge Fonds und deutsche und niederländische Banken, davon abhinge, dass sie das Geld zurückbekommen, könnte die Europäische Zentralbank einfach dem Beispiel der Federal Reserve folgen und das Geld drucken, um die griechischen Schulden abzudecken. Die EZB druckt bereits 60 Milliarden Euros im Monat, um das europäische Finanzsystem zu retten, warum also nicht Griechenland einbeziehen? 
Ein Konservativer könnte sagen, dass eine solche Vorgangsweise Inflation verursachen würde, aber das hat sie nicht. Die Fed hat sieben Jahre lang auf Teufel komm heraus Geld gedruckt, und laut der Regierung gibt es keine Inflation. Wir haben sogar negative Zinssätze, die die Abwesenheit von Inflation bestätigen. Warum soll das Gelddrucken für Griechenland zu Inflation führen, aber nicht für Goldman Sachs, Citibank und JPMorganChase? 

Offensichtlich will die westliche Welt Griechenland nicht helfen. Der Westen will Griechenland ausplündern. Das läuft so, dass Griechenland neue Kredite bekommt, um mit denen die bestehenden Kredite zu bedienen - im Austausch für den Verkauf von kommunalen Wasserwerken an private Investoren (die Wasserpreise für die Menschen Griechenlands werden steigen), für den Verkauf der staatlichen Lotterie an private Investoren (die Einkünfte der griechischen Regierung sinken, was die Rückzahlung der Schulden schwieriger macht), und für weitere derartige „Privatisierungen“ wie den Verkauf geschützter griechischer Inseln an Immobilienfirmen.

Das ist ein gutes Geschäft für alle außer Griechenland.
Wenn die griechische Regierung bei Sinnen wäre, würde sie einfach die Schulden nicht bezahlen. Das würde Griechenland schuldenfrei machen. Mit nur ein paar wenigen Worten kann Griechenland von einem schwer verschuldeten Land zu einem schuldenfreien Land werden.

Griechenland könnte dann seine eigenen Anleihen finanzieren, und wenn es Kredite aus dem Ausland bräuchte, könnte Griechenland das russische Angebot annehmen.

Ja, wenn die Regierungen Russlands und Chinas nur halbwegs bei Verstand wären, würden sie Griechenland das Geld zur Verfügung stellen, um pleite zu gehen und aus EU und NATO auszusteigen. Die Auflösung von Washingtons Weltreich würde beginnen und die Gefahr eines Krieges, mit dem Russland und China konfrontiert sind, würde verschwinden. Die Russen und Chinesen würden sich weit mehr Geld für unnötige Kriegsvorbereitungen sparen, als die Rettung Griechenlands sie kosten würde.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

das Ziel von Syriza ist doch klar und deutlich: sie wollen unterstützt von Russland Griechenland aus der EU reißen.