Montag, 22. Juni 2015

David de Rothschild wegen Betrug gesucht

Alles Schall und Rauch Hier eine Nachricht, die man in der Mainshitpresse nicht zu sehen bekommt, denn es gibt "wichtigere" Themen wie: Deutschland wird durch Streiks lahmgelegt und Griechenland scheint jetzt endgültig hops zu gehen. Ja, Streiks bei der Post, bei Kita-Erziehern und Lufthansa, plus an der Berliner Charité ist das Pflegepersonal am Montag in einen unbefristeten Streik getreten. Und: Bei Amazon in Leipzig wird wieder gestreikt. Verdi hat die Mitarbeiter zu einem viertägigen Ausstand aufgerufen. Dann, alle gucken gespannt was mit Griechenland passiert. Die griechischen Bankkunden haben in den letzten Tagen massiv ihr Geld von den Konten geholt. Die Frage lautet deshalb, wann werden die Banken schliessen müssen? Heute schon? Eine panikartige Notsitzung nach der anderen findet in Brüssel und Frankfurt statt. Ab Mittag treffen sich die Eurofinanzminister, am Abend kommen dann die Staats- und Regierungschefs der Eurozone zum entscheidenden Sondergipfel zusammen. Das endlose Theater der EU-Verbrecher geht weiter, um ihr Kartenhaus vor dem Zusammenbruch zu retten (Gähn).
Aber hier für die ASR-Leser eine interessante Nachricht: David de Rothschild, Vorsitzender der Rothschild Continuation Holdings mit Sitz in Zug, Schweiz und von NM Rothschild & Sons, wird in Frankreich gesucht, um wegen Betrugsverdacht befragt zu werden. Ein spanisches Gericht hat die französischen Behörden damit beauftragt. Diese Nachricht läuft parallel zur anderen, nämlich, die Rothschild Bank AG wurde vom US-Justizministerium mit einer Strafe von 11,5 Millionen Dollar belegt, weil die Bank Amerikanern dabei geholfen hat, ihr Vermögen "offshore" zu verstecken. 

David René James de Rothschild führt die Privatbank seiner Familie in der sechsten Generation. Negative Nachrichten über die Rothschilds wird man wegen ihrer Medienkontrolle kaum finden. In einem Zeit-Interview aus 2012 antwortete er auf die Frage, "schämen Sie sich, Banker zu sein?" mit den Worten: "Nein, überhaupt nicht. Ich sehe nichts, womit wir bei Rothschild unserem Land, unseren Geschäftspartnern oder Mitarbeitern geschadet hätten." Ist Beihilfe zur Steuerhinterziehung kein Schaden für ein Land?

Die französische Polizei wurde beauftragt, den Aufenthalt einer der reichsten "Aristokraten" Europas ausfindig zu machen, um ihn wegen Betrug an zahlreichen britischen Rentnern zu befragen. Baron David de Rothschild ist wegen der Beschuldigung von Opfern angeklagt worden, Briten die in Spanien leben, ein betrügerisches Schema zur Steuerumgehung angedreht zu haben. Der Banker soll an seinem Wohnsitz in Frankreich befragt werden, fünf Jahre nach dem eine in Marbella ansässige Anwaltskanzlei eine Klage gegen ihn eingereicht hat. 

In diesem Fall geht es um die Rothschild Financial Services Group, die beschuldigt wird, falsche Versprechen über ihr "equity release loan" Schema abgegeben zu haben, in dem mehr als 130 Rentner zwischen 2005 und 2008 sich eingekauft hatten. Mit diesem Modell konnten Rentner aus ihren Häusern extra Liquidität herausziehen, ohne die Immobilie verkaufen zu müssen. Aber eine grosse Zahl an britischen Rentnern verlor dabei ihr Eigentum plus ihre Ersparnisse und haben deshalb gegen die Firma von Rothschild eine Sammelklage erhoben.

Die Kredite von Rothschild wurden in riskante Geschäfte investiert und die meisten Opfer verloren alles mit der Lehman-Brothers-Pleite. Rothschild sagte, diese Finanzoperation wurde von ihrer Niederlassung in Guernsey auf den Kanalinseln abgewickelt, ausserhalb der Zuständigkeit des britischen Staates und der Aufsichtsbehörden. Ein Schlupfloch für die Finanzkriminellen, denn das Territorium der Kanalinseln gehört nicht zur EU, sondern dem britischen Königshaus, und ist extra deswegen ausgenommen worden. 

Ein Gericht in Dénia an der Ostküste Spaniens, unter dem Vorsitz von Richter Javier Gómez Bermudez, hat die Vorladung vergangene Woche als Beschluss verkündet. Da David de Rothschild mehrere luxuriöse Wohnsitze in Form von Schlössern in der Provinz und Stadthäuser in Paris hat, sind die französischen Behörden damit beauftragt worden, seinen aktuellen Aufenthaltsort ausfindig zu machen. Der in Marbella ansässige Anwalt, Antonio Flores, kommentierte den Beschluss des Gerichts mit den Worten: "es handelt sich um einen bahnbrechenden Moment". 

"Es ist ein guter Schritt in die richtige Richtung," sagte Flores gegenüber der Lokalpresse. "Das Gericht hat die selbe Meinung wie wir, es gibt genug Beweise, um Baron Rothschild verhören zu können." Er fügte hinzu: "Zuerst muss man ihn mal finden. Wenn sie das geschafft haben, dann kann man ihn befragen."

Das von Rothschild angepriesene Produkt, Credit Select Series Mortgage Loan, wurde an Rentner mit dem Versprechen verkauft, damit auf "legale Weise" den Wert ihrer Häuser zu reduzieren, um die Erbschaftssteuer zu verringern. Die Steuerbehörde hat aber dieses Modell als betrügerisch eingestuft und Anwalt Flores meint, Rothschild muss dafür die Verantwortung tragen.

"Egal was mit dem Investment passiert ist, Rothschild bot einen Kredit an, um die Erbschaftssteuer zu reduzieren, was eine Verletzung der Steuergesetze bedeutet", sagte Flores. 

Die Geschichte zeigt, bei Steuerhinterziehung versteht der Staat keinen Spass und die grössten Köpfe mussten rollen. Der Bilderberger Klaus Zumwinkel, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Post AG, wurde von der 12. grossen Strafkammer des Landgerichts Bochum wegen Steuerhinterziehung zu einer zur Bewährung ausgesetzten Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Oder Uli Hoeness wurde von der 5. Strafkammer des Landgerichts München II wegen Steuerhinterziehung zu einer Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt.

Dem Gangsterboss Al Capone konnte man auch nie die vielen Morde oder andere Verbrechen nachweisen. Verurteilt wurde er und ins Gefängnis kam er "nur" wegen Steuerhinterziehung. Am 24. Oktober 1931 wurde er wegen Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit Geldwäsche zu 50'000 US-Dollar Strafe, zusätzlich knapp 8000 US-Dollar Gerichtskosten und elf Jahren Gefängnis verurteilt. Vielleicht kommt mal ein Rothschild deshalb endlich dran.

Und zum Abschluss noch dieses: Christine Lagarde, Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), hat sich selber als "Chefverbrecherin" bezeichnet. Als sie den griechischen Finanzminister Gianis Varoufakis vergangene Woche traft, sagte sie zu ihm: "Die Chefverbrecherin grüsst Sie!" Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras hatte nämlich vorher den IWF als kriminelle Organisation bezeichnet, was ja der Wahrheit entspricht.

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