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Sonntag, 31. Mai 2015

NO - Das Kampfgas gegen Krebszellen

Stickstoffmonoxid – gefährlich gesund


Stickstoffmonoxid (NO) dürfte den meisten Menschen wohl vor allem als Giftgas und gefährlicher Bestandteil der Autoabgase bekannt sein. Doch das Molekül kann weit mehr. NO ist einer der wichtigsten Botenstoffe in menschlichen Blutgefäßen, es ist vor allem dafür zuständig, dass die Arterien glatt, (leicht fließfähig) und ohne Plaques bleiben und sich den ständig wechselnden Anforderungen an die Durchblutung anpassen können.



Es spielt aber auch eine Entscheidende Rolle bei der Regulation von Entzündungsvorgängen wie Rheuma, Arthrose oder Asthma, es hilft bei Allergien und Hauterkrankungen und es hat große Bedeutung für unsere Gedächtnisleistung. Zudem ist NO eine der wichtigsten Waffen unseres Immunsystems, um krankmachende Eindringlinge zu bekämpfen: In Abwehrzellen (Makrophagen) wird NO gebildet, das aufgrund seiner starken „Reaktionsfreudigkeit“ in der Lage ist, Bakterien zu zerstören. 


Wenn wir also sicherstellen können, das unser Organismus NO in dem Maße in dem er es benötigt, produzieren kann, verfügen wir über einen sehr effektiven, körpereigenen Schutz vor zahlreichen Erkrankungen.“NO ist klein, Membranpermeabel und sehr reaktiv. Gegen solch ein Gift können Erreger nur schwer ein Gegenmittel entwickeln“, so der Immunologe Carl Nathan von der Cornell University in New York.


Stickstoffmonoxid – eine Geschichte mit Umwegen

Die biologischen Funktionen des Stickstoffmonoxid (NO) als Botenstoff wurde erst in den frühen 1980er Jahren entdeckt. Die Erforschung von NO ist seither sehr gut dokumentiert und es gibt mittlerweile mehr als 112.000 Artikel über NO und seine Auswirkungen. Stickstoffmonoxid hat eine seither eine steile Karriere, vom gefährlichen Giftgas zu einem der wichtigsten biologischen Botenstoffe hingelegt – oder “vom Aschenputtel zur mächtigen Königin der Kommunikation und Verteidigung”, wie es das Wissenschaftsmagazins Science formulierte. 1998 wurde der Nobelpreis für Medizin an Dr. Ignarro, Dr. Furchgott und Dr. Murad für ihre Rolle in der Entdeckung von Stickstoffmonoxid und dessen Auswirkungen verliehen. Seither wissen wir, dass NO einer der weit verbreitetsten Botenstoffe in unserem Körper ist.


Mittlerweile hat das bemerkenswerte NO – es wird auch von Leber, Niere, Lunge und der Netzhaut des Auges hergestellt – Forscher zahlreicher Fachrichtungen vereint. Bei den Nervenspezialisten ist NO derzeit so in Mode, dass “es praktisch hinter jedem unerklärten Phänomen in der Neurobiologie vermutet wird”, überspitzt es der kanadische Neurologe Steven Vincent.

Über die bekannten Anwendungen hinaus versucht man derzeit, weitere Funktionen und Einsatzmöglichkeiten für den Alleskönner NO zu finden. Das lebhaft reagierende Molekül scheint auch bei immunologischen Abwehrprozessen eine Rolle zu spielen. Es könnte daher auch bei der Bekämpfung von Entzündungen, Allergien, Autoimmunkrankheiten – wie Rheuma oder einer bestimmten Diabetes-Form -, Infektionen und Tumoren wirksam eingesetzt werden. Eine Schlüsselfunktion hat NO auch bei den Gehirnfunktionen Lernen und Gedächtnis. Hier dient es zwischen den Nervenzellen als Impuls verstärkender Botenstoff.

NO – giftig oder gesund?


Doch was ist Stickstoffmonoxid nun: giftig oder gesund? Es ist beides, denn unser Körper kann sehr gut mit gefährlichen Stoffen umgehen, so lange er die Kontrolle darüber behält. Das lässt sich leicht am Beispiel Magensäure nachvollziehen: Sie zersetzt den Mageninhalt in dem Maße, wie der Darm es benötigt. Unkontrollierte Produktion kann jedoch zu Verätzungen des Verdauungstraktes führen, die letztendlich Krebserkrankungen nach sich ziehen können.


Dass NO durchaus ein Gift ist, beweist tagtäglich ein Heer weißer Blutzellen: Bei Infektionen dienen den Makrophagen dichte Wolken des aggressiven Stickstoffmonoxids als “Kampfgas” gegen Bakterien und Pilze – und vielleicht auch gegen Krebszellen. Verliert der Körper aber die Kontrolle über die NO-Produktion entsteht Nitrosativer Stress mit all seinen negativen Auswirkungen. Mittlerweile wird ein Überschuss an Stickkstoffmonoxid auch mit der Entstehung von Alzheimer und Schlaganfällen in Verbindung gebracht.


Freie Radikale – Freund oder Feind?


Wie behält der Körper also die Kontrolle? Das Geheimnis liegt in den Antioxidantien und das Beispiel NO und Antioxidantien zeigt sehr gut, dass unser Körper ein Gleichgewichtssystem ist, in dem Gesundheit nur duch eine ausgewogene Balance entstehen kann.


Durch körperliche, aber auch geistig-seelische Anstrengungen bilden sich im Körper vermehrt freie Radikale – eine Reihe höchst reaktionsfreudiger Moleküle, die aggressiv mit anderen Molekülen reagieren. Freie Radikale sind biologisch sehr schädlich, da sie Zell-Eiweiße zerstören und in ihrer Funktion behindern. Auch NO zählt zu diesen Freien Radikalen.


Trotz ihrer Giftigkeit produziert unser Stoffwechsel durchgehend solche freie Radikale – und zwar genau, die Menge, die benötigt wird. Allerdings gibt es Umwelteinflüsse wie Luftverschmutzung, Lebensmittelzusätze und Alltagsstress, welche die Entstehung von freien Radikalen verstärken. Ebenfalls nicht zu unterschätzen sind W-LAN, Mikrowelle, Handy-Strahlung und permanenter Elektrosmog. Jeder dieser Einflüsse produziert tagtäglich kleine Mengen an freien Radikalen, wodurch ihre Konzentration im Körper gefährlich ansteigen kann. Wenn wir also den Effekt von freien Radikalen verringern können, der unsere Zellen schädigt, dann können wir unseren Körper um einiges länger gesund und stressfrei halten.


“Aber es braucht ebenfalls freie Radikale, um die erbgut-geschädigten Zellen zu bekämpfen und den Zellmüll aus oxidierten Fetten und Proteinen zu beseitigen.”, meint Wilhelm Bloch von der Deutschen Sporthochschule Köln

Antioxidantien sind Nährstoffe, die die Anzahl freier Radikale im Körper reduzieren. Sie dienen quasi als „Gegengift“. Hat der Körper nicht ausreichend Antioxidantien, kann das NO oder andere Freie Radikale schädigende Folgen haben.

Antioxidantien in der Nahrung


Während die moderne Ernährung auf der Basis von Fleisch, Getreide und Milch, mehr als genügend Kohlenhydrate, Proteine und Fette liefert, sind Antioxidantien dort nur selten anzutreffen. Die Auswirkungen füllen die Arztpraxen. Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Arterienverkalkung und vieles mehr sind die Folgen moderner Lebensweise.


Was fehlt, ist eine reiche Auswahl an vielen verschiedenen Gemüse- und Keimlingen, Früchten und Wildpflanzen, an naturbelassenen Ölen und Fetten sowie Ölsaaten und Nüssen. Alle diese Lebensmittel sind optimale und reichhaltige Quellen wertvoller Antioxidantien.


Aber wer hat heute schon die Zeit und die Möglichkeit sich so zu ernähren? Unberücksichtigt der Kosten für hochwertiges Bio-Obst und -gemüse: 7-9 Portionen Obst, Gemüse oder Salat am Tag – wie viele Menschen schaffen das wirklich?


Wo eine optimale Ernährung nicht erreicht werden kann, können hochpotente und biologisch produzierte Nahrungsergänzungsmittel die Lücke füllen.



Weitere Informationen


Anmerkung: 


Das Stickstoffmonoxidgas wird zwar von jede Zelle selbst gebildet aus der Aminosäuremolekül L-Arginin,muss aber neutrtalisiert werden um einen Nitrosativen Stress zu meiden.Das zuviel vorhandene Stickstoffmonoxidgas kann durch Vitamin B 12 abgebaut werden und die NO-Neubildung dagegen kann mit Glutathion erreicht werden.

Das Gleichgewicht  des Stickstoffmonoxidgases in den Zellen ist entscheidend für die Gesundheit.

http://www.heilpraktiker-in-muelheim.de/jahrmarkt/?p=700


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